Börsen Asien Chinesische Wirtschaftsdaten belasten Nikkei und Co.

Das langsamere Wachstum in der Volksrepublik schürt Anleger-Sorgen. In Japan schließt der Nikkei mit Verluste. Nach dem deutlichen Plus in der vergangenen Woche nehmen Anleger Gewinne mit.

„Chinas Regierung wird noch mehr Schulden machen“

Schanghai, Tokio Jüngste Daten zur chinesischen Konjunkturentwicklung haben zum Wochenauftakt die Fernost-Anleger in Atem gehalten. Das Wirtschaftswachstum der Volksrepublik schwächte sich im dritten Quartal weiter ab und fiel mit 6,9 Prozent so gering aus wie seit Anfang 2009 nicht mehr.

Allerdings waren Experten im Vorfeld der Veröffentlichung am Montag noch etwas pessimistischer gewesen und hatten lediglich mit einem Plus von 6,8 Prozent gerechnet. Deshalb wurden die Zahlen an den Aktienmärkten zunächst positiv aufgenommen. Später überwog jedoch die Skepsis, und die Börse in Shanghai drehte ins Minus. Auch der Markt in Tokio ging mit Verlusten aus dem Handel.

Für den japanische Nikkei-Index ergab sich zum Schluss bei einem Stand von 18.131 Punkten ein Minus von 0,9 Prozent. Der Aktienmarkt in Shanghai schloss 0,1 Prozent schwächer. Die Hongkonger Börse sowie der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen traten auf der Stelle. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans und die Börse in Taiwan lagen dagegen jeweils rund 0,3 Prozent im Plus.

Diese Minen-Aktien sind im Tiefenrausch

ANTOFAGASTA PLC REGISTERED SHARES LS -,05

WKN
ISIN
GB0000456144
Börse
L&S

+0,05 +0,44%
+10,47€
Chart von ANTOFAGASTA PLC REGISTERED SHARES LS -,05
Antofagasta
2 von 9

Der Bergbaukonzern Antofagasta betreibt drei Kupferminen in Chile mit einer jährlichen Gesamtproduktion von über 700.000 Tonnen Kupfer wie auch das Esperanza-Projekt, ebenfalls in Chile, zur Produktion von Kupferkonzentrat mit Gold und Silber als Nebenprodukt. Wie viele andere Minenunternehmen in Großbritannien spürt auch Antofagasta die Nachfrageflaute aus China. Die zweitgrößte Volkswirtschaft ist der größte Kupfernachfrager der Welt.

Kursentwicklung: - 26,1 Prozent

BHP BILLITON PLC REGISTERED SHARES DL -,50

WKN
ISIN
GB0000566504
Börse
L&S

+0,12 +0,67%
+18,36€
Chart von BHP BILLITON PLC REGISTERED SHARES DL -,50
BHP Billiton
3 von 9

Das breite Portfolio wird auch BHP Billiton zum Verhängnis. Im Zuge der Konjunkturabkühlung Chinas raste der Aktienkurs in die Tiefe. In den vergangenen sechs Monaten verlor BHP Billiton über 30 Prozent. Zu den Rohstoffen, die BHP Billiton zu Tage fördert gehören unter anderem Kohle, Aluminium, Gas, Nickel und Silber. Der Konzern betreibt unter anderem folgende Produktionsstätten: eine Aluminiumschmelzhütten in Richards Bay, Südafrika; eine Kupfer- und Zinnmine in Kanada und eine Bauxitmine und Aluminiumraffinerie in Worsley, Südaustralien.

Kursentwicklung: - 18,5 Prozent

FRESNILLO PLC REGISTERED SHARES DL -,50

WKN
ISIN
GB00B2QPKJ12
Börse
L&S

-0,19 -1,50%
+12,51€
Chart von FRESNILLO PLC REGISTERED SHARES DL -,50
Fresnillo
4 von 9

Fresnillo ist ein Bergbauunternehmen, das in der Förderung von Silber und Gold tätig ist. Die Gesellschaft produziert Silber und Gold aus Blei- und Zinkkonzentraten in Mexiko mit den Minen Fresnillo, Saucito, Cienega (einschließlich San Ramon), Herradura, Soledad-Dipolos und Noche Buena sowie zwei Entwicklungsprojekte (Saucito II und San Julián). Mit Bergbaukonzession für rund 2,1 Millionen Hektar ist Fresnillo einer der größten Silberproduzenten weltweit. Hauptaktionär der Gesellschaft ist die Penoles Group mit über 70 Prozent Anteilen am Aktienkapital.

Kursentwicklung: - 19,4 Prozent

PETRA DIAMONDS LTD. REGISTERED SHARES LS -,10

WKN
ISIN
BMG702781094
Börse
FSE

+0,01 +1,61%
+0,57€
Chart von PETRA DIAMONDS LTD. REGISTERED SHARES LS -,10
Petra Diamonds
5 von 9

Der Betreiber von Diamantenmine hat schwere Zeiten hinter sich. Seit Jahresanfang hat sich der Börsenwert von Petra Diamonds fast als halbiert. Das im FTSE 350 Mining Index gelistete Unternehmen leidet vor allem an der gesunkenen Diamantennachfrage aus China. Im ersten Halbjahr ging der Vorsteuergewinn um rund 40 Millionen Dollar zurück. Neben der chinesischen Nachfrageschwäche lastet auch der starke Dollar auf der Bilanz von Petra Diamonds.

Kursentwicklung: - 46,7 Prozent

RANDGOLD RESOURCES LTD. REGISTERED SHARES DL -,05

WKN
ISIN
GB00B01C3S32
Börse
L&S

-0,26 -0,42%
+61,78€
Chart von RANDGOLD RESOURCES LTD. REGISTERED SHARES DL -,05
Randgold Resources
6 von 9

Von einem Joint Venture mit Afrikas größtem Goldproduzenten Ashanti erhofft sich Randgold eine Trendwende. Denn bisher sieht die Bilanz an den Finanzmärkten lausig aus. Seit Jahresanfang hat Randgold fast zehn Prozent verloren. Der Kurssturz von Glencore hat die Papiere zeitweise 1,1 Prozent ins Minus gedrückt. Das Joint Venture bezieht sich auf die Sanierung von Minen in Ghana.

Kursentwicklung (seit dem 1. Januar): - 9,5 Prozent

RIO TINTO PLC REGISTERED SHARES LS -,10

WKN
ISIN
GB0007188757
Börse
L&S

+0,45 +0,98%
+45,76€
Chart von RIO TINTO PLC REGISTERED SHARES LS -,10
Rio Tinto
7 von 9

Rio Tinto ist eine multinationale Bergbaugesellschaft, die unter ihrem Dach die Aktivitäten der britischen Rio Tinto und der australischen Rio Tinto vereint. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Erschließung, Erforschung und den Abbau von Aluminium, Kupfer, Gold, Diamanten, Industriemetalle, Kohle, Uran und Eisenerz. Dementsprechend konjunkturempfindlich ist Rio Tinto – das zeigt die miese Entwicklung der Aktien seit Jahresanfang.

Kursentwicklung: - 20,3 Prozent

Die Furcht vor einem jähen Ende des Aufschwungs in China war erst am Wochenende durch Äußerungen der Pekinger Führung angeheizt worden. Die Regierung warnte vor übertriebenen Erwartungen an die Konjunkturentwicklung des Schwellenlandes, das in den vergangenen Jahren ein rasantes Wirtschaftswachstum erlebt hat.

Nach Veröffentlichung der aktuellen Konjunkturdaten gerieten die Investoren am Montag zwar nicht in Panik. Doch nach dem Anstieg der wichtigsten chinesischen Börsenbarometer um rund sechs Prozent vergangene Woche machten viele Anleger Kasse. In Japan gerieten unterdessen vor allem Unternehmen unter Druck, die ihre Geschäfte zum Großteil in China machen. So verloren Eisen- und Stahlkonzerne wie Kobe Steel und JFE Holdings jeweils rund drei Prozent.

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