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Börsen Asien Märkte in Fernost reagieren gelassen auf Cyberangriff

Der Hackerangriff auf Computersysteme in mehr als 150 Ländern hinterlässt zu Wochenbeginn an den Börsen in Fernost keine Spuren. Auch neue Drohungen Nordkoreas ohne großen Einfluss. China meldet hingegen positive Konjunturzahlen.
Update: 15.05.2017 - 08:41 Uhr Kommentieren
Vor einer Anzeigetafel der Börse in Tokio. Quelle: AFP
Tokio

Vor einer Anzeigetafel der Börse in Tokio.

(Foto: AFP)

Singapur/Tokio Die asiatischen Börsen haben am Montag relativ gelassen auf den weltweiten Hackerangriff reagiert und auch die jüngsten nordkoreanischen Drohungen weitgehend unbeeindruckt aufgenommen. Zunächst hatten Experten mit weiteren Problemen gerechnet, wenn in Asien die Computer für die neue Arbeitswoche eingeschaltet werden. Als größere Störungen der Computernetze ausblieben, legte sich auch die Nervosität an den Märkten. Von dem Cyberangriff waren mehr als 200.000 Rechner in mehr als 150 Ländern betroffen. Der nordkoreanische Raketentest am Sonntag sollte nach offizieller Darstellung demonstrieren, dass die Rakete mit einem schweren Atomsprengkopf bestückt werden kann. Nordkorea verfolgt nach eigenen Angaben das Ziel, mit Atomraketen die USA zu erreichen.

Der MSCI-Index asiatischer Aktienwerte außerhalb Japans legte am Montag 0,36 Prozent zu. An der Tokioter Börse bauten die großen Indizes ihre anfänglichen Verluste wieder weitgehend ab und schlossen nur leicht im Minus: Der Leitindex Nikkei sank um 0,07 Prozent und der breiter gefasste Topix um 0,04 Prozent. Die Börse in Shanghai notierte 0,2 Prozent fester, während es in Hongkong 0,6 Prozent aufwärts ging.

Zwar wuchs die Industrieproduktion in China im April nicht so stark wie erwartet. Der Einzelhandel und die Immobilieninvestitionen überraschten aber mit ihrem Zuwachs.

Der Ölpreis legte in Asien zu. Grund dafür war die Einigung der Energieminister Russlands und Saudi-Arabiens, die Förderbegrenzungen bis März 2018 beizubehalten. Der Rohölpreis stieg daraufhin um 1,6 Prozent. Die von Saudi-Arabien dominierte Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und andere Ölproduzenten unter Führung Russland hatten Ende 2016 vereinbart, im ersten Halbjahr 2017 die Förderung um fast 1,8 Millionen Barrel am Tag zu reduzieren. Der Preisanstieg blieb aber unter den Erwartungen.

Am Devisenmarkt notierte der Euro wenig verändert mit 1,0926 Dollar. Zur japanischen Währung lag der Dollar etwas fester bei 113,38 Yen.

Finance Briefing
  • rtr
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