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Börsen Asien Nikkei schließt trotz EZB im Plus

Die Entscheidung der EZB, den Leitzins auf null zu senken, macht sich auch an der Tokioter Börse bemerkbar. Nach einer Berg- und Talfahrt sind die asiatischen Märkte am Freitag aber mit Gewinnen aus dem Handel gegangen.
Update: 11.03.2016 - 09:24 Uhr
Vor einem Börsenvideofenster in Japan. Quelle: AP
Tokio

Vor einem Börsenvideofenster in Japan.

(Foto: AP)

Tokio Die asiatischen Aktienmärkte sind nach einer Berg- und Talfahrt am Freitag mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. EZB-Präsident Mario Draghi sorgte mit seiner Entscheidung vom Donnerstag, die Geldschleusen einerseits weit zu öffnen und zugleich ein Ende der Zinssenkungen zu signalisieren, für eine positive Stimmung am Markt. Das billige Zentralbankgeld weckte bei Investoren die Lust auf Risiko. Auch der höhere Ölpreis hob die Stimmung.

Der Tokioter Leitindex Nikkei der 225 führenden Werte schloss 0,5 Prozent fester bei 16.938 Punkten. Der breiter gefasste Topix gewann ebenfalls 0,5 Prozent auf 1359 Zähler. Viele Investoren verwiesen auf den schwächeren Yen, der den Exportfirmen des Landes zugute kommt. Das Barometer für die asiatischen Aktienmärkte ohne Japan notierte 0,9 Prozent höher. Der Preis für ein Barrel leichtes US-Öl stieg um 2,3 Prozent auf 38,71 Dollar.

Die EZB hatte den Leitzins am Donnerstag auf null Prozent gesenkt und den Strafzins für Banken verschärft, die ihr Geld bei der Notenbank parken. Zudem wurde das Anleihen-Kaufprogramm ausgeweitet. „Das Maßnahmenpaket ist mehr, als der Markt erwartet hat“, sagte Peter Dragicevich, Währungsstratege bei der Commonwealth Bank. Allerdings signalisierte Draghi gleichzeitig, dass es wohl keine weitere Zinssenkung geben dürfte, auch wenn neue Fakten die Situation wieder ändern könnten. „Der Blick richtet sich jetzt zunehmend auf unkonventionelle Maßnahmen“, sagte Stratege Dragicevich.

In China schlossen der Index der Börse Shanghai und das Barometer für die wichtigsten Aktien in Shanghai und Shenzhen jeweils 0,2 Prozent höher. Viele Investoren nutzten anfängliche Kursverluste zum Einstieg. Vor allem Bankaktien standen zunächst unter Druck, weil die Pläne der Regierung negativ aufgefasst wurden, faule Kredite in Eigenkapital umzuwandeln. Der Yuan legte zu und erreichte den höchsten Stand seit Jahresbeginn.

Der Dollar legte zum Yen 0,3 Prozent zu auf 113,52 Yen. Der Euro tendierte zum Dollar etwas schwächer bei 1,1158 Dollar.

Der Handelsblatt Expertencall
  • rtr
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