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Börsen Asien Verschobene US-Zinswende belastet Börsen in Fernost

Der Aufschub der US-Zinswende hat einige Aktienmärkte in Asien unter Druck gesetzt. Die Börsen in Hongkong und Seoul verlieren. Chinas Aktienmärkte legen zu. Die Börse in Tokio bleibt wegen eines Feiertags geschlossen.
21.09.2015 - 09:55 Uhr
In den vergangenen Wochen ist der chinesische Aktienmarkt massiv eingebrochen. Aktuell stabilisiert er sich. Quelle: dpa
Chinesischer Drache

In den vergangenen Wochen ist der chinesische Aktienmarkt massiv eingebrochen. Aktuell stabilisiert er sich.

(Foto: dpa)

Singapur Der Aufschub der Zinswende in den USA hat die meisten Aktienmärkte in Asien am Montag belastet. Die Verunsicherung der Anleger in den USA und Europa sei nach Fernost herübergeschwappt, sagten Händler. Die Kurse folgten den negativen Vorgaben aus Übersee vom Freitag.

Der MSCI-Index für die asiatischen Aktien außerhalb Japans gab 1,8 Prozent nach. Die Börse in Hongkong verlor knapp ein Prozent, der Markt im südkoreanischen Seoul büßte 1,6 Prozent ein.

Einzige Ausnahme bildeten die chinesischen Märkte, die zulegten. Der CSI300-Index schloss 1,8 Prozent im Plus, der Index in Shanghai gewann knapp zwei Prozent. Händler begründeten dies mit einer gestiegenen Nachfrage nach Klein- und Mittelwerten. Allerdings blieben die Umsätze niedrig. Die Tokioter Börse hatte wegen eines Feiertags geschlossen.

Was aus 100.000 Euro wurde
Öl (Brent)
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Der Ölpreis hat dieses Jahr ziemlich Federn lassen müssen. Wer seit Jahresbeginn 100.000 Euro in das „schwärze Gold“ investiert hat, hätte jetzt nur noch 80.010* Euro. Die hohe Überproduktion, auch ausgelöst durch das Fracking in den USA, und Sorgen um eine schwächere Weltkonjunktur ließen den Ölpreis einbrechen.

Quellen: Bloomberg, Bank of America Merrill Lynch, FMH Finanzberatung

*Anlageergebnis in Euro gerundet ohne Steuern und ohne Kosten für Wertpapierkauf und Wertpapierverwahrung. Bei Öl Terminkontrakt,  bei Anleihen und Aktien Indizes.

(Foto: ap)
Dow Jones
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US-Aktien boten dieses Jahr bisher ebenfalls wenig Grund zur Freude. Wer zum Jahresstart 100.000 Euro in den Dow Jones Index gesteckt hätte, würde (wenn er jetzt verkaufen würde) nur noch 92.680 Euro besitzen. Der große Absturz kam vor allem Ende August. Im Vorjahr hatte der Index um rund acht Prozent zugelegt.

(Foto: AFP)
Shanghai Composite
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Ebenfalls bergab, wenn auch nicht ganz so stark, ging es für chinesische Aktien. Aus 100.000 Euro, die in den Shanghai Composite investiert wären, wären heute 93.600 Euro geworden. Für Turbulenzen an den chinesischen Börsen sorgten vor allem Konjunkturängste. Anleger befürchten, dass sich die chinesische Wirtschaft deutlich abkühlen könnte. Die Abwertung der chinesischen Währung verstärkte diese Sorgen und sorgte für einen Kursrutsch.

(Foto: Reuters)
MSCI Emerging Markets
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Die einstigen Hoffnungsträger, die Schwellenländer, enttäuschten bisher auch. Die traumhaften Wachstumsraten sind schon lange vorbei und Investoren zogen ihr Geld aus den Schwellenländern ab. Aus 100.000 Euro im MSCI Emerging Markets wären seit Jahresbeginn 96.980 Euro geworden. Bekannteste Vertreter der Schwellenländer sind die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika). An der Börse Börse in Bombay (Bild) ging es Ende August auch kräftig abwärts.

(Foto: AFP)
MSCI World
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Die Aktien der Industrieländer schnitten nur etwas besser ab – ein Plus schafften allerdings auch sie nicht. Wer 100.000 Euro in den MSCI World Index investiert hätte, hätte heute 98.130 Euro.

(Foto: AFP)
Deutsche Anleihen
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Fast unverändert ist die Entwicklung bei deutschen Staatsanleihen. Aus 100.000 Euro wurden hier 99.900 Euro. Während Anfang des Jahres die Zinsen 10-jähriger Bundesanleihen deutlich sanken, zogen sie im August rapide an. Vor allem die Unsicherheiten in China und die Turbulenzen an der Börse trieben die Anleger wieder in Anleihen.

(Foto: dpa)
Tagesgeld
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Das erste Plus in dieser Aufzählung, wenn auch nur ein kleines, schafft das Tagesgeld (Durchschnitt). Wer 100.000 Euro zum Jahresbeginn auf ein Tagesgeldkonto eingezahlt hätte, der würde heute über 100.400 Euro verfügen.

(Foto: dpa)

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