Börsen Fernost Aktien in Asien legen zu

Die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten lassen die Anleger in Fernost auf anhaltende Niedrigzinsen hoffen. Die Börse in Tokio blieb wegen eines Feiertags geschlossen.
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Eine Kursanzeige in Tokio. Quelle: Reuters

Eine Kursanzeige in Tokio.

(Foto: Reuters)

TokioDie Hoffnung auf eine anhaltende Niedrigzinspolitik der US-Notenbank Fed hat den Märkten in Fernost am Montag Auftrieb verschafft. Der wichtigste Handelsplatz in Tokio war allerdings wegen eines Feiertages geschlossen. Grund für den Optimismus in Asien sind die unerwartet schwach ausgefallenen Arbeitsmarktdaten in den USA.

Dadurch wurde die Erwartung verstärkt, dass die Fed ihr Tempo bei der Straffung der Geldpolitik vorerst nicht weiter verschärfen und die Zinsen dauerhaft niedrig halten wird. "Der Job-Optimismus in den USA hat einen Dämpfer erhalten. Deshalb glauben wir nicht, dass die Fed ihr Tempo verändern wird", sagte RBS-Chefökonomin Michelle Girard in Sydney.

Der MNSI-Index der wichtigsten Aktien des Asien-Pazifik-Raums außerhalb Japans stieg um 0,6 Prozent und auch die Börse in Seoul legte um 0,7 Prozent kräftig zu. Auch an den Börsen wichtiger Schwellenländer wie den Philippinen und Indonesien gab es Zuwächse von bis zu zwei Prozent.

Am Devisenmarkt gab der Dollar im fernöstlichen Handel gegenüber dem Yen auf den tiefsten Stand seit fast einem Monat nach. Händler begründeten auch die Schwäche des Greenback mit den unerwartet schwachen US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag.

Die Party an der Börse wird weitergehen
Japan's Nikkei 225 Stock Average closed at a six-year high
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Hauptthema am Markt wird die Fed bleiben

„Kaum etwas dürfte so sehr über den weiteren Verlauf der Aktienmärkte entscheiden wie die zukünftige Politik der US-Notenbank,“ prognostiziert Ralf Zimmermann vom Bankhaus Lampe für das Jahr 2014. Das größte Risiko für den Markt stelle ein rascher Ausstieg der Fed aus der ultraexpansiven Geldpolitik dar. Allerdings sei dieser nicht zu erwarten. Dafür sei das Wirtschaftswachstum noch zu schwach.

EZB Zinspause
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Im Zeichen der Politik

Ähnlich sieht dies auch Michael Winkler, Chief Investment Officer der St.Galler Kantonalbank: „Schon das Jahr 2013 hat gezeigt, wie leicht sich die Märkte beeinflussen lassen. Auch 2014 wird im Zeichen der Politik der Notenbanken stehen.“

The headquarters of Deutsche Bank are pictured in Frankfurt
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„Die Bäume wachsen, aber nicht in den Himmel“  

Nach Ansicht der Experten von Deutsche Asset & Wealth Management (DeAWM) ist die Weltwirtschaft auf einem guten Weg. Vor allem dank der Wirtschaftserholung in Südeuropa dürfte das Bruttoinlandsprodukt im Euro-Raum 2014 um 0,7 Prozent wachsen, sagt Asoka Wöhrmann, Geschäftsführer der DeAWM Investment GmbH. Für 2014 rechnen die Analysten noch nicht mit einer restriktiven Geldpolitik der EZB, sondern eher mit einer „Konsolidierung der Bankenlandschaft, die in den USA nach mehr als 450 abgewickelten Finanzinstituten bereits als abgeschlossen gilt“.

Für die Aktienmärkte sehr optimistisch ist Henning Gebhardt, Head of EMEA Equities: „2012 und 2013 standen die Aktienmärkte unter dem Einfluss von Risikoaversion und Normalisierung. 2014 dürfte sich dies wandeln. Jetzt dürften die Gewinne der Unternehmen zum Haupttreiber der Aktienmärkte werden. Dies sollte den Börsen in den kommenden zwölf Monaten weiteren Auftrieb geben.“

DAX auf neuem Rekordthoch
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Die Party am Aktienmarkt geht weiter – aber nüchtern

„Steigende Kapitalmarktzinsen und mehr Unsicherheit über den künftigen Kurs der US-Notenbank dürften für höhere Volatilität und niedrigere Kursgewinne an den Aktienmärkten sorgen“, schreibt Ralf Zimmermann vom Bankhaus Lampe in seinem Kapitalmarktausblick. Insgesamt werde es weiter bergauf gehen, allerdings nicht im zweistelligen Bereich. Angesichts der Rekorde, die Dax und Co. verzeichnet haben, sei nur noch wenig Luft nach oben.

Made in Germany Schriftzug
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Deutschland bleibt Top-Pick in Europa

Wirtschaftlich wird Deutschland in Europa weiter den Ton angeben, prognostiziert Christian von Engelbrechten, Fondsmanager des Fidelity Germany Fund. Insgesamt seien deutsche Unternehmen bei Investoren beliebt, weshalb die Kurse weiter steigen dürften. Hauptgrund für die Hausse sei das neue Vertrauen der Anleger in den Aktienmarkt. Allerdings genüge es nicht, einfach alle deutschen Werte zu kaufen. Anleger sollten genau auf die Fundamentaldaten achten, um die besten deutschen Aktien zu finden.

Deutsche Boerse
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Fundamentaldaten werden wichtiger

Auch Matt Siddle, Fondsmanager des Fidelity European Growth Fund, geht in seinem Ausblick für 2014 davon aus, dass Anleger verstärkt auf Fundamentaldaten schauen werden. „Im kommenden Jahr dürften vor allem unternehmensspezifische und nicht so sehr makroökonomische Faktoren den Ton angeben.“

Lange haben Anleger nur auf die Notenbanken geschaut. Doch die Geldflut der Zentralbanken gehört mittlerweile zur Normalität.

MDax knackt 14.000er-Marke
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Dax wird den MDax schlagen

Für den MDax sieht das Bankhaus Lampe 2014 keine Wachstumschancen mehr. Der Mittelwerte-Index habe sein Pulver bereits 2013 verschossen und werde deshalb 2014 wohl ein Minus aufweisen. Für den Dax sehen die Experten dagegen ein Jahresendziel von 9.650 Punkten.

  • rtr
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