Börsen Fernost Aktienmärkte in Asien legen zu

Vor der Antrittsrede der neuen US-Notenbank-Chefin Janet Yellen in Washington wagten sich die Anleger in Asien nicht allzu weit aus der Deckung. Die Tokioter Börse blieb wegen eines Feiertags geschlossen.
Update: 11.02.2014 - 09:30 Uhr Kommentieren
Händler vor einer Anzeigetafel an der Börse in Seoul. Quelle: dpa

Händler vor einer Anzeigetafel an der Börse in Seoul.

(Foto: dpa)

TokioDie Aktienmärkte in Asien haben am Dienstag vor dem ersten Auftritt der neuen Fed-Chefin Janet Yellen Kursgewinne verzeichnet. Die Börsianer setzen darauf, dass die Nachfolgerin von Ben Bernanke am lockeren geldpolitischen Kurs festhält.

Zugleich dürfte sie sich vor einem Ausschuss des US-Repräsentantenhauses am Nachmittag optimistisch zu den Aussichten für die US-Wirtschaft äußern. Am Markt dürften die Äußerungen daher auch positiv aufgenommen werden, sagte Chung Seung Jae, Analyst bei Mirae Asset Securities in Seoul. "Weil es im Februar keine geldpolitische Sitzung der Fed gibt, gelten ihre beiden Auftritte vor den Abgeordneten als größtes Risiko in diesem Monat."

Die Aktienmärkte außerhalb Japans legten zu, der entsprechende MSCI-Index gewann gut ein Prozent. In Tokio waren die Börsen wegen eines Feiertags geschlossen. Die chinesischen Börsen verzeichneten Gewinne. Die südkoreanischen Aktien notierten 0,5 Prozent fester. Gefragt waren hier die Aktien des Elektronikkonzerns Samsung, die 2,7 Prozent zulegten. Schnäppchenjäger deckten sich mit den Papieren ein, die im Januar noch sieben Prozent eingebüßt hatten.

Yellen äußert sich in dieser Woche auch noch am Donnerstag vor einem Ausschuss des US-Senats. Sie hat ihr Amt Anfang des Monats angetreten. Experten gehen davon aus, dass sie keine größeren Änderungen der US-Geldpolitik ankündigen wird.

"Die Rede ist wohl eher Theater als Wirtschaftspolitik", sagte Marshall Gittler vom Internet-Handelshaus IronFx Global. "Yellen wird vermutlich versuchen, freundlich zu bleiben und optimistische Antworten zu geben, die sich im Fernsehen gut machen." Am Markt wird damit gerechnet, dass die Fed auch weiterhin das Volumen ihrer Wertpapierkäufe nach und nach reduziert. Eine Zinserhöhung steht dagegen nach Meinung der Investoren erst Ende 2015 an.

Das neue Jahr bringt einen Abwärtstrend
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Das neue Börsenjahr in Japan

Farbenprächtig wurde am 6. Januar das neue Handelsjahr an der Börse in Tokio eingeläutet. Die Kurse fielen trotzdem deutlich: um mehr als zwei Prozent.

Tokyo Stock Exchange opens the New Year's trade
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Finanzminister gibt sich die Ehre

Der japanische Finanzminister Taro Aso (links) eröffnete das neue Handelsjahr an der Börse von Tokio. Der Nikkei-Index honorierte sein Erscheinen nicht. Das Marktbarometer sank zum ersten Mal seit zehn Handelstagen wieder und das auch noch so stark wie seit dem 25. Oktober 2013 nicht mehr. Zudem wurde auch noch die runde Marke von 16.000 Punkten gerissen. Ist das ein schlechtes Omen?

Tokyo Stock Exchange opens the New Year's trade
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Beifall von den Zuhörern
Die Damen im Kimono bei der Eröffnungsfeier hatten dennoch genug Grund zum Klatschen. Denn im vergangenen Jahr stieg der Nikkei-Index um satte 57 Prozent. So stark ist das Marktbarometer seit vier Jahrzehnten nicht mehr in die Höhe gegangen - genau seit 1972. Auch der zweite Leitindex an der Börse, der Topix, verbuchte 2013 ein sattes Plus von 51 Prozent. Dies war das drittbeste Jahresergebnis überhaupt.

Tokyo Stock Exchange opens the New Year's trade
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Ein Gongschlag

Finanzminister Taro Aso eröffnete mit einem Schlag auf die Börsenglocke das neue Handelsjahr. Es könnte wieder gut werden. Das glauben zumindest die Analysten von Nomura. Die zum Jahresende erreichten 16.291 Punkte hätten ein positives Signal geliefert - glauben jene Analysten, die am liebsten nur auf die Kurse schauen. Doch auch die Fundamentalisten sind guter Dinge. Der Index werde derzeit nur mit dem 16,6fachen der erwarteten Gewinne gehandelt. Das liege 22 Prozent unter dem Zehnjahresschnitt, der beim 21,4fachen liege.

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Nicht nur der Finanzminister versprüht gute Laune

„Der Markt ist noch immer in der frühen Phase seiner Rally, bisher kann von Überhitzung keine Rede sein“, glaubt Takashi Ito, Analyst bei Nomura, dem größten Brokerhaus des Landes. Japanische Aktien seien in den vergangenen zwei Jahren wegen der lockeren Geldpolitik und der expansiven Fiskalpolitik nach oben gejagt. Dies werde 2014 so weiter gehen, glaubt der Experte - ganz im Sinne der Politik. Da kann sich Finanzminister Taro Aso mit Recht freuen.

Women, dressed in ceremonial kimonos, pose in front of an electronic board showing stock prices after the New Year opening ceremony at the TSE, held to wish for the success of Japan's stock market, in Tokyo
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Der schwache Yen erfreut die Börse

Japanische Aktien haben 2013 die Indizes von 24 entwickelten Märkten in den Schatten gestellt, ergeben Daten, die von der Nachrichtenagentur Bloomberg ausgewertet worden sind. Hauptgrund dafür war der Wertverfall der Währung. Der Yen verlor gegenüber der Haupthandelswährung Dollar rund 18 Prozent. Vor allem die Aktien von Exporteuren wie Toyota Motor oder Panasonic hat dies geholfen. Entsprechend gut ist die Stimmung in der japanischen Industrie.

Shinzo Abe
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Der Ministerpräsident feiert sich selbst

Zum Abschluss eines grandiosen Börsenjahres hatte sich Premierminister Shinzo Abe an der Börse die Ehre gegeben. Er läutete mit einer Feier am 30. Dezember das Ende des Jahres ein. „Dank unserer Bemühungen geht es in der Wirtschaft wieder nach oben“, sagte er. Er weiß genau, wovon er redet. Die Anleger hängen an seinen Lippen und sind grundsätzlich guter Dinge. Denn schließlich will er mit seinem Programm des billigen Geldes weitermachen.

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