Börsen Fernost Asiatische Aktienmärkte rutschen ab

Verluste im asiatischen Börsenhandel: Wegen Kriegsgefahr werden die Anleger nervös - das drückt auf die Stimmung an den Märkte. In China nehmen zudem die Sorgen vor Zinsschritten der Zentralbank wieder zu.
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Investor in Shanghai: Was macht die Zentralbank? Quelle: ap

Investor in Shanghai: Was macht die Zentralbank?

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fmk/HB PEKING. Die asiatischen Märkte haben am Freitag überwiegend nachgegeben. Der japanische Leitindex Nikkei stieg in der Spitze um rund 0,5 Prozent, rutschte dann aber ab und schloss bei 10 039 Punkten - zum Vortag bedeutete das ein Minus von 0,4 Prozent. Der breiter gefasste Topix-Index gab 0,3 Prozent ab auf 866 Zähler. An den Aktienmärkten in Taiwan, Singapur, Hongkong, Südkorea und Shanghai verbuchten die Indizes ebenfalls Verluste.

In Tokio blieben die Umsätze mangels Impulsen aus den USA und wegen des anstehenden Wochenendes gering,. Die New Yorker Börsen waren wegen des Feiertages Thanksgiving am Donnerstag geschlossen. Die Nachfrage ausländischer Investoren nach Aktien und der Rückgang des Yen zum Dollar stützten Händlern zufolge den Markt lange, doch letztlich überwogen Gewinnmitnahmen.

Auch Exportwerte, die lange zu den größten Gewinnern gehörten, gerieten zum Handelsschluss in den Abwärts-Strudel. Die Titel des Unterhaltungselektronikriesen Sony büßten 0,2 Prozent ein. Stahlkonzerne wie Nippon Steel und JFE Holdings stemmten sich mit einem Kursplus von 2,5 Prozent beziehungsweise einem Prozent gegen den Trend. Sie profitierten von dem jüngsten Anstieg der Metallpreise.

In China lag der Leitindex Shanghai Composite bei einem Stand von 2873 Zählern 0,9 Prozent im Minus. Die Anleger sind derzeit in China gerenerell skeptisch. Hohe Inflation wird die Zentralbank voraussichtlich dazu bringen, das Geld zu verknappen. Seit Tagen ist von einem möglichen Zinsschritt die Rede. Das würde nur die Gesamtwirtschaft dämpfen, eine Drosslung des Kreditgeschäft wäre auch kein gutes Zeichen für die Kurse von Bank-Aktien. Doch die Werte wirkten offenbar immer wieder zu billig: Auf jede Abwärtsbewegung folgte schon nach kurzer Zeit ein Schwenk ins Plus.

Als erstes Symptom einer Verknappung von Bankgeld in China gelang es dem Finanzministerium Freitagvormittag nicht, eine Tranche von Staatsanleihen komplett zu verkaufen. Nachdem die Zentralbank den Mindestreservesatz erhöht hat, haben die Geschäftsbanken weniger Geld auf der Hand.

Am Handelsplatz Hongkong gab der maßgebliche Index Hang Seng 0,8 Prozent auf 22 857 Punkte nach. Aktien des Handelshauses Li & Fung stieg zwischenzeitlich um 3,4 Prozent, weil sich die Lage des Arbeitsmarkts und des Einzelhandels in den USA verbesserte. Li & Fung beliefert unter anderem den Supermarktriesen Wal Mart. Immobilienaktien sahen schwächer aus, weil sich der Markt der Gefahr einer Blase immer mehr bewusst wird.

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