Börsen in Asien Nikkei legt mehr als 1300 Punkte zu

Die Anstrengungen Chinas, seine Wirtschaft zu stabilisieren, stoßen auf Gegenliebe in Japan. Auch die Steuererleichterungen, die Präsident Shinzo Abe Unternehmen bewilligt hat, heizten die Kurse an.
Update: 09.09.2015 - 09:58 Uhr

Kursparty in Japan: Dax legt kräftig zu

TokioDie Aktienbörse in Tokio hat am Mittwoch kräftig zugelegt. Auch in China stiegen die Kurse. Händler sagten, die jüngsten Konjunkturdaten aus Deutschland, wonach die Exporteure einen Rekordumsatz erzielten , hätten die Kurse ebenso angetrieben wie das kräftige Plus der US-Börsen.

In diesen Dax-Aktien steckt am meisten China

DEUTSCHE LUFTHANSA AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008232125
Börse
Xetra

-1,19 -5,16%
0,00€
Chart von DEUTSCHE LUFTHANSA AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
Lufthansa
1 von 11

Die Unsicherheit über die konjunkturelle Entwicklung in China ist groß – die Abwertung des Yuan durch die Zentralbank schürt Sorgen vor einem Wachstumseinbruch. Auch Dax-Titel stehen deswegen unter Druck. Der direkte Umsatz in China ist stark unetrschieldich. Wir zeigen die am meisten exponierten Firmen.

Umsatzanteil in China: 5 Prozent

Erwartetes Wachstum in 12 Monaten: über 5 Prozent

Stand aller Angaben: 15. Juli 2015, Quelle: Wirtschaftswoche

SAP SE INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007164600
Börse
Xetra

+3,60 +3,48%
+107,06€
Chart von SAP SE INHABER-AKTIEN O.N.
SAP
2 von 11

Umsatzanteil in China: 6 Prozent

Erwartetes Wachstum in 12 Monaten: bis zu 5 Prozent

THYSSENKRUPP AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007500001
Börse
Xetra

+0,27 +1,33%
0,00€
Chart von THYSSENKRUPP AG INHABER-AKTIEN O.N.
ThyssenKrupp
3 von 11

Umsatzanteil in China: 6 Prozent

Erwartetes Wachstum in 12 Monaten: bis zu 5 Prozent

SIEMENS AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007236101
Börse
FSE

+0,70 +0,63%
0,00€
Chart von SIEMENS AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Siemens
4 von 11

Umsatzanteil in China: 8,5 Prozent

Erwartetes Wachstum in 12 Monaten: null Prozent

BAYER AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000BAY0017
Börse
Xetra

-0,38 -0,50%
0,00€
Chart von BAYER AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Bayer
5 von 11

Chinas Bevölkerung altert, die Umweltverschmutzung nimmt zu. Dementsprechend steigt auch die Nachfrage nach Gesundheitsprodukten. Das könnte Bayer helfen.

Umsatzanteil in China: 10 Prozent

Erwartetes Wachstum in 12 Monaten: bis zu 5 Prozent

LANXESS AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005470405
Börse
FSE

-0,60 -0,91%
0,00€
Chart von LANXESS AG INHABER-AKTIEN O.N.
Lanxess
6 von 11

Umsatzanteil in China: 10 Prozent

Erwartetes Wachstum in 12 Monaten: bis zu 5 Prozent

CONTINENTAL AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005439004
Börse
FSE

-5,10 -3,24%
0,00€
Chart von CONTINENTAL AG INHABER-AKTIEN O.N.
Continental
7 von 11

Auch Autozulieferer wie Continental leiden unter der sich andeutenden Wirtschaftsschwäche in China.

Umsatzanteil in China: 11 Prozent

Erwartetes Wachstum in 12 Monaten: über 5 Prozent

Tokios Börsianer haben am Mittwoch ein Kursfeuerwerk erlebt. Der in letzter Zeit gebeutelte Nikkei-Index für 225 führende Werte schoss um fast acht Prozent nach oben und verbuchte damit einen der höchsten Tagesgewinne seiner Geschichte. Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe hatte angekündigt, die Unternehmenssteuern zu senken. Auch Dank positiver Vorgaben der Wall Street und Hoffnungen auf eine Fiskalreform in China verbuchte der Index am Ende einen gewaltigen Gewinn von 1343,43 Punkten oder 7,71 Prozent und ging beim Stand von 18.770 Punkten aus dem Handel. Der breit gefasste Topix legte ebenfalls kräftig um rund 91 Punkte oder 6,4 Prozent auf 1507 Zähler zu.

Unter den Bankenwerten in Japan stiegen Nomura und Daiwa am deutlichsten. Exportlastige Titel wie Toyota und Honda zählten ebenfalls zu den großen Gewinnern. Schlechter sahe es für Toshiba aus. Der Broker CLSA hat die Papiere auf „verkaufen” gesetzt und seine Gewinnprognosen für das Unternehmen gesenkt. Der Technologiekonzern steckt in einem Bilanzskandal, der ihm im Verluste eingebrockt hat.

Was aus 100.000 Euro wurde
Öl (Brent)
1 von 12

Der Ölpreis hat dieses Jahr ziemlich Federn lassen müssen. Wer seit Jahresbeginn 100.000 Euro in das „schwärze Gold“ investiert hat, hätte jetzt nur noch 80.010* Euro. Die hohe Überproduktion, auch ausgelöst durch das Fracking in den USA, und Sorgen um eine schwächere Weltkonjunktur ließen den Ölpreis einbrechen.

Quellen: Bloomberg, Bank of America Merrill Lynch, FMH Finanzberatung

*Anlageergebnis in Euro gerundet ohne Steuern und ohne Kosten für Wertpapierkauf und Wertpapierverwahrung. Bei Öl Terminkontrakt,  bei Anleihen und Aktien Indizes.

Dow Jones
2 von 12

US-Aktien boten dieses Jahr bisher ebenfalls wenig Grund zur Freude. Wer zum Jahresstart 100.000 Euro in den Dow Jones Index gesteckt hätte, würde (wenn er jetzt verkaufen würde) nur noch 92.680 Euro besitzen. Der große Absturz kam vor allem Ende August. Im Vorjahr hatte der Index um rund acht Prozent zugelegt.

Shanghai Composite
3 von 12

Ebenfalls bergab, wenn auch nicht ganz so stark, ging es für chinesische Aktien. Aus 100.000 Euro, die in den Shanghai Composite investiert wären, wären heute 93.600 Euro geworden. Für Turbulenzen an den chinesischen Börsen sorgten vor allem Konjunkturängste. Anleger befürchten, dass sich die chinesische Wirtschaft deutlich abkühlen könnte. Die Abwertung der chinesischen Währung verstärkte diese Sorgen und sorgte für einen Kursrutsch.

MSCI Emerging Markets
4 von 12

Die einstigen Hoffnungsträger, die Schwellenländer, enttäuschten bisher auch. Die traumhaften Wachstumsraten sind schon lange vorbei und Investoren zogen ihr Geld aus den Schwellenländern ab. Aus 100.000 Euro im MSCI Emerging Markets wären seit Jahresbeginn 96.980 Euro geworden. Bekannteste Vertreter der Schwellenländer sind die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika). An der Börse Börse in Bombay (Bild) ging es Ende August auch kräftig abwärts.

MSCI World
5 von 12

Die Aktien der Industrieländer schnitten nur etwas besser ab – ein Plus schafften allerdings auch sie nicht. Wer 100.000 Euro in den MSCI World Index investiert hätte, hätte heute 98.130 Euro.

Deutsche Anleihen
6 von 12

Fast unverändert ist die Entwicklung bei deutschen Staatsanleihen. Aus 100.000 Euro wurden hier 99.900 Euro. Während Anfang des Jahres die Zinsen 10-jähriger Bundesanleihen deutlich sanken, zogen sie im August rapide an. Vor allem die Unsicherheiten in China und die Turbulenzen an der Börse trieben die Anleger wieder in Anleihen.

Tagesgeld
7 von 12

Das erste Plus in dieser Aufzählung, wenn auch nur ein kleines, schafft das Tagesgeld (Durchschnitt). Wer 100.000 Euro zum Jahresbeginn auf ein Tagesgeldkonto eingezahlt hätte, der würde heute über 100.400 Euro verfügen.

Auch die chinesischen Börsen haben sich weiter erholt. Gegen Mittag (Ortszeit) notierte der Composite Index in Shanghai 1,8 Prozent im Plus bei 3228 Punkten. Der Component Index in Shenzhen kletterte um 2,6 Prozent auf 10 595 Punkte.

Am Dienstag hatte das Finanzministerium eine Mitteilung herausgegeben, in der unter anderem Steuererleichterungen für kleine Unternehmen und weitere Unterstützung für Infrastrukturprojekte angekündigt wurden.

Reformen sollen beschleunigt werden und so ein stabiles Wachstum sichergestellt werden, heißt es in der Mitteilung, die von Analysten überwiegend als positives Zeichen für Chinas Wirtschaft gewertet wurde. Bereits am Dienstag hatten sich die Börsen des Landes erholt.

  • rtr
  • dpa
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