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Börsenausblick Warum der Dax trotz hoher Volatilität gut ins neue Jahr starten könnte

Nach den vielen Prognosen geben in der ersten Handelswoche 2019 Konjunkturdaten die Richtung vor. Eine Kurserholung ist nicht ausgeschlossen.
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Experten tun sich schwer mit punktgenauen Dax-Prognosen. Quelle: Reuters
Deutsche Börse

Experten tun sich schwer mit punktgenauen Dax-Prognosen.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Nach dem Blick in die Kristallkugel, wo denn der Deutsche Aktienindex (Dax) am Ende des Jahres 2019 stehen dürfte, widmen sich die Analysten wieder dem schnöden Alltag. In den Handelstagen nach Sylvester werden die Umsätze ferienbedingt zwar noch niedrig bleiben, die Zeit um Weihnachten herum hat aber auch gezeigt, dass es momentan keine ruhigen Handelsphasen mehr gibt.

Die Anleger werden auf absehbare Zeit mit hoher Volatilität leben müssen. Dabei sind Kursschwankungen keinesfalls nur negativ zu sehen, wie die Experten beim Vermögensverwalter Flossbach von Storch feststellen.

Volatilität sei nicht gleichbedeutend mit Risiko, wie es die Portfoliotheorie unterstelle. Ein deutlicher Kursrückgang erhöhe die Volatilität einer Aktie und mache sie in der Theorie riskanter obwohl das Unternehmen nun billiger zu haben sei und das Risiko für einen langfristigen Investor damit reduziere – vorausgesetzt, an der Qualität des Unternehmens habe sich nichts verändert.

„Kursschwankungen bieten Chancen, denn der Gewinn liegt bekanntlich im Einkauf“, sagt Vorstand Bert Flossbach. „Insofern hat die aktuelle Korrektur auch etwas Positives.“

Das haben sich wohl auch viele Anleger am letzten Freitag im alten Jahr gesagt und zugekauft. Der Dax stieg um 1,7 Prozent auf 10.558 Punkte, die Jahresbilanz fiel aber trotzdem sehr mies aus.

Es ist das erste Mal seit 2011, dass der Leitindex keinen Gewinn in einem Kalenderjahr einfährt. Das Jahresminus mit 18,3 Prozent ist sogar der höchste Abschlag seit 2008. Im Jahr der Finanzkrise war der Dax allerdings um gut 40 Prozent nach unten gerauscht.

Im nun zu Ende gehenden Jahr verdarben die steigenden US-Zinsen vielen Anlegern die Kauflaune. Hinzu kam die Befürchtung, der Handelsstreit zwischen Washington und Peking könnte die Weltkonjunktur schwächen. Belastend wirkten sich auch die Unsicherheit über den Brexit sowie die immer wieder aufkeimenden Haushaltsprobleme Italiens aus.

Die Stimmung an der Wall Street wird die Woche prägen

In den ersten Handelswochen wird auch viel von der Verfassung der Wall Street abhängen, die einen schwarzen Dezember durchlebte. Nein, die Kurse dort seien nicht auf einem historisch niedrigen Niveau. Und nein, man habe auch noch nichts gesehen, was die alten Hasen auf den Märkten als „echte, schmachvolle Kapitulation“ bezeichnen würden, sagt Christopher Smart von der Investment-Managementfirma Barings.

Aber, so gibt er zu bedenken, die Gewinnrenditen von Aktien seien attraktiver als die derzeitigen Renditen von US-Staatsanleihen. Die Technologiebranche werde ihre jüngsten Höchststände zwar nicht so schnell wieder erreichen, aber es gebe Hinweise darauf, dass Aktien in den nächsten Monaten potenziell zulegen könnten, ergänzt Smart.

Zum Ende der ersten Januarwoche stehen die US-Arbeitsmarktdaten auf der Agenda. Von ihnen erhoffen sich Investoren weitere Rückschlüsse auf Zeitpunkt und Tempo möglicher weiterer US-Zinserhöhungen. Die Analysten der Postbank rechnen mit einem kräftigen Stellenzuwachs, die für die Währungshüter wichtigere Lohndynamik sollte aber eher moderat ausfallen.

Wenige Stunden vor den US-Beschäftigtenzahlen stehen am Freitag die europäischen Inflationsdaten zur Veröffentlichung an. Aus ihnen versuchen Börsianer herauszulesen, wann die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen erstmals seit mehreren Jahren wieder anheben könnte.

EZB-Chef Mario Draghi hatte bei der letzten Notenbanksitzung Mitte Dezember erneut klar gemacht, dass die Zinsen in der Euro-Zone weiterhin auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent bleiben sollen. Die meisten Volkswirte erwarten erst 2020 die erste Leitzinserhöhung.

Wenn die ökonomischen Rahmendaten in den ersten Handelstagen wie erwartet ausfallen, dann dürfte es auch wieder Käufe auf dem ermäßigten Kursniveau geben, was die Börsen weiter stabilisieren sollte.

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