Crash-Warnung Starinvestor Soros ist besorgt – „Die nächste große Finanzkrise braut sich zusammen“

Ein neuer Crash drohe Europa, glaubt der Devisen-Guru. Seine Warnung kommt an einem Tag, an dem Sorgen wegen eines Italexits an den Nerven der Anleger zerren.
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Der 87-Jährige mischt sich noch regelmäßig ins Politik- und Finanzgeschehen ein. Quelle: dpa
George Soros

Der 87-Jährige mischt sich noch regelmäßig ins Politik- und Finanzgeschehen ein.

(Foto: dpa)

DüsseldorfStar-Investor George Soros glaubt, dass der nächste Crash nicht mehr lange auf sich warten lässt. Eine Dollar-Aufwertung und die damit verbundene Flucht aus Schwellenländern könnten zu einer „großen“ Finanzkrise führen, sagte der 87-Jährige am Donnerstag in Paris.

In Gefahr sieht Soros, der mit Wetten gegen das britische Pfund berühmt wurde, auch die europäische Wirtschaft. So würden das Ende des Iran-Abkommens und die verschlechterten Beziehungen Europas zu den USA die Wirtschaft des Kontinents negativ beeinflussen. Auch rechnet der Investor mit der weiteren Abwertung von Währungen von Schwellenländern.

Die Warnungen Soros’ kommen an einem Tag voller Turbulenzen an Europas Börsen. So hat das Scheitern der Koalition der beiden populistischen Parteien in Italien, Lega und Fünf-Sterne-Bewegung, Devisen-, Aktien- und Anleihemärkte massiv belastet. Investoren und Beobachter fürchten, dass das politische Chaos in Rom in einer Abstimmung über den Verbleib Italiens in der Europäischen Union und schlimmstenfalls in einem „Italexit“ – dem Austritt Italiens aus der Euro-Zone – münden könnte.

Deshalb beeilten sich die Anleger, sich von den risikobehafteten Anlagen zu trennen: So rutschte der Euro-Kurs am Dienstag unter die Marke von 1,16 US-Dollar und damit auf den niedrigsten Stand seit Sommer vergangenen Jahres.

Die Renditen für zweijährige italienische Staatsanleihen stiegen auf das höchste Niveau seit 2012, als die Euro-Schuldenkrise im Gange war und die Märkte gegen Südeuropa spekulierten. Die Renditen für die zehnjährigen italienischen Staatsanleihen überschritten die Drei-Prozent-Marke und lagen damit so hoch wie seit 2014 nicht mehr.

An den Aktienmärkten ging es ebenfalls bergab. Der Dax verlor bis zu zwei Prozent. Vor allem Bankenwerte büßten an Wert ein. So verlor der italienische Bankenindex 5,6 Prozent. Bankaktien wie Ubi Banca, Unicredit oder Intesa Sanpaolo büßten bis zu sieben Prozent ein.

Im Dax verloren die Aktien der Deutschen Bank knapp vier Prozent und rutschten damit unter die Zehn-Euro-Marke. Neben hausgemachten Problemen sorgte vor allem die Furcht vor einem Wiederaufflammen der Euro-Krise dafür, dass sich die Anleger von dem Papier trennten.

Mit Material von Bloomberg

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4 Kommentare zu "Crash-Warnung: Starinvestor Soros ist besorgt – „Die nächste große Finanzkrise braut sich zusammen“"

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  • Herr Soros mit seinen Börsenspekulationen und politischen Agitationen gegen demokratisch gewählte Regierungen ist die wahre Gefahr für uns Europäer.

  • Soros, der als Flüchtling vor dem deutschen Faschismus mal in NYC landete, hat unglaublich viel für Bürgerrechte und unabhängige Medien, die Förderung einer demokratischen Kultur etc weltweit getan.
    Ich bin froh, dass er sich zu Wort meldet, da im Strom nationalistischen Wahnsinns wie in Italien soviele Andere nicht gehört werden und er eine Stimme der Vernunft ist, mit klarer Intuition für die sozialen Folgen von Politik.
    Was Devisenspekulation angeht, so kann man das meinetwegen kritisch sehen, aber die Tatsache ist, dass jeder Händler irgendwo auf der Welt, der exportiert, zwangsläufig zum Devisenspekulant wird, sich bei größeren Aufträgen auch mit Währungsoptionen versorgt.
    Schon jemand, der mal ne Weile im Ausland studiert oder arbeitet, weiß, dass es bei Währungen auf das richtige Timing ankommt.
    Und der Markt ist im Moment, siehe Türkei, ein stärkeres Disziplinierungsinstrument gegen Tyrannen als die Politik!
    Soros hat viel dafür getan, die Hedgefonds-Krise 1996, die gerade in postsowjetischen und asiatischen Währungen zu Verwerfungen geführt hat, einzudämmen. Man sollte seine Bücher und Beiträge zur internationalen Finanzpolitik unbedingt lesen.

  • Recht hat er, der Herr Soros, Hein Bloed verkauft keine Flaschen an die Sammelstellen mehr und hortet Kronen-Coins. Man muß auf die Pleite gefasst sein und Naturalien sammeln, also Sachwerte, sagt Hein Bloed. Das hat er von seine Oma.

  • Einmal "Starinvestor" immer "Starinvestor"
    Soros ist ein Devisenspekulation der mittels Insiderinformationen kräftigst abkassiert.
    Ausserdem ist er ein Verbrecher, der weltweit über seine NGOs Wahlen manipuliert und versucht nicht genehme Regierungen zu stürzen, zuletzt in der Ukraine.

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