Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Händler in Frankfurt

Der Dax schließt am Freitag sehr hoch und kann die sechste Gewinnwoche in Folge verbuchen.

(Foto: Bloomberg)

Dax 04.05.2018 Dax setzt am späten Freitag zu Höhenflug an und schließt bei 12.821 Punkten

Trotz durchwachsener Bilanzen von BASF und BMW – der Dax kann die sechste Gewinnwoche in Folge verbuchen und schließt fast ein Prozent fester.
Update: 04.05.2018 - 17:39 Uhr 1 Kommentar

„Die Gewinne mitzunehmen ist diesen Sommer besonders attraktiv“

FrankfurtDer Dax kann die längste Gewinnfolge seit einem halben Jahr verbuchen nachdem der Dax bereits im Frühhandel deutlich besser lief als noch am Donnerstag. Er schließt deutlich über der 12.800er-Marke mit 12.812 Stellen. Das stellt ein Plus von 0,97 Prozent dar. Insbesondere der Euro, der weiterhin unter der wichtigen Marke von 1,20 Dollar liegt, hat schon mehrere Wochen starken Einfluss auf den Deutschen Aktienindex: „Der schwache Euro ist ein unterstützender Faktor für den Dax, da die deutschen Produkte im Ausland billiger werden“, sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. Analysten gingen davon aus, dass der starke US-Arbeitsmarkt den Dollar stärken und den Euro schwächen könnten – letzterer hat sich aber wenig beeinflussen lassen. Trotzdem könnte sich der Trend fortsetzen.

Auch die anderen deutschen Indizes konnten profitieren, wenn auch nicht massiv: Der Technologie-Index TecDax legt 0,2 Prozent zu und notiert bei 2697 Stellen. Der MDax kann 0,5 Prozent Plus verbuchen und liegt nun bei 26.379 Zählern.

Auch der europäische Index EuroStoxx 50 profitiert: Er kann um 0,5 Prozent zulegen und notiert 3547 Punkte.

Mehrere Unternehmen haben am Freitag ihre Quartalszahlen vorgelegt. BASF kann auf dem Parkett 1,2 Prozent zulegen. Der Chemiekonzern profitierte im ersten Quartal von einem starken Basischemikalien- sowie Öl- und Gasgeschäft, litt aber unter einem starken Euro. Der operative Gewinn (Ebit) vor Sondereinflüssen stieg im ersten Quartal um zwei Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. Die Erlöse gingen um ein Prozent auf 16,6 Milliarden Euro zurück.

Bei BMW sind die Ergebnisse durchwachsen: Der Vorsteuergewinn geht leicht auf 3,2 Milliarden Euro zurück, die Rendite verbessert sich aber auf 9,7 Prozent. Die Investitionen in Elektromobilität und autonomes Fahren bremsen den Gewinn – die Bayrischen Motorenwerke verlieren 0,6 Prozent an der Börse.

Der Betriebsgewinn (Ebitda) vor Sondereinflüssen des Spezialchemiekonzerns Lanxess stieg um 14 Prozent auf 375 Millionen Euro an. Ein wichtiger Faktor dabei ist die Übernahme des US-Konkurrenten Chemtura, durch den sich der Umsatz im Addiditiv-Geschäft mehr als verdoppelt habe. „Lanxess ist weiter voll auf Kurs", so Vorstandschef Matthias Zachert.

Der Autozulieferer und Rüstungskonzern Rheinmetall kann volle Auftragsbücher vorlegen. Das Bestellvolumen konnte im Vorjahresvergleich um 40 Prozent steigern. Daraufhin legte es im MDax starke 5,5 Prozent zu.


Auch am Freitag listete der Titel von Vonovia teilweise mit 1 Prozent Verlust, konnte sich jedoch stabilisieren und am Ende des Tages 0,4 Prozent zulegen. Der Immobilienkonzern konnte zwar einen Gewinnanstieg verbuchen, der überzeugte die Anleger jedoch nicht. Insbesondere die Einkaufstour des Unternehmens ist umstritten: Nach zwei Übernahmen in Österreich und einer strategischen Partnerschaft in Frankreich, entschloss sich der Immobilienkonzern nun auch auch den schwedischen Konzern Victoria Park zu übernehmen. Über Investoren konnte Vonovia die notwendigen 900 Millionen Euro organisieren.

Der große Gewinner bleibt weiterhin Infineon: Der Halbleiterhersteller präsentierte eine positive Bilanz und konnte das Segmentergebnis um 7 Prozent auf 314 Millionen Euro steigern. Analysten hatten mit nur 298 Millionen Euro gerechnet. Infineon kann damit teilweise über 2,6 Prozent an der Börse zulegen.

Der Handelsstreit zwischen China und den USA hat sich deutlich auf die asiatischen Aktienmärkte ausgewirkt. Die Börsen in Schanghai, Hongkong und Singapur mussten Verluste von bis zu 0,8 Prozent verkraften. Nur der japanische Aktienmarkt blieb wegen eines Feiertags geschlossen. Am Donnerstag und Freitag befand sich eine Delegation der USA in China, um über die Strafzölle zu verhandeln. Die Ergebnisse sollen allerdings ohne erkennbares Ergebnis abgeschlossen worden sein. Laut Wall Street Journal forderten die USA, dass China sein Handelsungleichgewicht bis 2020 um 200 Milliarden Dollar reduzieren solle, außerdem einen Stopp von Subventionen für High-Tech-Firmen und eine Senkung der Zölle auf das Niveau der USA oder darunter. Laut Reuters bot China an, die Importzölle auf Autos zu senken und den Import von US-Waren zu steigern.


Hier geht es zur Seite mit dem Dax-Kurs, hier gibt es die aktuellen Tops & Flops im Dax. Aktuelle Leerverkäufe von Investoren finden Sie in unserer Datenbank zu Leerverkäufen.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • rtr
  • dpa
Startseite

Mehr zu: Dax 04.05.2018 - Dax setzt am späten Freitag zu Höhenflug an und schließt bei 12.821 Punkten

1 Kommentar zu "Dax 04.05.2018: Dax setzt am späten Freitag zu Höhenflug an und schließt bei 12.821 Punkten"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Diese oder ähnliche Meldungen lese ich seit Jahren. Das wird nix mehr, das alte Tier in einem maroden Europa hat keine Chance auf Heilung.