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Dax 06.02. Die Talfahrt geht weiter

Am Tag nach dem US-Börsensturz verzeichnet der deutsche Leitindex weitere Einbußen – und geht mit einem Minus von 2,3 Prozent aus dem Handel.
9 Kommentare

„Das Tempo, mit dem es nach unten geht, ist überraschend“

DüsseldorfDer Einbruch an den US-Aktienmärkten sorgte am Dienstag für Verluste an den europäischen Börsen. Bei Markteröffnung verzeichnete der Dax ein deutliches Minus von 3,6 Prozent, konnte seine Verluste im Handelsverlauf aber eindämmen und schloss mit einem Minus von 2,3 Prozent. In der zweiten Reihe der Frankfurter Börse ging es für den MDax um 1,9 Prozent bergab. Der TecDax büßte 2,9 Prozent ein. Der paneuropäische EuroStoxx 50 verlor 2,5 Prozent.

Analyst Dirk Gojny von der Essener National-Bank wertete die aktuellen Kursverluste als Gewinnmitnahmen, deren Deutlichkeit die Anleger allerdings auf dem falschen Fuß erwischt habe. „Man hatte sich daran gewöhnt, dass sich Ausschläge in Grenzen halten.“ Auslöser des aktuellen Ausverkaufs seien Ängste vor einer rascheren US-Zinserhöhungen, sagte Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen.

Auch im Volatilitätsindex VDax spiegelte sich diese Unruhe wider: Das Barometer stieg um 32,8 Prozent.

Diese Aktien trotzen dem Kurssturz an den Börsen

DEUTSCHE POST AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005552004
Börse
L&S

+0,02 +0,06%
+26,77€
Chart von DEUTSCHE POST AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Deutsche Post – Dax
1 von 5

An der Dax-Spitze notierte am Dienstag die Deutsche Post mit einem zeitweisen Plus von 0,7 Prozent. Nach Kursverlusten zu Handelsbeginn gelang den Aktien rasch eine Wiedereroberung der 200-Tage-Linie, bei etwa 36,20 Euro. Die Linie gilt als wichtiger Maßstab für einen längerfristigen Kurstrend. Womöglich hofften Anleger auch auf einen positiven Abschluss der laufenden Tarifverhandlungen, hieß es aus Händlerkreisen.

STEINHOFF INTERNATL HLDGS N.V. AANDELEN OP NAAM EO -,50

WKN
ISIN
NL0011375019
Börse
L&S

+0,00 +1,61%
+0,12€
Chart von STEINHOFF INTERNATL HLDGS N.V. AANDELEN OP NAAM EO -,50
Steinhoff – MDax
2 von 5

Die Scheine der Steinhoff International Holdings verzeichneten ein zeitweises Plus von knapp 2 Prozent und führten damit den MDax an. Der Möbelhändler, der derzeit in einen Bilanzskandal verwickelt ist, profitiert vor allem von der Überschreitung wichtiger charttechnischer Marken um 0,40 Euro.

INTESA SANPAOLO S.P.A. AZIONI NOM. O.N.

WKN
ISIN
IT0000072618
Börse
L&S

+0,01 +0,64%
+2,02€
Chart von INTESA SANPAOLO S.P.A. AZIONI NOM. O.N.
Intesa Sanpaolo – EuroStoxx
3 von 5

Die Anteilsscheine des im paneuropäischen EuroStoxx gelisteten Kreditinstituts Intesa Sanpaolo gewannen zeitweise 1,2 Prozent. Die Bank profitiert von Sondererträgen im vierten Quartal 2017.

TRIPADVISOR INC. REGISTERED SHARES DL -,001

WKN
ISIN
US8969452015
Börse
L&S

+0,60 +1,25%
+48,28€
Chart von TRIPADVISOR INC. REGISTERED SHARES DL -,001
Tripadvisor – S&P 500
4 von 5

In der zweiten Reihe der New Yorker Börse trotzte am Montag die Touristikwebsite Tripadvisor der schlechten Börsenstimmung. Die Aktien des Unternehmens notierten bei Handelsschluss mit 3,7 Prozent deutlich im Plus – und damit an der Spitze des S&P 500. In jüngster Zeit hatte Tripadvisor die verstärkte Konkurrenz durch AirBnB zu schaffen gemacht. Vom plötzlichen Kursanstieg zeigten sich auch Analysten überrascht.

CHURCH & DWIGHT CO. INC. REGISTERED SHARES DL 1

WKN
ISIN
US1713401024
Börse
L&S

+0,16 +0,27%
+58,21€
Chart von CHURCH & DWIGHT CO. INC. REGISTERED SHARES DL 1
Church & Dwight – S&P 500
5 von 5

Church & Dwight ist einer der führenden Produzenten von Haushaltsgütern in den USA. Am Montag ging das Unternehmen mit einem Plus von 2,4 Prozent aus dem Handel. Der Grund: Ein Gewinn von 405,6 Millionen US-Dollar im vierten Quartal 2017, mehr als Analysten erwartet hatten.

Milan Cutkovic allerdings, Analyst vom Handelshaus AxiTrader, erkannte nur schwerlich Anzeichen, die auf eine beginnende Korrektur hindeuten würden. „Die laufende Berichtssaison konnte bisher insgesamt überzeugen und die US-Konjunktur sowie die Wirtschaft in der Euro-Zone zeigen bisher keine Zeichen der Schwäche.“ Auch die Ergebnisse des Handelsblatt-Sentiment stützen die Annahme, dass die Verunsicherung der Anleger lediglich von kurzer Dauer sein dürfte.

Nichtsdestotrotz mussten im Dienstagshandel fast alle Dax-Konzerne Federn lassen. Besonders heftig traf es dabei die Finanztitel. Der Rückversicherer Munich Re, der an diesem Dienstag die Eckpunkte seiner Jahresbilanz vorstellte, verlor 5,3 Prozent. Weil tropische Wirbelstürme das Unternehmen allein 2,7 Milliarden Euro kosteten, blieb am Ende des vierten Quartals ein Überschuss von lediglich 392 Millionen Euro bestehen – 85 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die Commerzbank zählte, mit einem Minus von 4,5 Prozent, genauso zu den Verlierern wie die Deutsche Bank mit einem Minus von 3,6 Prozent. Einzig die Deutsche Post wusste dem Abwärtstrend der Deutschen Börse zeitweise zu trotzen. Nach Kursverlusten zu Handelsbeginn gelang den Aktien des Logistikunternehmens rasch eine Wiedereroberung der 200-Tage-Linie, bei etwa 36,20 Euro. Die Linie gilt als wichtiger Maßstab für einen längerfristigen Kurstrend. Schlussendlich gingen die Papiere aber mit einem Minus von 0,11 Prozent aus dem Handel.

In der Gunst der Anleger standen am Dienstag vor allem Anleihen, da diese als besonders verlässlich gelten. Mit 2,8 Prozent notierte die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen zeitweise so hoch wie seit vier Jahren nicht mehr. Zehnjährige Bundesanleihen verzeichneten eine zeitweise Rendite von 0,7 Prozent. Der „sichere Hafen Gold“ hingegen war an den Märkten nur mäßig gefragt.

Bei Markteröffnung in den Vereinigten Staaten zeigte sich derweil: Der Kurssturz ist noch nicht abgewendet. Zu Handelsbeginn lagen alle drei wichtigen Indizes zwar erneut im Minus, drehten dann aber zeitweise ins Plus. Es folgte ein Tanz um die Nulllinie. Der Dow Jones notierte bei Handelsschluss in Deutschland 0,1 Prozent im Minus. Die zweite New Yorker Reihe, der S&P 500, verlor 0,4 Prozent. Der Technikwerte-Index Nasdaq gab um 0,2 Prozent nach.

„Für einige ist das niedrigere Kursniveau durchaus attraktiv für den Wiedereinstieg“, sagte ein Börsianer. „Es ist schwer zu sagen, ob der Ausverkauf heute noch weiter geht“, erläuterte Scott Brown, Chef-Ökonom beim Vermögensberater Raymond James.

Hier geht es zur Seite mit dem Dax-Kurs, hier gibt es die aktuellen Tops & Flops im Dax. Aktuelle Leerverkäufe von Investoren finden Sie in unserer Datenbank zu Leerverkäufen.

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9 Kommentare zu "Dax 06.02.: Die Talfahrt geht weiter"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Merkel kann den DAX mit nur 10 Fingerspitze in einer Konstellation von jeweils 5 gegenüberliegenden anheben.

    Wir schaffen das.

  • Wer heute kein Schnäppchen machen kann, ist ein Schläfer erster Klasse. Es lebe der Maschinenhandel, die Stops-Los, der Limit-Stops und die Dummheit.

  • Die Berichterstattung ist doch wie immer maßlos überzogen. Dass sich der DAX seit der 2009er Finanzkrise in der Spitze verdreifacht hat, wird als normal hingenommen, wenn dann eine verhältnismäßig lächerliche Korrektur von bis dato nicht einmal 10% eintritt, wird gleich ein Untergangsszenario herbeigeredet. Wir werden auch mal wieder 30-50%ige Rückgänge bekommen, das ist historisch normal.
    Den vernünftigen Anleger wird das kaum treffen, weil er Risiken streut, Liquidität vorhält und im Übrigen auch weiß, dass der Tagespreis einer Aktie erst einmal nichts mit inneren Wert des Unternehmens zu tun hat.

  • Bei aller Zuneigung zu den günstigen KGVs und Dividendenrenditen des DAX darf man nicht vergessen, dass wir in DEUTSCHLAND NUR EIN SPIELBALL AMERIKAS sind. Gegen nachmittag werden wohl die Amerikaner wieder leer verkaufen - lassen wir uns überraschen!
    Wer langfristig investiert ist im Vorteil - er genießt die Einsteigerkurse - und die schönen Dividenden bei günstigem KGV!

  • und btw, der S&P Future dreht wieder in Richtung Süden

  • @Herr Max von Schenckendorff , Ja, aber das Problem taucht aus USA auf und schwappt herüber. Die USA haben schon viel eher mit QE (sagen wir Gelddrucken in großem Sti) angefangen. Europa hat doch erst später damit angefangen. in den USA ist die Blase viel größer und voller. Wenn nicht sicher ist wie sich die Aktienmärkte weiterentwickeln ist erst mal Gewinnsicherung des bisher erreichten angesagt und Warten am Seitenrand mit cash und gern auch 2-3 % auf treasuries mtnehmen. Warum also in USA weiter investiert sein.
    Trumps Steuerreform bringen für den Staat USA signifikant weniger Einnahmen, er muß sich schneller und noch stärker verschulden. Das bei steigenden Zinsen, geht das gut ?

  • Hallo,

    ich persönlich halte nicht viel davon derzeit von einem "Absturz" zu sprechen. Eine derartige Korrektur gibt es doch immer wieder. Klar das derzeit die Leute etwas verunsichert sind und erst mal Gewinn sichern. Sobald die Notenbanken wieder für Entspannung sorgen werden die Kurse wieder steigen. Gerade in Europa kann doch keiner an einem sprunghaften Anstieg der Zinsen glauben, da sofort ein paar europäische Länder in Schwierigkeiten geraten könnten und ein Abwürgen der Konjunktur nicht das Ziel sein wird.
    Gerade Europa ist im Focus der Anleger, da wir im Konjunkturzyklus Amerika noch hinterherhinken. Hier warten doch Alle darauf wieder günstiger einzusteigen.
    Bin aber sehr gespannt auf die anderen Kommentare und wünsche eine schöne Restwoche.

  • In USA und Japan gingen die Börsen stärker abwärts - dort sind die fundamentalen Daten der Aktien wie Kurs - Gewinn - Verhältnis nicht so gut wie in Deutschland.
    Wie soll man bei einem KGV von unter 10 und einer Dividendenrendite über 3% Aktien verkaufen? Macht keinen Sinn. Es sind eher Einstiegskurse - und es gibt wirklich viele schöne Aktien im DAX, die immer noch günstig sind!

  • Es war fast schon fast wie Alice im Wunderland. Alles steigt, "alles wird besser", "diesmal ist es anders".

    Der nächste Crash kommt bestimmt, vielleicht nicht in 6 Monaten, vielleicht aber schon in 2.

    Dieses System wird spätestens dann kollabieren, wenn die Gesellschaft gar keine mehr ist.

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