Deutscher Leitindex

Am Dienstag hatte der Dax mit 12.787 Punkten knapp im Plus geschlossen.

(Foto: Bloomberg)

Dax 06.06.2018 Dax hält sich mühsam im Plus

Deutsche Aktienanleger zeigten am Mittwoch wenig Kauflaune. Zum Börsenschluss liegt der deutsche Leitindex dennoch leicht im Plus.
Update: 06.06.2018 - 18:06 Uhr Kommentieren

FrankfurtFür den Dax ging es am Mittwoch kaum voran. Nach einem Handelstag ohne Impulse lag das deutsche Aktienbarometer am Ende 0,3 Prozent im Plus und schließt bei 12.830 Punkten. Ebenso wie bereits am Dienstag hatten schwindende Hoffnungen auf eine Lösung des Handelsstreits mit den USA die Kauflust der Anleger gedämpft.

Der MDax ,78 +0,5 TecDax 2.842,13 +0,4 SDax 12.601,75 -0,2 EuroStoxx50 3.460,12 +0,1Der MDax der 50 mittelgroßen Werte legte um 0,5 Prozent auf 26.808 Zähler zu. Das Technologiewerte-Barometer TecDax gewann um 0,4 Prozent auf 2.842 Punkte. Für den SDax ging es 0,2 Prozent abwärts auf 12.602 Punkte. Der Leitindex der Euro-Zone EuroStoxx 50 machte 0,1 Prozent auf 3.460 Punkte gut.

„Vor dem G7-Treffen am Freitag ist der Risikoappetit der Anleger eher gering. Es bleibt abzuwarten, ob sich US-Präsident Donald Trump kompromissbereit zeigt oder weiterhin auf Konfliktkurs bleibt“, sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. In den USA hatten die Technologiewerte am Dienstag neue Kursrekorde verbucht.

Am Donnerstag zeigten sich die US-Anleger zum Börsenstart allerdings auch zurückhaltend.

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Die Vorbereitungen zu erwähntem G7-Gipfel laufen. Die Befürchtung ist, die Differenzen zwischen US-Präsident Donald Trump und den sechs weiteren westlichen Staaten – Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan und Kanada – könnten dort weiter aufbrechen. Am Montag hatte Trump China und Kanada Handelsbarrieren auf Agrarprodukte vorgeworfen.

Die EU rechnet nach eigenen Angaben nicht mit einer Einigung im Handelsstreit. Vor diesem Hintergrund bekommen unter anderem auch die US-Handelsbilanzzahlen für April wieder mehr Bedeutung.

Maschinen- und Anlagenbauer stehen heute im Fokus

Bei den Einzelwerten in Deutschland stachen am Mittwoch unter anderem der Börsen-Neuling Siemens Healthineers hervor. Dessen Aktien gaben anfängliche Gewinne von bis zu 1,9 Prozent wieder ab und schlossen gut 0,6 Prozent im Plus. Die Siemens-Medizintechniksparte zieht demnächst in den TecDax ein.

Auch die Vermögensverwaltung der Deutschen Bank – Aufsteigerkandidat für den SDax, den Index der kleineren Unternehmen – konnte ihre Eröffnungsgewinne nur kurz halten: Die DWS-Papiere schließen leicht im Minus.

Mit einem Kursgewinn von 2,8 Prozent gehörten Fresenius-Titel zu den Gewinnern im Dax. Zuvor hatte das Analysehaus Kepler Cheuvreux das Kursziel angehoben.

Wieder auf Erholungskurs gingen auch die Papiere der Deutschen Bank. Sie verbuchten zeitweise ein Plus von zwei Prozent. Allerdings warnten Börsianer, dass die Aktien weiter angeschlagen blieben. Noch in diesem Monat wird die US-Notenbank Fed das Ergebnis eines Stresstests für das US-Geschäft des größten deutschen Geldhauses veröffentlichen. Bank-Chef Christian Sewing erklärte, den Sparkurs konsequent fortzusetzen.

Unerwarteter Dax-Spitzenreiter waren die Aktien der Commerzbank. Die Titel des Geldhauses legten um 4,5 Prozent zu und holten damit die Verluste vom Dienstag wieder auf.

Dürr-Aktien schnellten nach der Ankündigung einer Übernahme in den USA mit plus vier Prozent an die Spitze des MDax und gingen dann mit knapp zwei Prozent im Plus aus dem Handel.. Der Maschinenbauer hatte mitgeteilt, das Umwelttechnikgeschäft des US-Unternehmens Babcock & Wilcox für 110 Millionen Euro kaufen zu wollen.
Ein Minus über sieben Prozent auf 104,40 Euro verzeichneten die Sixt-Aktien in Reaktion auf eine Privatplatzierung. Händler verwiesen auf den Verkauf der Papiere zum Preis von je 102 Euro durch den Firmengründer Erich Sixt. „Das ist ein ziemlich großer Abschlag, kein Wunder also, dass Anleger da mal Kasse machen.“ Die Sixt-Aktien haben seit Jahresbeginn per Dienstagabend über 50 Prozent gewonnen und sind damit immer noch bester SDax-Wert.

Auch in New York sind viele Anleger auf der Hut. Sie zeigen sich durch die härtere Gangart zwischen den USA und ihren Verbündeten verunsichert. In Reaktion auf US-Zölle für Stahl und Aluminium will die EU ab Juli ihrerseits Strafzölle für ausgesuchte US-Importe – von Orangensaft bis hin zu Bourbon-Whiskey – verhängen.

In Tokio zog der Nikkei-Index am Mittwoch um 0,4 Prozent auf 22.629 Zähler an. Der chinesische Shanghai Composite fiel um 0,1 Prozent auf 3110 Punkte.

Am Devisenmarkt stieg der Euro um mehr als einen halben US-Cent auf 1,1780 Dollar. Anleger setzten darauf, dass die EZB bei ihrer Ratssitzung nächste Woche über ein Auslaufen der Anleihekäufe beraten wird. Genährt wurden diese Spekulationen von Aussagen einiger EZB-Vertreter.

Mit Material von Reuters und dpa.

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