Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Dax 20.2. Der Dax kämpft sich mit Mühe ins Plus

Der deutsche Leitindex behauptet seine anfänglichen Gewinne und schließt leicht im Plus. Autowerte standen auf der Verliererseite.
5 Kommentare

„Anleger befürchten weitere Korrekturen“

FrankfurtDer Dax kämpft weiter um eine stabilere Erholung. Wie schon tags zuvor gab der deutsche Leitindex am Dienstag seine anfänglichen Gewinne zunächst schnell wieder ab und drehte erst am Nachmittag in einem mühsamen Zickzackkurs wieder ins Plus. Zum Ende des Handelstages schloss das deutsche Börsenbarometer 0,8 Prozent im Plus bei 12.488 Punkten.

Als Dax-Stütze erwies sich der schwächelnde Euro-Kurs, der die Produkte deutscher Unternehmen für Käufer außerhalb des Währungsraums tendenziell verbilligt. Im Tief fiel die Gemeinschaftswährung bis auf 1,2320 Dollar. Am späten Nachmittag waren es dann 1,2345 Dollar. Das war rund ein halber Cent weniger als im asiatischen Handel.

Von der Wall Street indes kamen wenig positive Impulse. Nach dem Feiertag am Montag eröffneten die New Yorker Börse leicht im Minus. Belastend wirkte sich unter anderem der Anstieg der Renditen für kurzlaufende Staatsanleihen aus. Die Rendite der zweijährigen US-Staatspapiere erreicht mit 2,22 Prozent den höchsten Stand seit dem 12. September 2009. Damit liegt sie auf dem Stand kurz vor der Pleite der US-Bank Lehman Brothers. Das US-Schatzamt plant, über 250 Milliarden Dollar an Geldmarktpapieren und Treasuries an den Markt zu bringen.

Etwas besser als der Dax hielten sich am Dienstag die anderen deutschen Aktienindizes: Der MDax der mittelgroßen Unternehmen stieg um 0,9 Prozent auf 26.299 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax gewann 1,1 Prozent auf 2.592 Punkte. Der Euro-Zonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 0,8 Prozent auf 3.436 Zähler.

Neben einigen Unternehmenszahlen schauten die Anleger zunächst auf heimische Konjunkturdaten und den ZEW-Index. Börsianer blicken demnach zuversichtlicher als gedacht auf die deutsche Wirtschaft. Das Barometer für ihre Konjunkturerwartungen im kommenden halben Jahr sank im Februar nur leicht um 2,6 auf 17,8 Punkte, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag zu seiner monatlichen Umfrage unter 211 Analysten und Anlegern mitteilte. Das ZEW sprach von einem „Rückgang auf hohem Niveau“. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem stärkeren Absinken auf 16,0 Zähler gerechnet.

Der Indikator für die Beurteilung der Konjunkturlage sank ebenfalls nur leicht um 2,9 auf 92,3 Zähler. „Die neuen Umfrageergebnisse zeigen für Deutschland weiterhin einen unverändert positiven Ausblick“, sagte ZEW-Präsident Achim Wambach. Die sehr gute Entwicklung der Weltkonjunktur sowie des privaten Konsums seien wichtige Stützpfeiler des deutschen Wirtschaftswachstums.

Der ZEW-Index könnte einen Vorgeschmack auf den am Mittwoch erwarteten Einkaufsmanager-Index und den am Donnerstag anstehenden Ifo-Geschäftsklima-Index geben.

Auch die Volkswirte der Bundesbank bescheinigen der Wirtschaft weiterhin ein hohes Wachstumstempo. Sie verweisen auf die ausgezeichnete Auftragslage der Industriebetriebe sowie die anhaltend gute Stimmung. „Der Kampf zwischen Bullen und Bären ist noch nicht entschieden“, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. „In welche Richtung es von hier aus geht, ist aktuell nicht vorhersehbar.“ An der Börse stehen die Bullen für die Optimisten und die Bären für die Pessimisten.

Im Fokus der Anleger standen einige Unternehmenszahlen. Heidelberg Cement-Aktien profitierten vom Lob einiger Beobachter über das operative Ergebnis (Ebitda) des Baustoffproduzenten im vierten Quartal sowie das angehobene Ziel für die Synergieeffekte nach der Übernahme von Konkurrent Italcementi.

Gefragt waren zunächst auch die Papiere von Pro Sieben Sat 1: Insidern zufolge will der Finanzinvestor General Atlantic eine Minderheitsbeteiligung an der Digital-Sparte der TV-Senderkette übernehmen. Der veranschlagte Gesamtwert des Geschäftsbereichs sei mit 1,7 Milliarden Euro höher als gedacht, sagte ein Aktienhändler. Im Verlauf des Tages gaben die Papiere ihre Gewinne aber weitgehend wieder ab.

Im MDax, dem Index der mittelgroßen Unternehmen, zählte Covestro zu den Favoriten unter den Aktienwerten. Der Kurs legte zeitweise um mehr als drei Prozent zu. Der Kunststoff-Hersteller steigerte den operativen Gewinn überraschend stark auf 879 Millionen Euro. Positiv sei außerdem der Ausblick, sagte ein Börsianer. Covestro stellt ein stabiles Ergebnis in Aussicht. Analysten hatten bislang mit einem Rückgang gerechnet.

Auf der Verliererseite standen am Dienstag insbesondere Autowerte. Die negativen Schlagzeilen zum Thema Diesel und die am Donnerstag anstehende Entscheidung des Leipziger Bundesverwaltungsgerichts über die Zulässigkeit von Fahrverboten drückten auf die Stimmung. Anleger verkauften Aktien der großen deutschen Hersteller. So avancierten Volkswagen, Daimler und BMW zu den Tagesverlierern im Dax und im Euro Stoxx 50.

Das ist das Warren-Buffett-Portfolio – von Apple bis Walmart

APPLE INC. REGISTERED SHARES O.N.

WKN
ISIN
US0378331005
Börse
FSE

+1,28 +0,71%
0,00€
Chart von APPLE INC. REGISTERED SHARES O.N.
Apple
1 von 45

Aufgestockt (1/4)

Warren Buffetts Konglomerat Berkshire Hathaway ist seit dem ersten Quartal 2016 Aktionär des Technologiekonzerns Apple – und das, obwohl Buffett als Skeptiker gegenüber Technologiewerten gilt. Der Star-Investor hatte seine Beteiligung in den vergangenen Quartalen kontinuierlich aufgestockt. Offenbar ist der Investor zufrieden mit dem Technologiekonzern aus dem Silicon Valley. Im vierten Quartal 2017 stockte er seinen Anteil um 23,3 Prozent auf. Dadurch bilden die Apple-Aktien mittlerweile die größte Beteiligung in dem Buffett-Konglomorat Berkshire.

Buffetts Anteile: 165,3 Millionen Stück
Veränderung im vierten Quartal 2017: plus 23,30 Prozent
Wert der Beteiligung: 27,97 Milliarden Dollar

Quelle aller Angaben:13-F-Pflichtveröffentlichungen bei der US-Börsenaufsicht SEC für das vierte Quartal 2017 (nur US-Aktien). Stand: 31. Dezember 2017, veröffentlicht am 14. Februar 2018.

BK OF NEW YORK MELLONCORP.,THE REGISTERED SHARES DL -,01

WKN
ISIN
US0640581007
Börse
FSE

-4,09 -8,69%
+43,12€
Chart von BK OF NEW YORK MELLONCORP.,THE REGISTERED SHARES DL -,01
Bank of New York Mellon
2 von 45

Aufgestockt (2/4)

Die zweitgrößte Investition im vierten Quartal 2017 erfolgte im Finanzsektor. Seine Beteiligung an der Aktie des Geldinstituts Bank of New York Mellon hat der Star-Investor um 21,08 Prozent aufgestockt. Im dritten Quartal des vergangenen Jahres legte er noch eine Pause ein, zuvor hatte in den beiden letzten Quartalen des Jahres 2016 und in den ersten beiden Quartalen 2017 die Aktie gekauft.

Buffetts Anteile: 60,818 Millionen Stück
Veränderung im vierten Quartal 2017: plus 21,08 Prozent
Wert der Beteiligung: 3,27 Milliarden Dollar

Monsanto

WKN
ISIN
US61166W1018
Börse
n. a.

Chart von Monsanto
Monsanto
3 von 45

Aufgestockt (3/4)

Der Zeitpunkt war günstig: Kurz vor der geplanten Übernahme durch den deutschen Chemieriesen Bayer stieg Buffett im vierten Quartal 2016 bei dem US-Saatgutkonzern Monsanto ein. Seine Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway kaufte damals acht Millionen Papiere des Konzerns und erhöhte im dritten Quartal 2017 seine Beteiligung um gut zehn Prozent. Und im vierten Quartal des vergangenen Jahres hat Buffett die Beteiligung um weitere 31,95 Prozent aufgestockt und besitzt damit knapp zwölf Millionen Aktien vom US-Konzern.

Buffetts Anteile: 11,708 Millionen Stück

Veränderung im vierten Quartal 2017: plus 31,95 Prozent

Wert der Beteiligung: 1,367 Milliarden Dollar

U.S. BANCORP REGISTERED SHARES DL -,01

WKN
ISIN
US9029733048
Börse
FSE

+0,37 +0,83%
+45,65€
Chart von U.S. BANCORP REGISTERED SHARES DL -,01
US Bancorp
4 von 45

Aufgestockt (4/4)

Nur geringfügig – um 2,35 Prozent – wurde die Beteiligung an der Bank US Bancorp erhöht. Bei dieser Position hatte es in den vergangenen Quartalen immer wieder ein leichtes Auf und Ab gegeben. Im dritten Quartal 2017 gab es noch keine Veränderung.

Buffetts Anteile: 87,05 Millionen Stück
Veränderung im vierten Quartal 2017: plus 2,35 Prozent
Wert der Beteiligung: 4,6 Milliarden Dollar

TEVA PHARMACEUTICAL INDS LTD. REG. SHS.(SP.ADRS)/1 IS-,10

WKN
ISIN
US8816242098
Börse
FSE

-0,10 -0,78%
+12,85€
Chart von TEVA PHARMACEUTICAL INDS LTD. REG. SHS.(SP.ADRS)/1 IS-,10
Teva
5 von 45

Neu gekauft

Der einzige Neuerwerb im vergangenen Quartal: Die Aktie der israelischen Teva Pharmaceutical Industries. Insgesamt kaufte Berkshire Hathaway 18,88 Millionen Aktien. Das war ein antizyklischer Kauf: Preisdruck bei Generika und verschärfter Wettbewerb im US-Markt haben dem israelischen Arzneimittelhersteller Teva zugesetzt. Im vergangenen Geschäftsjahr fiel deshalb ein operativer Verlust von 17,5 Milliarden Dollar an. Der Konzern ist die Muttergesellschaft des deutschen Herstellers Ratiopharm.

Buffetts Anteile: 18,9 Millionen Stück
Wert der Beteiligung: 358 Millionen Dollar

INTL BUSINESS MACHINES CORP. REGISTERED SHARES DL -,20

WKN
ISIN
US4592001014
Börse
FSE

+0,84 +0,68%
+124,48€
Chart von INTL BUSINESS MACHINES CORP. REGISTERED SHARES DL -,20
IBM
6 von 45

Reduziert (1/5)

Gemessen am Investmentvolumen gehörte der Software-Hersteller IBM einst zu den Lieblingen im Buffett-Portfolio. Doch das ist Geschichte. Fast alle IBM-Aktien flogen im vergangenen Quartal aus dem Depot. Bereits im ersten Quartal 2017 reduzierte die Gesellschaft ihre Beteiligung um gut ein Fünftel und legte im zweiten Quartal noch einmal nach. Im dritten Quartal trennte sich Buffett von einem weiteren knappen Drittel der Anteile.

Buffetts Anteile: 2,04 Millionen Stück
Veränderung im vierte Quartal 2017: minus 94,4 Prozent
Wert der Beteiligung: 314 Millionen Dollar

GENERAL MOTORS CO. REGISTERED SHARES DL -,01

WKN
ISIN
US37045V1008
Börse
FSE

+0,27 +0,75%
+35,83€
Chart von GENERAL MOTORS CO. REGISTERED SHARES DL -,01
General Motors
7 von 45

Reduziert (2/5)

Auch an der ehemaligen Muttergesellschaft des deutschen Automobilbauers Opel, General Motors, ist der Investor beteiligt. Allerdings ist die Höhe der Beteiligung zuletzt um knapp 17 Prozent gesunken. Noch im dritten Quartal 2015 hatte der Star-Investor seine Anteile um 22 Prozent deutlich aufgestockt und griff im zweiten Quartal 2017 noch einmal zu. Im dritten Quartal blieben die Anteile noch konstant.

Buffetts Anteile: 50 Millionen Stück
Veränderung im vierten Quartal 2017: minus 16,7 Prozent
Wert der Beteiligung: 2,05 Milliarden Dollar

Milliardenschwere Börsengänge sind in Deutschland selten, auch weil viele Bundesbürger Aktien misstrauen. Nun stehen erstmals seit langem wieder große Erstnotizen an. Zwei deutsche Großkonzerne wollen mit Geschäftsteilen aufs Börsenparkett.

So will die Deutsche Bank eine Minderheit ihrer Fondstochter DWS für geschätzt rund zwei Milliarden Euro an die Börse bringen. Und Siemens hat beschlossen, einen Teil der Medizintechnik-Sparte zu platzieren. Noch im März könnte es so weit sein. Mit sechs bis zehn Milliarden Euro Erlös könnte der Börsengang zum größten seit jenem der Telekom werden, der 1996 beim ersten Schritt umgerechnet zehn Milliarden Euro einspielte.

Die Vorzeichen stehen gut. Mit der Flut des billigen Geldes, seit Jahren steigenden Aktienkursen und der starken Weltwirtschaft ist der Risikohunger der Investoren immens. Im vergangenen Jahr schafften weltweit so viele Firmen den Sprung aufs Parkett wie seit 2007 nicht mehr.

Nach drei Gewinntagen in Folge haben Anleger in Asien die Bremse gezogen. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gab am Dienstag ein Prozent auf 21.925 Zähler nach. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,7 Prozent. Auch andernorts in Asien zogen sich Anleger zurück. „Ob die Börsen in Asien und Europa ihre Erholung fortsetzen können, hängt vor allem davon ab, wie die US-Märkte sich entwickeln“, sagte Analyst Masahiro Ichikawa vom Vermögensverwalter Sumitomo Mitsui Asset Management.

Am Montag war der Dax noch zurückgefallen – mit einem Minus von 0,5 Prozent auf 12.386. In der vergangenen Woche hatte der Leitindex dagegen mit Gewinnen von fast drei Prozent einen Teil der vorangegangenen Verluste aufgeholt.

Hier geht es zur Seite mit dem Dax-Kurs, hier gibt es die aktuellen Tops & Flops im Dax. Aktuelle Leerverkäufe von Investoren finden Sie in unserer Datenbank zu Leerverkäufen.

Beobachten Sie die Profis - und seien Sie vor Leerverkäufen gewarnt

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • HB
  • rtr
  • dpa
Startseite

Mehr zu: Dax 20.2. - Der Dax kämpft sich mit Mühe ins Plus

5 Kommentare zu "Dax 20.2.: Der Dax kämpft sich mit Mühe ins Plus"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.