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Dax-Tafel in Frankfurt

Frankfurt ist der wichtigste deutsche Börsenplatz.

(Foto: dpa)

Dax 31.08.18 Anleger fürchten Eskalation im Zollstreit – Dax knickt ein

Die Handelspolitik der USA hat auch am Freitag die Märkte belastet. Der Dax schließt ein Prozent im Minus. Bei einem Konzern kassierten die Anleger ab.
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Diese 10 deutschen Aktien haben jetzt das größte Kurspotenzial

DAX ®

WKN
ISIN
DE0008469008
Börse
Xetra

-96,42 -0,83%
Chart von DAX ®
Dax
1 von 11

Der bisherige August lief alles andere als erfreulich für Aktionäre deutscher Einzelwerte. Ganze fünf Prozent büßte der Dax seit Monatsanfang ein. Damit ist der starke Juni-Handel – die Frankfurter Standardwerte hatten vier Prozent zugelegt – schon wieder Geschichte. Doch mit jedem Kursrutsch bieten sich auch Einstiegsmöglichkeiten.

Eine Orientierung, bei welcher Aktie sich der Kauf lohnt, bietet der Analystencheck des Handelsblatts. In diesen fließen die Kommentare und Empfehlungen der wichtigsten Analysehäuser und Banken ein. Aktuelle Kommentare erhalten dabei eine höhere Gewichtung als ältere. Je weiter der aktuelle Kurs einer Aktie entfernt ist von ihrem Kursziel, umso mehr Potenzial hat diese mittelfristig.

Damit dieser Zusammenhang aber nicht nur ein rechnerischer ist, braucht es zusätzlich die gewichtete Empfehlung, sprich: wie viele aller Kommentare sind positiv. Auch hier hilft der Analystencheck.

INFINEON TECHNOLOGIES AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0006231004
Börse
Xetra

-0,07 -0,36%
+19,16€
Chart von INFINEON TECHNOLOGIES AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Infineon
2 von 11

Gewichtetes Kursziel: 26,72 Euro
Kurspotenzial: 26,6 Prozent
Gewichtete Empfehlungsrate: 93 Prozent

Den Reigen der Top Ten der chancenreichsten Dax-Titel eröffnet der Halbleiterhersteller aus Oberbayern. Die konjunktursensible Branche ist eine der ersten, die unter Druck gerät, wenn Trump im Handelskrieg mal wieder neue Maßnahmen androht. Zumal die Chiphersteller aufgrund der Digitalisierung von Fahrzeugen zunehmend abhängig von der Automobilbranche sind.

Diese hat zumindest aus Anlegersicht sehr schwierige Monate hinter sich – und vielleicht noch vor sich. Mittelfristig aber setzen Analysten auf ein Ende der Zoll-Turbulenzen. Über 90 Prozent der Experten heben bei Infineon ihren Daumen – die Zustimmung ist so hoch wie bei keinem anderen Dax-Papier bis auf Vonovia, das aufgrund seines relativ geringen Kurspotenzials aber keinen Platz in den Top Ten findet.

DEUTSCHE LUFTHANSA AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008232125
Börse
Xetra

-0,48 -2,35%
+19,95€
Chart von DEUTSCHE LUFTHANSA AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
Lufthansa
3 von 11

Gewichtetes Kursziel: 29,37 Euro
Kurspotenzial: 28,30 Prozent
Gewichtete Empfehlung: 88 Prozent

Die Kranichlinie ist einer der wenigen deutschen Dax-30-Werte, der in den vergangenen Wochen Kauflaune versprühte. Ein überraschend guter Geschäftsbericht für das zweite Quartal hielt die hohe Zahl positiver Kommentare weiterhin hoch. Zwar fallen die steigenden Energiepreise ins Gewicht, doch von der daraus resultierenden Konsolidierung der Branche dürfte die Lufthansa langfristig profitieren, befindet etwa ein Kommentar der NordLB. Mit 88 Prozent gewichteter Empfehlung ist die Fluglinie eins der unter Profis beliebtesten Papiere im Dax.

BASF SE NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000BASF111
Börse
Xetra

-0,82 -1,21%
+66,68€
Chart von BASF SE NAMENS-AKTIEN O.N.
BASF
4 von 11

Gewichtetes Kurspotenzial: 99,75 Euro
Kurspotenzial: 28,6 Prozent
Gewichtete Empfehlung: 82 Prozent

Auch die Aktien des weltgrößten Chemiekonzerns sind ins Stocken geraten. Zwar konnten die Zahlen im zweiten Quartal dank des stärkeren Öl- und Gasgeschäfts weiter zulegen, doch waren die Ludwigshafener auch wegen Währungseffekten und schwachen Renditen in der Spezialchemie etwas hinter den Erwartungen geblieben.

Das ohnehin widrige Marktumfeld und die angespannten Marktreaktionen zu Bayer erhöhten den Druck auf die Performance des Titels zusätzlich. Dennoch sprechen sich 60 Prozent der Analysen für einen Kauf aus.

HEIDELBERGCEMENT AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0006047004
Börse
Xetra

-1,58 -2,40%
+64,16€
Chart von HEIDELBERGCEMENT AG INHABER-AKTIEN O.N.
Heidelberg-Cement
5 von 11

Gewichtetes Kursziel: 90,75 Euro
Kurspotenzial: 31,2 Prozent
Gewichtete Empfehlung: 80 Prozent

Der eher selten im Fokus stehende Baustofffabrikant kann das Börsenparkett im laufenden Jahr bisher nicht überzeugen. Mit 20 Prozent Abschlag läuft die Aktie deutlich schlechter als der Gesamtmarkt. Zuletzt geriet das Wachstum der Heidelberger ins Stocken, Analysten verweisen etwa auch auf die abnehmende Konjunktur in Schwellenländern.

In Aussicht gestellte höhere Dividenden blieben ungehört. Langfristig aber sehen die Analysehäuser nach der schlechten Performance noch deutliches Kurspotenzial. Mehr als die Hälfte der Anlageprofis rät zum Kauf, die andere hält sich zurück, für einen Verkauf spricht sich im Handelsblatt-Analystencheck derzeit niemand aus. Positiv dürfte ein Insider-Deal sein: Finanzvorstand Lars Näger kaufte Aktien des Baustofffabrikanten für knapp 208.000 Euro.

DAIMLER AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007100000
Börse
Xetra

-0,45 -0,87%
+51,26€
Chart von DAIMLER AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Daimler
6 von 11

Gewichtetes Kursziel: 73,28 Euro
Kurspotenzial: 34 Prozent
Gewichtete Empfehlung: 58 Prozent

Einen Konzernumbau hin zu einer Holding verkündete kürzlich auch Daimler-Chef Dieter Zetsche. Der radikale Schritt soll ein Ausrufezeichen setzen, nachdem ein um 30 Prozent gefallender Gewinn die jüngste Bilanzvorlage zur großen Enttäuschung werden ließ. Das Stimmungsbild unter Analysten ist uneinheitlich: Der Handelsblatt-Analystencheck ermittelt eine gewichtete Empfehlungsrate von 58 Prozent – nach der Commerzbank einer der schlechtesten Werte im Dax. Anleger sollten trotz des hohen Kurspotenzials von Automobilaktien überzeugt sein.

CONTINENTAL AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005439004
Börse
Xetra

-0,20 -0,14%
+140,70€
Chart von CONTINENTAL AG INHABER-AKTIEN O.N.
Continental
7 von 11

Gewichtetes Kursziel: 241,41 Euro
Kurspotenzial: 32,4 Prozent
Gewichtete Empfehlung: 82 Prozent

Das Börsenjahr 2018 ist bislang kein Jahr der europäischen Autobauer. Der Handelsstreit, der zwischen Washington, Brüssel und Peking immer wieder angeheizt wird, schreckt die Anleger von Investments ab. Die Unsicherheit erfasst auch die Zulieferer. In den vergangenen zwei Monaten verloren die Conti-Aktien knapp 18 Prozent.

Dabei trotzen die Hannoveraner dem Trend der abnehmenden Profitabilität, volle Auftragsbücher sorgen für hohe Investitionen. Die beschlossene Aufspaltung des Konzerns mit einer Holding-Lösung ging Analysten nicht weit genug. Der Grundtenor der Experten bleibt aber sehr positiv.

Frankfurt/DüsseldorfDie internationalen Handelskonflikte sowie schwache Schwellenländer-Währungen haben vielen Anlegern am deutschen Aktienmarkt zum Wochenschluss die Stimmung vermiest. Zum Handelschluss notierte der Dax 1,04 Prozent schwächer bei 12.364 Punkten.

Zuletzt lagen alle Dax-Titel mit der Ausnahme von Linde im Minus. Gerade die Autobauer gerieten unter Druck, nachdem US-Präsident Donald Trump am Donnerstagabend angekündigt hatte, nicht auf Zölle auf Automobilimporte aus der Europäischen Union zu verzichten.

Damit deutet sich für den deutschen Leitindex ein Wochenverlust von rund 0,1 Prozent an. Der MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen sank am Freitag um 1,04 Prozent auf 26.901 Punkte. Der TecDax verlor 0,29 Prozent auf 3011 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab um 1,18 Prozent nach.

Zuvor hatte bereits der Handelsstreit mit China die US-Börsen ausgebremst. Trump zeigte sich einem Medienbericht zufolge entschlossen, seine Zollpläne umzusetzen. „Donald Trump heizt die Eskalationsspirale weiter an“, sagte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. „Eine Reaktion Chinas mit Gegenzöllen wird sicherlich nicht lange auf sich warten lassen.“ Die Folge: „Der drohende Dämpfer für das globale Wirtschaftswachstum durch die ramponierten amerikanisch-chinesischen Beziehungen bleibt im Zentrum der Märkte“, so Analyst Dean Popplewell vom Handelshaus Oanda.

Daneben blickten die Börsianer etwas hoffnungsfroher auf die Währungskrise in Argentinien. Beruhigung gab es auch bei der türkischen Lira. Beide Währungen erholten sich ein wenig von ihrer jüngsten Talfahrt. Der Peso profitierte von der Zusicherung des Internationalen Währungsfonds (IWF), dass Argentinien die „volle Unterstützung“ habe. Noch am Donnerstag hatte eine drastische Leitzinsanhebung nicht geholfen.

Im Euroraum hat sich im August die Teuerung überraschend wieder etwas abgeschwächt. Nach Angaben des Statistikamts Eurostat vom Freitag lagen die Verbraucherpreise 2,0 Prozent höher als vor einem Jahr. Im Juli hatte die Inflationsrate noch 2,1 Prozent betragen. Analysten hatten im Schnitt eben diesen Wert auch für August erwartet.

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Einzelwerte im Fokus

Lufthansa: Größter Verlierer im Dax war die Aktie der Lufthansa mit einem Minus von 3,8 Prozent, nachdem Citigroup-Analyst Mark Manduca die Aktien von „Buy“ auf „Sell“ abgestuft und das Kursziel von 32,50 auf 19,90 Euro gesenkt hatte. Er sieht die Lufthansa wegen des stetigen Ausbaus der Flugkapazitäten unter zunehmendem Preisdruck. Zudem ist er weniger optimistisch für den deutschen Markt als die meisten Experten. Ferner monierte der Experte, dass die Kranich-Linie weitaus weniger anlegerorientiert sei als andere Airlines.

Vonovia: Trotz der erneuten Anhebung der Ergebnisprognose haben Anleger Vonovia-Aktien am Freitag aus ihren Depots geworfen. Die Aktien rutschten um bis zu 2,5 Prozent ab und gehörten damit zu den schwächsten Dax-Werten. Zu Handelsschluss lagen sie noch 1,05 Prozent im Minus. Die höhere Gewinnprognose sei von einigen erwartet worden, sagte ein Börsianer. Anleger nutzten die Gelegenheit, um Kasse zu machen. Vonovia hatten seit Monatsbeginn knapp acht Prozent gewonnen, der Dax kommt im selben Zeitraum auf ein Minus von 2,4 Prozent.

Thyssen-Krupp: Mit einem Minus von bis zu 2,0 Prozent gehörte auch die Aktie des Essener Industriekonzerns zu den Verlierern. Am Vortag war bekanntgeworden, dass sich die Suche nach einem Aufsichtsratsvorsitzenden weiter hinziehen wird.

Autobauer und Zulieferer: Aktien von Autobauern und -zulieferern wurden wegen der drohenden Verschärfung der Zollkonflikte am stärksten verkauft. Die Papiere von BMW, Daimler, Volkswagen und Continental büßten zwischen 0,9 und 1,4 Prozent an Wert ein. Im MDax verloren Leoni, Schaeffler und Norma zwischen 1,9 und 2,2 Prozent.

Isra Vision: Die Anteilsscheine des Maschinenbauers reagierten mit einem Plus von 12,3 Prozent auf die Bekanntgabe aktueller Geschäftszahlen. Umsatz und Gewinn des auf Automatisierungstechnik spezialisierten Unternehmen legten erneut kräftig zu.

Analystencheck: Gute Gewinnaussichten bei Fresenius

Die Commerzbank hat ihr Kursziel für Fresenius von 79 auf 83 Euro angehoben und ihre Einstufung auf „kaufen“ belassen. Die Gewinnaussichten des Gesundheitskonzerns seien gut, die jüngsten Kursrückgänge im Zuge der Rechtsstreitigkeiten wegen der abgesagten Übernahme des US-Generikaherstellers Akorn inzwischen nicht mehr gerechtfertigt, urteilte Oliver Metzger.

Weitere aktuelle Analystenmeinungen finden Sie im Handelsblatt Analystencheck.

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