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Dax aktuell Autowerte verhelfen Dax zu höchstem Schlusskurs seit fast sechs Monaten

Daimler, VW und BMW bescheren dem deutschen Leitindex den höchsten Schlusskurs seit fast einem halben Jahr. Auch Spekulationen über die US-Geldpolitik treiben die Kurse an.
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Der Dax ging am Vortag leicht im Minus aus dem Handel. Quelle: AFP
Börsenhändlerin in Frankfurt

Der Dax ging am Vortag leicht im Minus aus dem Handel.

(Foto: AFP)

FrankfurtDer Dax hat am Dienstag die Marke von 11.700 Punkten zurückerobert, an der Marke von 11.800 Zählern scheiterte der deutsche Leitindex allerdings. Dieser schloss mit einem Plus von 1,1 Prozent bei 11.788 Punkten – das ist der höchste Schlusskurs seit fast sechs Monaten. Zwischenzeitlich hatte der Dax sogar bei 11.823 Zählern notiert.

Vor allem starke Autowerte stützten das Frankfurter Börsenbarometer. Die Papiere von Daimler, VW und BMW legten in der Spitze um fast vier Prozent zu. Die Autoaktien profitierten dabei von einer Umfrage der Investmentbank Merrill Lynch.

Demnach sind die Autowerte in der Gunst der Anleger zuletzt wieder weiter zurückgefallen, viele professionelle Anleger seien entsprechend untergewichtet. Diese schlechte Stimmung in Verbindung mit einer Bewertung der Autobauer nahe ihrer Tiefststände biete gute Argumente, seine Chance gegen den Trend zu suchen, so die Merrill-Experten.

Außerdem spekulierten die Anleger darauf, dass die US-Notenbank Fed am Mittwoch die Zinsen nicht erneut anheben wird und eventuell sogar eine Zinssenkung ankündigt. „Man erwartet, dass die Fed grünes Licht für eine Fortsetzung der lockeren Geldpolitik in diesem Jahr geben wird“, sagte Marktexperte Jochen Stanzl vom Brokerhaus CMC Markets der Nachrichtenagentur Reuters. „Es dürfte auch hierzulande nicht unbemerkt bleiben, dass sich die Wall Street klammheimlich nach oben verabschiedet.“

So hatte die Konjunkturprognose der Wirtschaftsweisen deutlich weniger Auswirkungen als erwartet. Diese halbierten die Wachstumsprognose für Deutschland nahezu. Die Ökonomen und Regierungsberater erwarten in diesem Jahr nur noch ein Wirtschaftswachstum von 0,8 Prozent. Im November hatten die Experten noch plus 1,5 Prozent vorhergesagt.

Auch das Aus für eine dritte Abstimmung über den bisherigen Brexit-Deal von Premierministerin Theresa May brachte die Börsianer nicht aus dem Konzept. Das Pfund Sterling verteuerte sich um bis zu 0,4 Prozent auf 1,3310 Dollar.

Der britische Parlamentspräsident John Bercow will ein erneutes Votum der Parlamentarier nur nach substanziellen Änderungen an der Scheidungsvereinbarung zwischen Großbritannien und der EU zulassen. „Da die Mehrheit einen ungeordneten Ausstieg aus der Europäischen Union verhindern möchte, ist eine Verschiebung nahezu garantiert“, sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader gegenüber Reuters.

Die Indizes im Überblick

Der breiter gefasste MDax legte 0,7 Prozent zu, für den TecDax ging es sogar um 1,6 Prozent nach oben. Auch der Euro-Stoxx 50 legte zu und schloss 0,7 Prozent fester.

Blick auf die Einzelwerte

Deutsche Bank: Nachdem die geplante Fusion mit der Commerzbank die Titel des größten deutschen Geldhauses am Vortag noch stark angetrieben hatte, gaben die Papiere der Deutschen Bank im Dax um 1,5 Prozent nach – der größte prozentuale Tagesverlust im Dax.

Commerzbank: Die Papiere der im MDax notierten Bank rutschen um 3,3 Prozent ab.

Wirecard: Die Aktien des Zahlungsdienstleisters waren der größte Gewinner im Dax und schlossen 3,5 Prozent fester.

Autowerte: Die Aktien von Daimler waren mit einem Plus von 3,4 Prozent zweitgrößter Gewinner im Dax. BMW legte um 2, 1 Prozent zu, VW um 1,7 Prozent.

Stada: Abseits der Indizes baute der Arzneihersteller sein Geschäft kräftig aus: Umsatz und Gewinn wurden ordentlich gesteigert. Stada plant, in Marketing und Vertrieb Arbeitsplätze aufzubauen, in Verwaltung und Produktion dagegen sollen Stellen abgebaut werden. Das Papier des Arzneiherstellers legte um bis zu zwei Prozent zu und schloss ein Prozent im Plus.

Was die Charttechnik sagt

Der Ausflug des Dax am Freitag über die obere Begrenzungsmarke der zuletzt etablierten Schiebezone (11.405/11.680) war zunächst von kurzer Dauer. Am Montag rutschte der Index wieder in den skizzierten Bereich ab. Zweifel an der Nachhaltigkeit des Ausbruchs bestanden ohnehin, da dieser von einer negativen Divergenz begleitet worden war. Zudem lieferten verschiedene Indikatoren ein widersprüchliches Bild. Auch hat sich die Anzahl von Dax-Aktien, die unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts notieren, wieder leicht erhöht.

Analystencheck: Kepler Cheuvreux stuft Alstom hoch

Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat Alstom von „halten“ auf „kaufen“ hochgestuft und das Kursziel von 38,50 auf 43,50 Euro angehoben. Der französische Zughersteller stehe vor einer Phase vorhersehbaren Umsatzwachstums und steigender Margen, heißt es in einer Studie von Montag. Kepler erhöhte seine Schätzungen für die nächsten drei Jahre und verschob seinen Bewertungshorizont um ein Jahr in die Zukunft.

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