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Dax aktuell Dax auf dem höchsten Schlusskurs seit viereinhalb Monaten – Wacker-Aktie bricht ein

Der Verdacht auf Geldwäsche hat die Kurse mehrerer Geldhäuser deutlich belastet. Doch den Dax konnte das nicht bremsen.
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Lächelnde Händler, skeptische Analysten. Quelle: dpa
Handelssaal der Frankfurter Börse

Lächelnde Händler, skeptische Analysten.

(Foto: dpa)

FrankfurtNach dem Jahreshoch am Freitag war der heutige Dienstag ein eher ruhiger Börsentag: Zwischen Tagestief und -hoch liegen nur 74 Punkte. Dennoch erreichte der deutsche Leitindex den höchsten Schlusskurs seit viereinhalb Monaten. Zum Handelsende notierte das deutsche Börsenbarometer 0,24 Prozent im Plus bei 11.621 Zählern.

Die Zeichen für eine Entspannung im Handelsstreit zwischen China und den USA verdichten sich. Einen echten Schub dürften die Märkte allerdings erst bekommen, wenn etwa die USA alle Strafzölle auf chinesische Importe zurücknehmen.

EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström will am Mittwoch in Gesprächen mit der US-Regierung eine Ausweitung des Handelsstreits zwischen der EU und den USA abwenden. Malmström werde dazu am 6. März in Washington den US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer treffen, teilte ein Sprecher der EU-Kommission am Montag mit.

Jedes Entspannungssignal im unfreundlichen Konjunkturumfeld dürfte von den Märkten umgehend bejubelt werden.

Freunde der Rechenspiele können sich nun anhand der Börsenschlusskurse vom Freitag darin versuchen, mögliche Änderungen bei Mittel- und Nebenwerten zu kalkulieren. Am dritten Werktag des März steht die planmäßige Überprüfung der Zusammensetzung von MDax und TecDax durch die Deutsche Börse an.

Mögliche Änderungen werden nach Handelsschluss am Dienstagabend bekanntgegeben. Das wird den Handel spätestens am Mittwoch bewegen, Spekulationen könnten aber auch im Vorfeld durchschlagen. Experten zufolge haben der Bremsenspezialist Knorr Bremse und der Chiphersteller Dialog Semiconductor gute Chancen, aus dem SDax in den MDax aufzurücken.

Blick auf die Einzelwerte

Volkswagen: Effizienz und Produktivität sind in den deutschen VW-Fabriken noch viel zu niedrig. „An den deutschen Standorten müssen wir an Geschwindigkeit zulegen“, sagt VW-Produktionsvorstand Andreas Tostmann im Handelsblatt-Interview. Der Aufholbedarf gerade im Stammwerk Wolfsburg lasse sich nicht leugnen. Die Aktie ging unverändert aus dem Handel.

Raiffeisen Bank: Spekulationen über einen Geldwäscheverdacht bei der Raiffeisen Bank International drücken Händlern zufolge die Aktien des österreichischen Instituts um 12,3 Prozent auf 19,54 Euro. Das ist der tiefste Stand seit zwei Jahren.

ABN Amro/ING: Ein Magazinbericht über den Verdacht auf Geldwäsche bei niederländischen Banken hat am Dienstag die Aktien von ABN Amro und ING belastet. ABN rutschten um bis zu fünf Prozent auf 20,04 Euro ab, konnten die die Verluste aber auf 1,3 Prozent begrenzen. ING verloren zunächst um 2,8 Prozent auf 11,31 Euro; zum Handelsende lag das Minus bei 3,3 Prozent. Händler verwiesen auf einen Bericht des Magazins „De Groene Amsterdammer“, dem zufolge verdächtige Gelder in Milliardenhöhe über eine Bank in Russland geflossen sein sollen.

ING musste 2018 wegen der Verwicklung in einen Geldwäscheskandal 775 Millionen Euro Strafe bezahlen. Die Behörden warfen dem Institut vor, über Jahre niederländische Gesetze zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorfinanzierung verletzt zu haben. Im Fokus der Ermittlungen stand der Zeitraum von 2010 bis 2016. Wegen der größeren öffentlichen Aufmerksamkeit für das Thema Geldwäsche gab ABN Amro Ende 2018 deutlich mehr Geld für die Überprüfung seiner Kunden aus. Das schmälerte den Quartalsgewinn.

Wacker Chemie: Zu den größten Verlierern am deutschen Aktienmarkt zählte der Chemiekonzern. Wacker Chemie rechnet wegen fallender Preise für Polysilizium für 2019 mit einem Rückgang des operativen Gewinns von bis zu 20 Prozent. Wacker-Aktien brachen daraufhin um bis zu gut elf Prozent ein und steuerten auf den größten Tagesverlust seit rund zehn Jahren zu. Zum Ende lag die Aktie neun Prozent im Minus.

Evonik: Nach Covestro und BASF legte mit Evonik am Dienstag ein weiterer großer Chemiekonzern seine Zahlen vor. Für 2019 rechnet Evonik mit stagnierenden Erträgen. Der Essener Konzern erwarte anhaltende politische Unsicherheiten und ein schwächeres Wirtschaftswachstum, teilte Evonik mit: „Vor diesem Hintergrund erwartet der Konzern für 2019 ein bereinigtes Ebitda, das auf dem Niveau von 2018 oder leicht darunter liegen wird.“ Die Börsen dürften zahlenunabhängig auf die Mitteilung reagieren, dass Evonik einen Käufer für seine Plexiglassparte gefunden hat. Die MDax-Aktie gewann 4,3 Prozent.


Was die Charttechnik sagt

Der Dax zeigt weiterhin Zeichen der Stärke: Seit dem Mehrjahrestief von 10.279 Punkten Ende Dezember 2018 hat der Index mehr als 1.500 Punkte zugelegt. Und das ohne größere Korrekturen. Derzeit kämpft die Frankfurter Benchmark mit der 200-Tage-Durchschnittslinie, die aktuell bei 11.660 Zählern liegt. Dieser Widerstand wird von vielen langfristigen Investoren beachtet. Dass diese Linie noch nicht überwunden wurde, darf angesichts des schnellen Anstiegs nicht verwundern.

Sollte sich der Index weiterhin oberhalb von 11.546 Punkten halten können, wäre das aus charttechnischer Sicht ein weiteres Signal der Stärke. Alle Kurse über 11.347 Punkten sind eindeutig „bullish“ zu werten.

Analystencheck: Goldman Sachs belässt Zalando auf „neutral“

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Zalando von 34 auf 35 Euro angehoben und die Einstufung auf „neutral“ belassen. Seine für die Geschäftsjahre 2020/21 etwas angehobene Schätzung für das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) des Online-Modehändlers reflektiere die Fortschritte bei der Profitabilität, schrieb Analyst Tushar Jain in einer am Montag vorgelegten Studie.

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