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Dax aktuell Dax beendet auch letzten Tag des starken Börsenmonats April im Plus – Beiersdorf legen kräftig zu

Im April hat der deutsche Leitindex knapp sieben Prozent zugelegt. Und auch am letzten Handelstag schafft der Leitindex auf der Zielgeraden ein minimales Plus.
Update: 30.04.2019 - 17:54 Uhr Kommentieren
Dax aktuell: Mögliche Einigung im Handelsstreit stützt den Dax Quelle: dpa
Dax-Kurve

Der verfremdete Dax-Chart im Handelssaal der Börse Frankfurt.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer Dax dreht nach einem eher schwachen Handelstag in den letzten Minuten des Börsenmonats April noch ins Plus. Mit einem Zuwachs von 0,13 Prozent notierte der Index zum Handelsschluss bei 12.344 Zählern. Es war gleichzeitig das Tageshoch.

Größter Gewinner im Leitindex Dax waren die Aktien des Kosmetikherstellers Beiersdorf, Lufthansa führten die Verliererliste an. Mit Knorr-Bremse und Ceconomy stachen am deutschen Aktienmarkt aber vor allem zwei Nebenwerte mit starken Kursbewegungen heraus.

Bereits am gestrigen Montag war der deutsche Leitindex leicht im Plus aus dem Handel gegangen, nachdem er im Tagesverlauf ein neues Jahreshoch erreicht hatte.

Der April ist der stärkste Börsenmonat seit mehr als einem Jahr. Unter anderem hatte die Hoffnung auf eine Belebung der chinesischen Wirtschaft den Optimismus an den Märkten gestärkt, die Weltwirtschaft könne an Fahrt gewinnen. Jetzt enttäuschte aber das verarbeitende Gewerbe in China: Der Einkaufsmanagerindex blieb hinter den Schätzungen zurück. Auch bei den Dienstleistern schwächte sich das Wachstum ab.

Stabilisierend wirkte dagegen das Konsumklima der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) für den Monat Mai in Deutschland. Nach zwei Rückgängen in Folge verharrte das Konsumklima-Barometer für Mai bei 10,4 Punkten, wie die GfK-Marktforscher am Dienstag zu ihrer monatlichen Umfrage unter 2000 Verbrauchern mitteilten.

„Die Konsumstimmung bleibt trotz der schwächelnden Konjunktur auch im Frühjahr 2019 intakt“, berichtete die GfK. Im März hatte der Wert bei 10,7 Punkten gelegen, etwas niedriger als im Februar.

Dazu passend gab das Statistikamt Eurostat bekannt, dass sich das Wirtschaftswachstum in der Euro-Zone zu Jahresanfang überraschend verdoppelt hat. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte zwischen Januar und März um 0,4 Prozent zum Vorquartal zu, wie es in der vorläufigen Schnellschätzung heißt.

Als Folge der überraschend hohen Wachstumszahlen zog die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe an, die zwischenzeitlich bei 0,046 Prozent lag. Im frühen Handel lag dieser Wert noch bei minus 0,007, im späten Handel bei 0,01 Prozent.

Dass sich Italien aus der Rezession befreit hat, hinterließ nur geringe Auswirkungen an den Märkten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des südeuropäischen Landes wuchs von Januar bis März um 0,2 Prozent zum Vorquartal. Experten hatten lediglich mit einem Plus von 0,1 Prozent gerechnet, nachdem es in den beiden Vorquartalen jeweils einen Rückgang um 0,1 Prozent gegeben hatte. Mindestens zwei Minus-Quartale in Folge werden als Rezession bezeichnet.

Daneben beschäftigen viele Bilanzzahlen die Anleger: Unter anderem legten mit der Lufthansa und dem Nivea-Hersteller Beiersdorf zwei Dax-Konzerne ihre Zahlen vor. Dabei ist kein Platz für Enttäuschung: Der Dax hat im April knapp sieben Prozent zugelegt – ein Wert, den ein Aktienindex im statistischen Mittel in einem gesamten Börsenjahr erreicht.

Jetzt zeigt sich, ob die Fundamentaldaten die starken Kursgewinne seit Jahresbeginn mittragen werden. Nur wenn die Firmen liefern und mit den Prognosen positiv überraschen, dürfte der Blick der Anleger weiter nach oben gehen. Schlechte Nachrichten werden dagegen mit Verlusten bestraft.

Einzelwerte im Fokus

Beiersdorf: Für Rückenwind beim Konsumgüterkonzern sorgten florierende Geschäfte mit Marken wie Nivea und Eucerin. Die Aktie legte 3,6 Prozent zu und war damit Spitzenreiter im Dax.

Lufthansa: Die Fluglinie bekam im ersten Quartal Überkapazitäten und den massiven Preisdruck zu spüren. Der Verlust weitete sich aus. Für das laufende Vierteljahr verspricht das Unternehmen aber Besserung. Die Aktie gab 3,1 Prozent nach.

Deutsche Börse: Die Deutsche Börse steigerte das Ergebnis im ersten Quartal trotz des für den Börsenbetreiber eher mauen Aktienmarktumfelds überraschend deutlich. Die Aktien zählten mit einem Plus von 1,7 zu den Favoriten der Anleger im Leitindex.

Ceconomy: Aus dem Nebenwerte-Index SDax stach der Mutterkonzern der Elektronikketten Media Markt und Saturn mit einem Kurssprung von 11,9 Prozent heraus. Ceconomy will mit dem Abbau hunderter Stellen, einem strafferen Geschäft und schlankerem Management zu profitablem Wachstum zurückkehren.

Knorr Bremse: Wenige Monate nach dem erfolgreichen Börsengang verlässt Vorstandschef Klaus Dellers Knall auf Fall den Autozulieferer. Grund für die überraschende Demission des 57-Jährigen seien „unterschiedliche Auffassungen von Führung und Zusammenarbeit“. Deller hatte das Familienunternehmen, das mehrheitlich dem Milliardär Heinz Hermann Thiele gehört, im Herbst an die Börse gebracht.

Anleger verloren das Vertrauen in die Aktie, die am Montag erst ein Rekordhoch von 103,10 Euro erreicht hatte. Das Papier des Spezialisten für Lkw- und Zug-Bremsen brach um sechs Prozent ein, liegt aber noch 20 Prozent über dem Ausgabepreis.

Was die Charttechnik sagt

Aus Sicht der Charttechnik gilt: Solange der Leitindex oberhalb der Marke von 11.938 Zählern bleibt, sind die Aussichten für weitere Kurssteigerungen positiv. Warum diese Marke so wichtig ist? Sie ist die 50-prozentige Korrekturmarke des Abwärtstrends seit dem Allzeithoch von 13.596 Zählern bis hin zum mehrjährigen Allzeittief von 10.279 Punkten Ende Dezember 2018. Die stabilste Unterstützung liegt um 11.700 Punkte, wo die 38- und die 200-Tage-Linien verlaufen.

Ein ganz besonderes charttechnisches Ereignis gab es am Freitag: Die 50-Tage-Linie hat den 200-Tage-Durchschnitt von unten nach oben geschnitten. Das ist ein „Goldenes Kreuz“. Es gilt unter technischen Analysten als starkes mittelfristiges Kaufsignal. Beim Dax hat es das seit August 2016 nicht mehr gegeben.

Damals notierte der Dax im 10.500er-Bereich und legte dann in zehn Monaten um fast ein Viertel zu. „Jetzt wäre das Allzeithoch 13.596 Punkte das natürliche Ziel, wozu circa 1.200 Zähler oder knapp elf Prozent fehlen“, rechnen die Charttechniker der Bank HSBC vor. „Über den Umweg einer möglichen Konsolidierung könnte das Top in Angriff genommen werden.“

Für längerfristige Investoren lohnt sich ein Blick auf die 200-Tage-Linie: Fast immer stieg der Dax für eine längere Zeit weiter, wenn er diese 200-Tage-Linie überwunden hatte. Der Durchschnitt notiert aktuell bei 11.683 Zählern mit nur noch minimal fallender Tendenz. In wenigen Handelstagen dürfte diese Linie wieder steigen, was als Signal für einen länger anhaltenden Aufwärtstrend gilt.

Analystencheck: Kepler Cheuvreux hebt Kursziel für Daimler an

Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat das Kursziel für Daimler nach den jüngsten Quartalszahlen von 53 auf 58 Euro angehoben, die Einstufung aber auf „halten“ belassen. Das erste Halbjahr könnte schwierig werden, doch die zweite Jahreshälfte dürfte in ruhigeren Bahnen verlaufen, schrieb Analyst Michael Raab in einer Studie. Der Autobauer hatte schwächere Zahlen in allen Sparten vorgelegt, doch der Ausblick lässt Aktionäre hoffen.

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