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Dax aktuell Dax beendet die Woche im Plus – Mobilfunkanbieter legen kräftig zu

Zum Ende der Handelswoche hat der deutsche Leitindex am Freitag im Plus geschlossen. Die US-Arbeitsmarktdaten blieben unter den Erwartungen, 1&1 und United Internet überzeugten.
Update: 06.09.2019 - 18:14 Uhr Kommentieren
Dax aktuell: Mögliche Einigung im Handelsstreit stützt den Dax Quelle: dpa
Dax-Kurve

Kursgewinne zum Wochenausklang.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Für den deutschen Leitindex ging es am letzten Tag der Handelswoche noch ein wenig weiter bergauf. Am heutigen Freitag schloss der Dax mit einem Plus von knapp 0,5 Prozent bei 12.191 Punkten. Das Börsenbarometer konnte der starken Vorwoche bislang folgen und verzeichnete in dieser Woche ein Kursplus von rund zwei Prozent. Auch am Index für mittelgroße Unternehmen stieg weiter an. Der MDax schloss 0,6 Prozent fester bei 26.010 Punkten.

Insgesamt blieb die Stimmung an den Märkten gut. Wie schon am Donnerstag haben sich die Anleger nach den positiven Entwicklungen der globalen politischen Krisen entspannt. Die Arbeitsmarktzahlen aus den USA konnten die Erwartungen allerdings nicht erfüllen.

Wie die Regierung in Washington mitteilte, entstanden 130.000 neue Jobs. Von Reuters befragte Ökonomen hatten eigentlich ein Plus von 158.000 neuen Jobs prognostiziert. Auch die Stellenzahl für Juli wurde leicht nach unten revidiert: von 159.000 auf 164.000. Ökonom Bastian Hepperle vom Bankhaus Lampe sieht aber keinen Grund für Besorgnis: „Der Job-Motor läuft, wenn auch etwas langsamer.“

An den US-Märkten reagierten die Investoren zum Start in den letzten Handelstag der Woche mit Vorsicht auf die leichte Enttäuschung. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte sowie der breiter gefasste S&P gingen nahezu unverändert mit 26.766 beziehungsweise 2978 Punkten in den Handel. Der Index der Technologiebörse Nasdaq hingegen notierte ein wenig im Minus.

Anleger an den US-Börsen diskutierten auch die frische Geldspritze für Chinas Wirtschaft. Die hiesige Zentralbank hatte entschieden, den Geldhäusern mehr Spielraum für weitere Kredite in dreistelligem Milliarden-Umfang zu gewähren. Damit will sich China gegen die Konjunkturabkühlung stemmen.

Außerdem verkündete Eurostat am Freitag die Daten zum Bruttoinlandsprodukt. Es kam wie erwartet: Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone verliert an Schwung. Im zweiten Jahresquartal ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Etwas düsterer sieht es für Deutschland aus: Hierzulande ist die Wirtschaftsleistung gar geschrumpft: um 0,1 Prozent.

In der Politik stehen die China-Reise von Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Entwicklungen im Atomabkommen mit dem Iran im Fokus. Dort treibt Präsident Hassan Ruhani den weiteren Teilausstieg an.

Trotz konjunktureller Eintrübung: Die aktuelle Börsenstimmung ist gut – und das wirkt sich positiv auf die weitere Entwicklung an den Märkten aus. Das Handelsblatt-Dax-Sentiment hat bereits am vergangenen Montag steigende Kurse signalisiert.

Am Goldmarkt hofft man derweil auf einen Schub für die angeschlagene Weltwirtschaft durch die Entspannung im Handelsstreit. Das als krisensicher geltende Gold verbilligte sich am Freitag um 0,9 Prozent auf 1505 Dollar je Feinunze. Edelmetall-Förderern wie Fresnillo und Anglogold setze das zu. Ihre Aktien verloren jeweils gut zwei Prozent.

Am Devisenmarkt sorgten die mauen US-Arbeitsmarktdaten dafür, dass der Eurokurs im späteren Freitagshandel etwas zugelegt hat. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,1049 US-Dollar gehandelt, nachdem sie am Mittag noch etwas gefallen war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Referenzkurs auf 1,1027 (Donnerstag: 1,1058) Dollar festgesetzt.

Das Pfund konnte seine jüngsten Gewinne größtenteils behaupten. Die britische Währung kostete am Freitag 1,23 Dollar. BayernLB-Analyst Manuel Andersch warnt aber, die doppelte Schlappe für Großbritanniens Premier Johnson allzu optimistisch zu sehen. „Das Ping-Pong-Spiel zwischen Regierung und Unterhaus ist jedenfalls noch lange nicht beendet, und selbstredend würde eine abermalige Frist-Verlängerung keine wirkliche Lösung darstellen.“

Blick auf die Einzelwerte

Thyssen-Krupp: Der Chef des finnischen Kone-Konzerns, Henrik Ehrnrooth, will die Aufzugsparte von Thyssen-Krupp kaufen. Im Handelsblatt-Interview erklärt Ehrnrooth, warum er einen Zusammenschluss der bisherigen Konkurrenten für die beste Lösung hält. Die Aktie legte am Freitag knapp 4,6 Prozent zu.

Adidas und Puma: Der Sportartikelhersteller schreitet weiter in Richtung seines Rekordhochs von Anfang August voran. Im Freitagshandel verzeichnete die Aktie ein Plus von knapp 1,5 Prozent, und auch Puma legte einen Prozent zu. Für die Papiere beider Unternehmen bekräftigt Commerzbank-Analyst Andreas Riemann seine Kaufempfehlung.

1&1 Drillisch und United Internet: Ein kräftiger Kursgewinn für die Aktien der Telekommunikationsanbieters. Positive Äußerungen zum Ausbau des 5G-Netzes haben ihre Kurs beflügelt. Mit einem Kursplus von 11,2 Prozent im Vergleich zum Vortag führt 1&1 Drillisch den MDax an. United Internet konnte 7,4 Prozent zulegen.

„Bei der Vermögensplanung gilt: Nie ganz aussteigen!“

Analystencheck: JPMorgan hält Delivery Hero auf „Overweight“

Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Delivery Hero nach Zahlen auf „Overweight“ mit einem Kursziel von 68 Euro belassen. Das Unternehmen sei im wachsenden Markt für Online-Essenslieferdienste bestens unterwegs, schrieb Analyst Marcus Diebel in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. In dieser nahm er Korrekturen an der Zahlenbasis in seinem Bewertungsmodell vor.Hier geht es zum Handelsblatt-Analystencheck

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