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Dax aktuell Dax beendet lustlosen Handel leicht im Plus – Anleger haben die Hoffnung auf günstige Einstiegskurse aufgegeben

Seit knapp zweieinhalb Wochen tendiert der Leitindex seitwärts. Dabei ist der Börsenmonat November bislang einer der besten der vergangenen 20 Jahre.
27.11.2020 - 17:56 Uhr Kommentieren
Dax aktuell: Mögliche Einigung im Handelsstreit stützt den Dax Quelle: dpa
Dax-Kurve im Handelssaal in Frankfurt

Die Frankfurter Benchmark hat in diesem Jahr bereits mehrfach eine neue Bestmarke erreicht.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der deutsche Aktienmarkt kommt kaum von der Stelle. Die Woche beendet der der Dax 0,4 Prozent im Plus bei 13.336 Punkten. Das ist immerhin der höchste Stand seit neun Monaten. Bereits am gestrigen Donnerstag kam der Deutsche Aktienindex nicht vom Fleck und schloss mit einem leichten Minus von 0,02 Prozent auf 13.286 Zählern.

Auch am heutigen Freitag gab es nur geringe Impulse aus den USA. Dort findet nur ein verkürzter Handel statt, nachdem am Donnerstag die Börsen wegen Thanksgiving geschlossen blieben.

Seit der Impfstoff-Meldung des Mainzer Pharmaunternehmens Biontech am 9. November herrscht ein träger Handel, der Dax tendiert seitdem seitwärts. Doch ein Blick auf den Monatschart zeigt ein anderes Bild: Sollte sich dieser lustlose Handel auch am kommenden Montag fortsetzen, würde der Dax den November mit einem Plus von rund 13 Prozent beenden.

Es wäre wohl einer der besten Börsenmonate der vergangenen 20 Jahre. Ein ähnliches Plus erreichte die Frankfurter Benchmark zuletzt im März 2009, als die Anleger auf ein Ende der Finanzkrise setzten.

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    Es spricht einiges dafür, dass dieser träge Handel zumindest bis zum Monatsende weitergeht. Denn die Anleger haben offenbar die Hoffnung auf günstige Kurse für eventuelle Nachkäufe aufgegeben. Laut der Umfrage der Börse Frankfurt wäre das Niveau von 12.700 Zählern vermutlich für viele Akteure – auch für internationale Investoren – bereits das Optimum, um noch einmal als Käufer aktiv zu werden. Gleichzeitig dürften Anleger bei weiter steigenden Kursen wie schon an den Vortagen Gewinne mitnehmen.


    Sowohl die Handelsblattumfrage Dax-Sentiment als auch die Erhebung der Börse Frankfurt signalisieren zwar eine optimistische Stimmung, aber noch keine Euphorie. Das wäre ein Kontraindikator und würde für kurzfristig eher fallende Kurse sprechen.

    Ein ähnliches Bild zeigt die Anlegerstimmung in den USA: Der Anteil der optimistischen Anleger, die auf steigende Kurse setzen, ist weiter angewachsen. Mit 47 Prozent liegt dieser Anteil nach der aktuellen Umfrage der American Association of Individual Investors über dem historischen Durchschnitt von 38 Prozent, ist aber noch nicht euphorisch.

    Blick auf Einzelwerte

    Medios: Das auf besondere Arzneimittel, etwa gegen seltene oder chronische Erkrankungen, spezialisierte Pharmaunternehmen hat den pharmazeutischen Großhändler Cranach Pharma GmbH gekauft. Mit Cranach will sich Medios stärker als Komplettanbieter im Bereich Specialty Pharma positionieren.

    Der Konzernumsatz werde dadurch 2021 deutlich auf über eine Milliarde Euro steigen, hieß es am Freitag. Das um Sonderaufwendungen bereinigte Ebitda-Konzernergebnis und das bereinigte Konzernergebnis vor Steuern sollen ebenfalls wachsen. Der SDax-Wert stieg als Folge der Nachricht um fast 21 Prozent.

    Adidas: Der Sportartikelkonzern Adidas hat einem Zeitungsbericht zufolge die Investmentbank JP Morgan mit dem Verkauf von Reebok beauftragt. Mehrere Banken hätten sich um das Mandat bemüht, meldete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ unter Berufung auf eigene Informationen. Die US-Bank lehnte eine Stellungnahme ab, und der Sportartikelhersteller wollte Gerüchte nicht kommentieren. Die Adidas-Aktie gibt 1,3 Prozent nach.

    Gold vor nächstem Wochenminus

    Wie geht es mit dem Goldpreis weiter? Analysten der US-Banken Citi und Goldman Sachs erwarten, dass der Preis im nächsten Jahr wieder über die Marke von 2000 Dollar klettern dürfte. Aktuell wird eine Feinunze (31,1 Gramm) bei 1779 Dollar gehandelt, minus 1,7 Prozent. Damit dürfte Gold den dritten Wochenrückgang in Folge einfahren. Vom Allzeithoch bei rund 2063 Dollar pro Unze ist der Preis inzwischen mehr als zwölf Prozent entfernt.

    Citi-Rohstoffchef Aakash Doshi räumte zwar gegenüber dem US-Fernsehsender CNBC angesichts der Impfstoff-Meldungen eine Verlangsamung der laufenden Gold-Hausse ein. Ein Ende des „Bullenzyklus“ sei jedoch nicht absehbar. Es sei „unumgänglich“, dass die Goldpreise im Jahr 2021 wieder über die Marke von 2000 Dollar zurückkehren würden. Voraussetzung dafür sei jedoch, dass die Federal Reserve nicht plötzlich die geldpolitischen Zügel straffe, meinte Doshi.

    Citi erwartet, dass der Goldpreis Ende 2020 bei etwa 1900 Dollar je Unze stehen wird. Die Commerzbank rechnet mit 1850 Dollar und hat damit ihre Jahresendprognose 2020 gesenkt.

    Als sechs- bis zwölfmonatiges Preisziel hat die Citi das Niveau von 2325 Dollar fixiert. Goldman Sachs äußerte sich kürzlich ähnlich, die dortigen Analysten erwarten 2021 einen Preis von 2300 Dollar. Goldman verweist dabei auf eine erwartete Erholung der Nachfrage aus den Schwellenländern sowie weitere Rückgänge der US-Realzinsen.
     

    Bitcoin stabilisiert sich

    Die älteste und wichtigste Cyberdevise Bitcoin hatte sich nach dem Kursrutsch am gestrigen Donnerstag zunächst stabilisiert, rutschte dann aber wieder ab auf zeitweise 16.482 Dollar. Gewinnmitnahmen nach einem rasanten Kursanstieg hatten die populärste aller Kryptowährungen um mehr als 2000 Dollar binnen eines Tages abstürzen lassen.

    „Eine derartige Korrektur sollte jedoch nicht allzu überraschen“, erklärte Marktanalyst Timo Emden von Emden Research bereits am gestrigen Donnerstag. „Der Kurs hatte sich kurz vor dem Rekordhoch bei rund 20.000 Dollar sprichwörtlich festgefahren und war nahezu heiß gelaufen.“ Am Mittwoch hatte der Bitcoin noch ein Drei-Jahres-Hoch von 19.510 Dollar markiert. Das Rekordhoch beträgt auf der Kryptowährungsbörse Bitstamp 19.666 Dollar, erreicht wurde es Ende 2017.

    Jetzt stellt sich die Frage, ob die Verluste einen ähnlichen Crash wie nach der letzten großen Bitcoin-Rally im Jahr 2017/2018 einleiten. Emden rechnet damit nicht, weil Anleger die günstigeren Preisniveaus schon bald nutzen könnten, um wieder in den Markt einzusteigen: „Die fundamentale Datenlage spricht weiterhin dafür, dass das Kaufinteresse bald wieder anziehen könnte.“

    Was die Charttechnik sagt

    Der Dax hat am Mittwoch mit 13.347 Zählern ein neues Verlaufshoch erreicht, konnte dieses Niveau aber nicht halten. Für die Charttechniker der Bank HSBC ist ein Ausbruch auf der Oberseite weiter ein Thema. Doch dafür müsste das bisherige Corona-Hoch mit 13.460 Punkten aus dem Monat September überwunden werden. Das ist die höchste Notierung seit dem Corona-Crash Mitte März, als der Dax auf 8255 Punkte abrutschte.

    Auf der Unterseite bilden die Tiefpunkte vom 19. und 13. November bei 13.035 und 13.005 Punkten die Begrenzung. Ein Abgleiten unter diese Marken dürfte eine Verschnaufpause nach sich ziehen.

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