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Dax aktuell Dax beendet ruhigen Handel fast unverändert – T-Aktie gewinnt zwei Prozent

Der Dax startet nahezu unverändert in eine ereignisreiche Woche. Die Deutsche Börse ist der größte Dax-Verlierer, nachdem ihre Pläne durchkreuzt wurden.
Update: 29.07.2019 - 17:47 Uhr Kommentieren
Ein Händlerin beobachtet an der Börse in Frankfurt die Kursverläufe auf ihren Bildschirmen. Quelle: dpa
Deutsche Börse

Ein Händlerin beobachtet an der Börse in Frankfurt die Kursverläufe auf ihren Bildschirmen.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Anleger stehen vor einer ereignisreichen Woche – unter anderem steht der Zinsentscheid der US-Notenbank Fed an. Zum Wochenbeginn gibt es aber wenig Bewegung im Dax, die Handelsspanne betrug nur 84 Punkte.

Zum Handelsschluss verlor der deutsche Leitindex im Vergleich zum vergangenen Freitag lediglich drei Punkte und notierte zuletzt bei 12.417 Punkten. Die Vorwoche hatte der deutsche Leitindex mit einem Plus von 1,3 Prozent bei 12.420 Zählern beendet, nachdem er am Freitag noch einmal um 0,5 Prozent zugelegt hatte.

Wichtigstes Ereignis ist in dieser Woche die Sitzung der Fed. Am Mittwoch wird sie ihren Zinsentscheid bekanntgeben, wobei eine Zinssenkung um einen viertel Prozentpunkt als sicher gilt. Auch eine Senkung um einen halben Prozentpunkt ist denkbar – Investoren taxierten die Wahrscheinlichkeit für dieses Szenario zuletzt auf knapp 20 Prozent.

Dieser Schritt sei als Absicherung gegen eine mögliche Abkühlung der US-Konjunktur zu verstehen, schreiben die Commerzbank-Volkswirte Christoph Balz und Bernd Weidensteiner in einer Analyse. „Wenn die Fed die Zinsen aus Vorsichtsgründen senken will, würde dies eigentlich einen Schritt um 50 Basispunkte nahelegen. Allerdings könnte dies der Markt auch als Signal auffassen, dass die Fed-Verantwortlichen sich ernsthafte Sorgen machen und womöglich etwas wissen, was der Markt nicht weiß.“

US-Präsident Donald Trump forderte die Notenbank zu einer kräftigen Senkung auf. „Die Fed hat alle falschen Entscheidungen getroffen. Eine kleine Zinssenkung ist nicht genug, aber wir gewinnen sowieso“, twitterte er. Der Präsident warf der Fed zudem Untätigkeit vor, während die EU und China ihre Zinsen weiter drückten und Geld in das Finanzsystem pumpten. „Und bei sehr niedriger Inflation tut unsere Fed nichts - und wird wahrscheinlich vergleichsweise wenig tun. Was für ein Jammer.“

Neue Erkenntnisse erhoffen sich Anleger auch im Handelsstreit zwischen den USA und China. In dieser Woche sollen die Gespräche fortgesetzt werden. Allerdings dämpfte US-Präsident Donald Trump zuletzt die Hoffnungen auf ein Abkommen: Es würde ihn nicht wundern, wenn die Regierung in Peking die US-Präsidentenwahl im November 2020 abwarten wolle. China könnte die Hoffnung haben, dass er die Wahl verlieren werde und sie dann statt mit ihm „mit einem weiteren Trottel“ verhandeln könnten.

Die Furcht vor einem ungeordneten Brexit wiederum belastet das britische Pfund. Das Pfund Sterling sank am Montag auf den tiefsten Stand seit fast zweieinhalb Jahren. Es verbilligt sich um 1,2 Prozent auf 1,2226 Dollar.

Darüber hinaus rückt wieder die laufende Bilanzsaison in den Mittelpunkt. So legten unter anderem Siemens Healthineers und Traton die Zahlen zum abgelaufenen Quartal vor.

Einzelwerte im Fokus

Deutsche Börse: Nachdem die Londoner Börse und der Finanzdatenanbieter Refinitiv Verhandlungen über einen Zusammenschluss bestätigten, findet sich die Deutsche Börse mit einem Minus von 2,4 Prozent am Dax-Ende wieder. Der Vorstoß der London Stock Exchange durchkreuzte Pläne der Deutschen Börse für einen Kauf einer Refinitiv-Devisenhandelsplattform. Sie geht nun nicht mehr von einem erfolgreichen Abschluss ihrer seit Monaten laufenden Verhandlungen aus. Im Gegenzug schossen die Papiere der Londoner Börse gut 15 Prozent nach oben auf ein Rekordhoch.

Deutsche Telekom: Zu den Favoriten im Dax zählte die Deutsche Telekom mit einem Kursplus von zwei Prozent. Am Freitagabend hatten die US-Behörden grünes Licht für die geplante 26 Milliarden Dollar schwere Fusion der Tochter T-Mobile mit dem Mobilfunker Sprint gegeben. Die Entscheidung komme zwar nicht überraschend, sei aber dennoch positiv, sagte ein Aktienhändler.

Siemens Healthineers: Das bereinigte operative Ergebnis der Siemens-Tochter verbesserte sich um drei Prozent auf 543 Millionen Euro und lag leicht unter den Erwartungen der Analysten, die Siemens Healthineers erheben ließ. Sorgenkind bleibt die Diagnostik-Sparte: Das Unternehmen kommt mit der Einführung seines neuen Labordiagnostik-Systems Atellica nicht wie geplant voran. Die Aktie legt dennoch um 5,5 Prozent zu. Die Probleme in diesem Geschäftsbereich seien kein Geheimnis gewesen, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters einen Anleger.

Delivery Hero: Noch stärker als bei der Siemens-Tochter ging es für die Aktie von Delivery Hero nach oben: um bis zu acht Prozent. Zum Handelsende betrugt der Wertzuwachs noch fünf Prozent. Die Papiere profitierten von einer Branchenfantasie wegen eines sich anbahnenden Zusammenschlusses der niederländischen Lieferando-Mutter Takeaway.com und des britischen Wettbewerbers Just Eat.

Lufthansa: Die Aktie von Deutschlands größter Fluggesellschaft legte um 0,6 Prozent zu. Die Lufthansa über den Umbau in eine Holding nach, wie das Handelsblatt berichtete. Im Vorstand und in Teilen des Aufsichtsrats werde über eine neue, schlankere Konzernstruktur diskutiert. Die Gespräche befinden sich noch in einer frühen Phase.

Ryanair: Europas größter Billigfluglinie setzt der Preiskampf zu. Das irische Unternehmen verbuchte im abgelaufenen Quartal einen Rückgang des Nachsteuergewinns um 21 Prozent auf 243 Millionen Euro. Ryanair führte dies unter anderem auf Überkapazitäten in Deutschland zurück. Insgesamt seien die durchschnittlichen Ticketpreise in den Monaten April bis Juni um sechs Prozent gesunken. Der Preisverfall werde sich in der wichtigen Sommer-Saison im selben Tempo fortsetzen, so Ryanair. Die Aktie lag zuletzt 1,2 Prozent im Minus..

Was die Charttechnik sagt

Großen Einfluss für die weitere Kursentwicklung dürfte weiterhin die große Handelsspanne vom vergangenen Donnerstag nach der Zinsentscheidung der EZB haben. Bereits am vergangenen Freitag blieb der Dax in dieser Spanne, gebildet aus den beiden Punkten 12.599 (Donnerstag-Tageshoch) und 12.299 Zählern (Donnerstag-Tagestief). Experten nennen die Kursentwicklung vom Freitag „Inside Day“.

Auch an diesem Montag könnte der Leitindex zwischen diesen beiden Punkten bleiben. Ein Überwinden der oberen oder ein Unterschreiten der unteren Marke könnte neue Dynamik in den Handel bringen.

Weitere charttechnische Marken, auf die Anleger achten sollten: Auf der Oberseite ist weiterhin das bisherige Jahreshoch von 12.656 Punkten ein wichtiger Widerstand, den das Börsenbarometer am Donnerstag nur um 57 Zähler verpasste. Mittelfristig von Bedeutung ist der Bereich um 12.110 Punkte. Dort notiert die Aufwärtstrendlinie der siebenmonatigen Rally seit Jahresanfang, gebildet vom Mehrjahrestief Ende Dezember 2018 mit 10.279 Zählern als Startpunkt und weiteren zwischenzeitlichen Tiefpunkten in den vergangenen Monaten. In diesem Bereich notiert auch aktuell die 90-Tagelinie.

Analystencheck: Barclays hebt Kursziel für Alphabet an

Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für die Alphabet-A-Aktie nach sehr guten Zahlen zum zweiten Quartal von 1315 auf 1385 US-Dollar angehoben und die Einstufung auf „overweight“ belassen. Der Umsatz des Internetkonzerns sei leicht, der Gewinn je Aktie deutlich über den Konsensschätzungen geblieben, hieß es in einer Studie vom Freitag Die Bank erhöhte ihre Prognose für den Gewinn pro Aktie für 2019 und 2020.

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