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Dax aktuell Dax dreht mit Mühe ins Plus – Autowerte erholen sich

Nachdem er tagsüber um seinen Vortageskurs schwankte, schließt der Dax im Plus. Bankentitel geraten in einen Abwärtssog, Autowerte stabilisieren sich, Wirecard bleibt Gewinner.
Update: 19.02.2019 - 17:51 Uhr Kommentieren
Weiterhin dämpft am Dienstag die Furcht vor einem Handelsstreit zwischen den USA und Europa die Laune der Anleger. Quelle: obs
Frankfurter Börse

Weiterhin dämpft am Dienstag die Furcht vor einem Handelsstreit zwischen den USA und Europa die Laune der Anleger.

(Foto: obs)

DüsseldorfDer deutsche Leitindex rettet sich zum Handelsschluss ins Plus. Der Dax schließt 0,1 Prozent höher als am Montag bei 11.309 Punkten. Den ganzen Tag über hatte er um seinen Vortagskurs geschwankt. Am Montag war er nach einem zwischenzeitlichen Durchhänger wieder auf das Niveau der Vorwoche geklettert und hatte bei 11.291 Punkten geschlossen.

Weiterhin dämpft die Furcht vor einem Handelsstreit zwischen den USA und Europa die Laune der Anleger. Am vergangenen Wochenende war bekannt geworden, dass die USA europäische Autos als nationales Sicherheitsrisiko betrachten. Donald Trump soll nun entscheiden, ob er Zölle von bis zu 25 Prozent auf Auto-Einfuhren verhängt. Für diesen Fall drohte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Montag mit Gegenmaßnahmen. US-Anleger können auf die Ereignisse erst am heutigen Dienstag wieder reagieren, am Montag war die New Yorker Börse wegen eines Feiertages geschlossen geblieben.

In Asien sorgten indes positive Signale zum Handelsstreit zwischen den USA und China für Euphorie. An diesem Dienstag wollen Experten beider Staaten in Washington zusammenkommen, wie das Weiße Haus am Montagabend in einer Pressemitteilung verkündete.

Die asiatischen Aktienmärkte reagierten entsprechend: Der 225 Aktienwerte umfassende japanische Leitindex Nikkei schloss 0,1 Prozent fester bei 21.302 Punkten und erreichte damit den höchsten Schlusskurs seit Mitte Dezember. Der breiter gefasste Topix-Index rückte um 0,3 Prozent vor. Anleger in China sicherten sich dagegen nach den deutlichen Gewinnen am Montag Gewinne. Der Bluechip-Index CSI300 und der Index an der Börse in Schanghai notierten beide etwas schwächer.

Einzelwerte im Überblick

Wirecard: Die Wirecard-Aktie notierte am Dienstagvormittag zuletzt rund fünf Prozent im Plus. Eine Entscheidung der Finanzaufsicht Bafin, bei Wirecard nach den jüngsten Kursturbulenzen Spekulationen mittels Leerverkäufe auf fallende Kurse bis zum 18. April zu untersagen, hatte die Aktie des Unternehmens am Montag zeitweise um bis zu 15 Prozent in die Höhe getrieben.

Bankentitel: Aktien deutscher Geldhäuser gerieten in Abwärtssog. Auslöser waren die schlechten Geschäftszahlen der britischen Großbank HSBC. Umsatz und Gewinn seien jeweils etwa eine Milliarde Dollar hinter den Erwartungen zurückgeblieben Darüber hinaus äußerte sich das stark in Asien engagierte Geldhaus wegen des Brexits und einer möglichen Abkühlung der chinesischen Konjunktur zurückhaltend zu den Aussichten. HSBC-Papiere rutschten um bis zu 4,6 Prozent ab und steuerten auf den größten Tagesverlust seit zwei Jahren zu. In ihrem Sog verloren die Titel der Deutschen Bank bis zum Handelsschluss zwei Prozent, MDax-Wert Commerzbank 1,7 Prozent nach.

Autowerte: Die Aktien von BMW, Daimler und Volkswagen schafften die Wende und schlossen jeweils leicht im Plus. Autowerte hatten am Montag unter dem Eindruck eines potentiellen Handelsstreits zwischen den USA und Europa gestanden und allesamt an Wert verloren.

Heidelberg Cement: Dem Baustoffkonzern haben im vergangenen Jahr gestiegene Energiekosten, widriges Wetter und ungünstige Wechselkurse einen Gewinnrückgang eingebrockt. Der Hersteller von Zement, Sand und Beton verdiente 2018 mit drei Milliarden Euro knapp sieben Prozent weniger als im Jahr zuvor. Dennoch schloss die Aktie gut drei Prozent im Plus.

Osram: Der Lichttechnik-Konzern hat seine Aktionäre zur jährlichen Hauptversammlung eingeladen. Er spricht derzeit mit zwei Finanzinvestoren über eine mögliche Übernahme. Die Aktie verlor 1,2 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Montag.

Aareal Bank: Die Kürzung der Dividende ist bei den Investoren der Aareal Bank nicht gut angekommen. Die Aktien rutschten am Dienstag um zwei Prozent auf ab und waren unter den größten Verlierern im Index für mittelgroße Unternehmen MDax. Der Immobilienfinanzierer will für das vergangene Jahr eine Dividende von 2,10 je Aktie ausschütten. Das wären 40 Cent weniger, als für 2017 gezahlt wurden. „Das ist eine kleine Enttäuschung, aber eine Dividende von 2,10 Euro bedeutet immer noch eine Dividendenrendite von 7,6 Prozent“, sagte ein Händler. „Also hört auf zu heulen!“

Tom Tailor: Die angeschlagene Modekette Tom Tailor soll komplett chinesisch werden. Der Großaktionär Fosun aus China will das Hamburger Unternehmen zu einer Bewertung von rund 96 Millionen Euro übernehmen. Die Tom-Tailor-Aktionäre bekämen ein Angebot von 2,26 Euro je Aktie, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die Offerte liegt damit knapp fünf Prozent über dem Aktienkurs vom Montag. Die Aktie legte kräftig um zeitweise bis zu zwölf Prozent auf gut 2,40 Euro zu.

Das sagt die Charttechnik

Seit Mitte Oktober bewegt sich der deutsche Leitindex in der Spanne zwischen 11.800 Punkten auf der Ober- und 10.380 Zählern auf der Unterseite, lediglich Ende Dezember unterbrochen durch einen kurzzeitigen Rutsch auf 10.279 Punkte. Das ist das neue Zweijahrestief.

Sollte der Dax über die Marke von 11.800 Punkten steigen, wäre der Bärenmarkt beendet. Ein Rutsch unter 10.380 und dann unter 10.279 Zähler würde den Abwärtstrend verschärfen und vermutlich für vierstellige Notierungen sorgen. Am Montag werde sich zeigen müssen, ob der Dax zu mehr als nur einem „Short-Squeeze“ in der Lage ist und die Gewinne ausgebaut werden können, meint Helaba-Analyst Christian Schmidt.

„Der Dax wird noch einige Wochen in der Spanne zwischen 11.800 Punkten und 10.380 Zählern bleiben“, prophezeit indes Börsenexperte Stephan Heibel nach Auswertung der Handelsblatt-Umfrage Dax-Sentiment.

Analystencheck: Deutsche Bank empfiehlt die Volkswagen-Aktie weiter zum Kauf

Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Volkswagen auf „Buy“ mit einem Kursziel von 210 Euro belassen. Die Umstellung auf den neuen, strengeren Abgasprüfstandard WLTP sei die größte Herausforderung für Europas Autokonzerne, schrieb Analyst Tim Rokossa in einer am Montag vorliegenden Branchenstudie. Die Kosten für die Umstellung dürften sich für die von ihm beobachteten europäischen Hersteller auf rund 14 Milliarden Euro summieren. Dies sei aber immer noch billiger, als ab 2021 die sonst fälligen Strafen zu bezahlen.

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