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Dax aktuell Dax dreht noch ins Plus – Lufthansa-Aktie verliert deutlich

In nur sieben Handelstagen konnte der Dax bereits knapp 700 Punkte zulegen. Doch nun mehren sich die Anzeichen, dass der Index zumindest eine Verschnaufpause einlegen könnte.
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Vorerst keine Lösung im Handelsstreit – Dax fällt ins Minus

DüsseldorfDie Kursgewinne, die sich der Dax in den vergangenen Handelstagen mühsam erarbeitet hat, konnte der Leitindex zum Handelsschluss verteidigen. Die Frankfurter Benchmark ging mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 10.922 Zählern aus dem Handel. Den größten Teil des Handelsverlauf lag das Börsenbarometer aber im Minus, das Tagestief lag 10.799 Punkten.

Seit seinem Zwei-Jahres-Tief mit 10.279 Punkten am 27. Dezember 2018 konnte sich der deutsche Leitindex deutlich erholen. Gestern markierte er mit 10.962 Punkten ein neues Jahreshoch - und damit ein Plus von fast 700 Punkten innerhalb von nur sieben Handelstagen.

Der MDax, der Index der mittelgroßen Unternehmen, büßte 0,3 Prozent ein auf 22.7010 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex Euro Stoxx 50 stieg um 0,2 Prozent auf 3076 Punkte.

Konstantin Oldenburger, Analyst beim Online-Broker CMC Markets, sieht darin eine Chance, dass es der Dax in Richtung 11.700 Punkte und damit aus dem Bärenmarkt schafft. Nötig seien an dieser Stelle positive Konjunkturdaten. „Hier aber genau liegt das Problem und die große Unbekannte, denn die Wirtschaftsdaten sind zwar noch nicht so eindeutig schlecht, dass der Markt eine Rezession schon einpreisen muss“, sagt Oldenburger. „Aber sie sind schlecht genug, um das Risiko in alle Anlageentscheidungen einbeziehen zu müssen.“

Der Verhaltensökonom Joachim Goldberg, der für die Frankfurter Börse eine Stimmungsumfrage unter Anlegern auswertet, sieht eine neue dominante Angst auf dem Parkett: „Die Angst, dem immer noch vorherrschenden Abwärtstrend ausgeliefert zu sein, scheint einer anderen Angst gewichen zu sein, nämlich eine mögliche Trendwende zu verpassen“, sagte Goldberg. Er äußert sich optimistisch zu weiteren, kurzfristigen Kursgewinnen

Anhand der Positionierungen der Anleger beim deutschen Leitindex erwartet er im Bereich zwischen 11.000 bis 11.100 Punkten erste Gewinnmitnahmen. In diesem Bereich liegen auch charttechnische Hürden (s. Was die Charttechnik sagt) und damit ergeben sich zwei Hinweise, dass der deutsche Leitindex zumindest eine Verschnaufpause einlegen könnte.

Einzelwerte im Fokus

Volkswagen: Die Volkswagen-Kernmarke VW Pkw hat im vergangenen Jahr nur ein knappes Verkaufsplus von 0,2 Prozent erzielt. Ein wichtiger Grund sind empfindliche Absatzrückgang in China. Der größte Einzelmarkt hatte unter anderem wegen der Zollstreitigkeiten mit den USA zuletzt einen Einbruch hinnehmen müssen. Die Aktie verlor 1,2 Prozent.

Lufthansa: Deutschlands größte Airline behauptet ihre Position als passagierstärkste Fluggesellschaft Europas. Im Jahr 2018 flogen 142,3 Millionen Menschen mit der Lufthansa und ihren Töchtern wie Eurowings, Swiss und Austrian Airlines. Lufthansa-Papiere waren mit einem Minus von 3,3 Prozent der größte Verlierer im Dax.

Continental: Die Aktien des Automobilzuliefers ragten mit einem Abschlag von 2,6 Prozent ebenfalls heraus. Händlern zufolge hat die UBS die Titel auf „Neutral“ von „Kaufen“ heruntergenommen.

Osram: Mächtig unter die Räder gerieten auch die Papiere des Lichttechnik-Konzerns, die zum Schluss sechs Prozent verloren. Der MDax-Konzern hatte vor einem wohl unerwartet schlechten Start in das laufende Geschäftsjahr gewarnt.

Scout24: Die Übernahmefantasien für den Betreiber der Onlineportale „Immobilienscout24“ und „AutoScout24“ lassen nach – das lässt die im MDax gelistete Aktie um zwei Prozent einbrechen. Die Spekulationen auf einen Kauf von Scout24 durch Beteiligungsgesellschaften waren Mitte Dezember aufgekommen. Die Aktie hatte seitdem mehr als 13 Prozent an Wert gewonnen.

Was die Charttechnik sagt

Der Mittwoch war der sechste Handelstag im neuen Jahr – und der fünfte, an dem der Dax ein neues Jahreshoch markieren konnte. Zugegeben, das ist angesichts der stark verunsicherten Anleger vorsichtig zu bewerten, aus charttechnischer Sicht aber ein Zeichen der Entspannung.

Die nächsten Widerstände für den Dax liegen bei rund 11.000 Punkten, gebildet unter anderem aus den Tiefpunkten der vergangenen Monate Oktober (11.051) und November (11.009). Sollte der Dax diese Marken überwinden, wäre aus Sicht der Charttechnik der Weg frei für weitere 800 Punkte. Doch das dürfte noch eine Zeit dauern und kein Ziel für die kommenden Handelstage sein. Auf der Unterseite bietet noch das Tief vom Dezember 2018 Unterstützung, das bei 10.279 Zählern erreicht wurde.

Der mittelfristige Abwärtstrend wäre nach Meinung vieler Experten erst mit einem Sprung über die Marke von 11.800 Punkten beendet. Ohne diesen Befreiungsschlag gilt unverändert noch ein Kursziel von rund 10.000 Punkten. Spätestens dort sollte eine Trendwende erfolgen, hoffen die technischen Analysten.

Analystencheck: Deutsche Bank sieht Ausverkauf der Stahlwerte als übertrieben an

Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Salzgitter AG von 51 auf 40 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf „Buy“ belassen. Die konjunkturellen Risiken seien gestiegen, was sich auf die Konsensschätzungen für die Stahlproduzenten auswirken dürfte, schrieb Analyst Bastian Synagowitz in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Allerdings erscheine der Ausverkauf der Stahlwerte übertrieben, so dass die Chancen bei einer Aufhellung der Konjunkturperspektiven höher seien als die Risiken.

Laut dem Handelsblatt-Analystencheck empfehlen von 27 Analysten 20 Experten, das Papier zu halten. Vier raten zum Kauf, drei Analysten zum Verkauf. Was die mögliche Kursentwicklung betrifft, so fällt der gewichtete Durchschnitt der Analysten auf dem ähnlichen Kursniveau als die Einschätzung von der Deutschen Bank. Das gewichtete durchschnittliche Kursziel aller ausgewerteten 27 Analystenmeinungen, bei dem neuere Studien höher gewichtet werden, liegt bei 39,31 Euro. Die Aktie wird derzeit zum Kurs gut 27,14 Euro gehandelt.

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