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Dax aktuell Dax klettert über die 14.000-Punkte-Marke – Neuer Corona-Impfstoff lässt Konjunkturwerte deutlich steigen

Der deutsche Leitindex schließt zum Wochenstart klar im Plus. Das Wohl und Wehe der Aktienmärkte hängt unter anderem von den Anleiherenditen ab.
01.03.2021 - 17:59 Uhr Kommentieren
Dax aktuell: Mögliche Einigung im Handelsstreit stützt den Dax Quelle: dpa
Dax-Kurve im Handelssaal in Frankfurt

Die Frankfurter Benchmark hat in diesem Jahr bereits mehrfach eine neue Bestmarke erreicht.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Am deutschen Aktienmarkt geht es zum Wochenauftakt wieder aufwärts. Der Dax steigt bis zum Handelsende um 1,6 Prozent und schließt bei 14.012 Punkten. Am Freitag hatte der Leitindex den Handelstag noch mit einem Minus von 0,7 Prozent und einem Endstand von 13.786 Zählern beendet.

Ein wichtiger Grund für den freundlichen Wochenauftakt: Der US-Konzern Johnson & Johnson erhielt für seinen Corona-Impfstoff die Zulassung in den USA. Die Auslieferung soll ab dem morgigen Dienstag erfolgen. Mitte März will die EU entscheiden, ob dieser Impfstoff auch in Europa zugelassen wird. Das wäre dann der vierte Impfstoff – und einer, der nur einmal gespritzt werden muss.

Diese Nachricht lässt alle Börsianer hoffen, dass die Corona-Pandemie schneller vorbei sein dürfte als bisher erwartet. Entsprechend sind am Montag alle zyklischen Papiere gefragt.

Die Papiere des Triebwerk-Herstellers MTU schließen mit einem Plus von sechs Prozent und sind damit Tagesgewinner im Dax. Die Aktien des Modekonzerns Hugo Boss legen um knapp vier Prozent zu, die des Flugzeugherstellers Airbus steigen um rund fünf Prozent. Dass auch die Aktien des Lebensmittellieferdienstes Delivery Hero und des Kochboxenversenders Hellofresh zulegen, lässt sich wohl eher mit Schnäppchenkursen nach den Verlusten der vergangenen Tage erklären.

Unternehmen, die in der Coronakrise stark gelitten haben, legten in der vergangenen Handelswoche ordentlich zu. In Zahlen: Hugo Boss plus neun Prozent, Fraport plus 16 Prozent und Lufthansa plus 13 Prozent.

Konzerne, die hingegen während des Lockdowns stark profitierten, wurden in der vergangenen Woche verkauft: Teamviewer minus neun Prozent, Delivery Hero minus 13 Prozent, Zalando minus zwölf Prozent und Hellofresh minus zehn Prozent.

Im Allgemeinen steht den Anlegern eine interessante Handelswoche bevor. Die Renditen von Staatsanleihen haben sich in der vergangenen Woche als Hauptakteur der Finanzmärkte gezeigt. Von ihrer Entwicklung dürfte es entscheidend abhängen, ob der Dax in den kommenden Tagen das Rekordhoch von 14.169 Punkten überwinden kann.

Im negativen Szenario hingegen rutscht der Dax auf ein neues Jahrestief ab. Das wäre bei Kursen unterhalb von 13.311 Punkten der Fall. Das würde eine erheblich längere Korrektur seit dem Rekordhoch von 14.169 Zählern signalisieren.

Sollte sich die Situation am Zinsmarkt weiter zuspitzen und die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen in einem ähnlichen Tempo ansteigen, könnte sogar der komplette Dax-Aufschwung kippen. Am Donnerstag lag dieser Wert bei 1,6 Prozent und lag damit zumindest kurzfristig über der wichtigen Marke von 1,5 Prozent, die in den vergangenen zehn Jahren vier Mal ein Wendepunkt war. Die deutschen Bundesanleihen mit gleicher Laufzeit zogen im vergangenen Monat von minus 0,52 auf rund minus 0,20 Prozent an.

Steigende Zinsen sind kein gutes Umfeld für Aktien. Denn der gesamte Boom beruht zu einem wesentlichen Teil darauf, dass die Zinsen extrem niedrig oder negativ sind. Am Montagabend liegt die Rendite weiter unter der besagten Marke – bei 1,4427 Prozent.

Grafik

Da Wohl und Wehe an den Aktienmärkten entscheidend von einer Renditezahl abhängt, könnte es in den nächsten Tagen durchaus turbulent zugehen. Martin Utschneider, technischer Analyst, bei der Bank Donner & Reuschel, empfiehlt für kurzfristig agierende Anleger eine stringente Stop-Loss-Strategie, also eine Absicherung der Gewinne. „Die zuletzt spürbare Volatilität am deutschen Aktienmarkt dürfte sich auch in dieser Woche fortsetzen“, meint der technische Analyst.

Aus der Anlegerstimmung lässt sich derzeit kein sicheres Signal für weiter steigende Kurse herauslesen. Die aktuelle Handelsblatt-Umfrage Dax-Sentiment signalisiert lediglich erste Anzeichen von Panik unter den Anlegern. Diese könnte zumindest ein Indikator dafür sein, dass es bald wieder aufwärtsgeht. Bei panischer Stimmung haben bereits viele Anleger ihre Aktien verkauft.

Sentimentexperte Stephan Heibel hält steigende Notierungen für das wahrscheinliche Szenario. Das scheint aber keinesfalls sicher. Es besteht auch die Möglichkeit, dass sich der Ausverkauf der vergangenen Woche in den kommenden Tagen weiter beschleunigt. Denn die Panik unter den Anlegern hat noch keinen extremen Wert erreicht.

Blick auf die Einzelwerte

Evotec: Die Partnerschaft mit Chinook Therapeutics zur Entwicklung von Therapien zur Behandlung chronischer Nierenerkrankungen hievt das Papier in die Pluszone. Die Aktien der Biotechfirma steigen am Montag bis zum Handelsende um rund zwei Prozent.

Global Fashion Group: Der Online-Modehändler hat im vergangenen Jahr erstmals schwarze Zahlen geschrieben. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) lag bei 16,4 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte, zu dem Onlineplattformen wie Dafiti, Lamoda, Zalora und The Iconic gehören, die unter anderem in Russland, Südamerika und Südostasien aktiv sind. Die Aktie steigt um rund 15 Prozent und ist damit Spitzenreiter im SDax.

Baywa: Der Agrarkonzern hat im Corona-Jahr unter anderem dank guter Geschäfte im Bereich der erneuerbaren Energien ein Rekordergebnis eingefahren. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen verbesserte sich um 14,3 Prozent auf 215,3 Millionen Euro, der Umsatz stieg um 0,6 Prozent auf 17,2 Milliarden Euro. Die Aktie legt um gut vier Prozent zu.

Hypoport: Der Finanzdienstleister hat seine Umsatzziele verfehlt. Das Wachstum von 15 Prozent sei für einen hoch bewerteten „Wachstumswert“ recht gering, moniert ein Börsianer. Die Hypoport-Aktien fallen bis zum Handelsschluss um rund drei Prozent.

Was die Dax-Charttechnik sagt

Auf der Unterseite steht weiterhin die bedeutende Marke von 13.500 Zählern im Fokus. Diese bildete im vergangenen Jahr monatelang einen Widerstand, der erst im Dezember überwunden werden konnte. Deswegen ist aus dem Widerstand eine Unterstützung geworden.

Der Leitindex hat diese Unterstützung in diesem Jahr nur einmal zum Handelsschluss unterschritten. Sollte der Dax zum Handelsende erneut unter diese Marke fallen, wäre das ein deutliches Indiz dafür, dass die laufende Korrektur seit dem Rekordhoch vom 8. Februar mit 14.169 Zählern länger dauern dürfte.

Hier geht es zur Seite mit dem Dax-Kurs, hier gibt es die aktuellen Tops & Flops im Dax.

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