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Dax aktuell Dax legt Verschnaufpause ein – Daimler-Zahlen enttäuschen

Die Daimler-Aktien sind auch aufgrund der Dividendenkürzung mit Abstand das Dax-Schlusslicht. Doch die Reaktion der anderen Autowerte gibt Anlass zur Hoffnung.
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Dax aktuell: Daimler, Eon und RWE ziehen Dax nach unten  Quelle: Reuters
Frankfurter Börse

Die Börsianer verhalten sich an diesem Mittwoch eher zurückhaltend.

(Foto: Reuters)

FrankfurtEin Gewinneinbruch beim Autobauer Daimler hat die Stimmung am deutschen Aktienmarkt zur Wochenmitte eingetrübt. Der Dax beendete mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 11.325 Punkten den Handel. Nach dem jüngsten Kursanstieg auf den höchsten Stand seit zwei Monaten legten Anleger eine Verschnaufpause ein, sagten Börsianer. Gestern erreichte die Frankfurter Benchmark mit 11.371 Zählern ein neues Jahreshoch.

Um 1,8 Prozent abwärts ging es beim Indexschwergewicht Daimler. Der Autobauer hat im vergangenen Jahr vor allem wegen der Schwäche bei der Pkw-Tochter Mercedes-Benz einen Gewinneinbruch erlitten und kürzt die Dividende. „Daimler braucht dringend Effizienzprogramme, wenn es bis 2021 wieder im Bereich der Zielrenditen liegen möchte“, sagte Analyst Arndt Ellinghorst von Evercore ISI. Auch die Versorger Eon und RWE notierten nach einem negativen Analystenkommentar im Minus.

Interessant war dass die Aktien der zwei Wettbewerber, BMW und VW, mit einem geringen Tagesminus davonkamen und sich im Gleichlauf mit dem Dax entwickelten. Anders als bislang nehmen Aktionäre nicht mehr die gesamte Branche in Sippenhaft. Das ist ein erstes, starkes Zeichen für ein Ende der Talfahrt bei den Autowerten.

Beim MDax waren mit einem Plus von ein Prozent die Aktien von Uniper die Gewinner. Nach dem angekündigten Führungswechsel könnte der US-Hedgefonds Elliott seine Beteiligung an dem Versorger erhöhen, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person.

Blick auf die Einzelwerte

Munich Re: Der weltgrößte Rückversicherer hat im vergangenen Jahr einen Überschuss von rund 2,3 Milliarden Euro verbucht – die Papiere legten 0,8 Prozent zu.

ING: Positive Nachrichten gab es hingegen bei niederländischen Großbank ING: Die niederländische Bank beendete 2018 mit einem Anstieg des Nettogewinns im vierten Quartal um 25 Prozent und verbesserter Effizienz, was die Aktie am Mittwoch mit einem Plus von 6,1 Prozent auf den höchsten Stand seit zwei Monaten trieb.

BVB: Nach dem Aus von Borussia Dortmund im DFB-Pokal gegen Werder Bremen haben die Aktien des Bundesligaspitzenreiters am Mittwoch nachgegeben. Sie büßten 6,1 Prozent auf 8,88 Euro ein. Ein Händler sprach allerdings von „Gewinnmitnahmen nach dem zuletzt guten Lauf“ der Papiere. Diese hatten vom Tief Ende vergangenen Jahres um fast 24 Prozent zugelegt. Wirtschaftlich sei der DFB-Pokal für die Borussen „vernachlässigenswert“, sagte der Händler. Der BVB sei in der lukrativen Champions League „bestens unterwegs“ und sportlich spiele die Konzentration auf die Königsklasse und die Bundesliga den Dortmundern eher noch in die Karten. Den nächsten Kursimpuls für die Aktie könnte das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League bei Tottenham Hotspur in der kommenden Woche geben.

Was die Charttechnik sagt

Unter charttechnischen Gesichtspunkten ist der Dax am Dienstag in ein spannendes Terrain vorgedrungen. Insbesondere gelang der Sprung über die Höchstkurse der beiden Vorwochen. Damit konnte sich deutsche Leitindex auch etwas deutlicher von der seit längerem umkämpften Marke bei 11.276 Zählern absetzen.

11371 ist als neues Jahreshoch 2019 die neue Realität - am heutigen Tage geht es darum, den Anstieg zu „verarbeiten“. Die alten Hochs liegen bei 11.321 und 11.311 Zählern. Würden sich die diese beiden Marken bereits als neue Unterstützungsmarke erweisen, wäre dies sehr „bullish“ für die weitere Kursentwicklung. Weiter tiefer geht es um die 11.276, die schnell erreicht werden könnten und ebenfalls aus Sicht der Charttechnik kein Problem wären. Lediglich ein Rutsch unter 11200 Zähler, genauer 11.174 Punkte, würden die Hoffnungen auf eine Fortsetzung der Rally wohl zunichte machen. 

Analystencheck: Die NordLB empfiehlt bei Infineon nur noch „Halten“

Die NordLB hat Infineon nach Zahlen zum ersten Geschäftsquartal von „Kaufen“ auf „Halten“ abgestuft und das Kursziel von 23 auf 21 Euro gesenkt. Das Marktumfeld für den Hersteller von Halbleitern werde schwieriger, schrieb Analyst Wolfgang Donie in einer am Dienstag vorgelegten Studie. Die Marktabschwächung werde auch an Infineon nicht spurlos vorüber gehen. Allerdings halte er den Ausblick immer noch für relativ optimistisch.

Der Experte der NordLB gehört zu einer Minderheit. Nur zwei von 45 Analysten empfehlen, die Aktie zu halten. 40 empfehlen die Papiere zum Kauf. Nur drei Analysten raten zu verkaufen.

Das gewichtete durchschnittliche Kursziel aller 45 ausgewerteten Analystenmeinungen, bei dem neuere Studien höher gewichtet werden, liegt bei gut 23 Euro. Die Aktie wird derzeit zum Kurs von rund 19 Euro gehandelt.

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