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Dax aktuell Dax markiert neues Jahreshoch – Wirecard-Aktie erholt sich leicht

Der deutsche Leitindex erreicht ein neues Jahreshoch und schließt 40 Zähler im Plus. Hauptgrund sind neue Hoffnungen bei den Brexit-Gesprächen.
Update: 16.10.2019 - 17:43 Uhr Kommentieren
Der Dax schließt am Freitag leicht im Minus. Quelle: dpa
Bulle und Bär vor der Frankfurter Börse

Der Dax schließt am Freitag leicht im Minus.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Am Tag vor dem Brexit-Gipfel der EU haben die Kurse am deutschen Aktienmarkt erneut zugelegt. Zum Handelsschluss lag der Dax 0,3 Prozent im Plus bei 12.670 Punkten. Kurz zuvor war er mit 12.698 Zählern auf ein neues Jahreshoch gestiegen.

Den bisherigen Höchstwert des Jahres erreichte der Dax bei 12.682 Zählern am Vortag, hatte dann aber noch 1,2 Prozent im Plus gelegen – bei 12.629 Punkten.

Grund für den weiteren Anstieg an diesem Mittwoch: Der Brexit-Unterhändler der EU, Michel Barnier, hat sich gegenüber der EU-Kommission zuversichtlich gezeigt, dass noch am selben Tag eine Vereinbarung mit Großbritannien möglich sei.

Die deutsche Finanzaufsicht Bafin hat Insidern zufolge bereits bei einer möglichen Panik an den Märkten in Folge eines ungeordneten Brexits Notfallpläne in der Schublade. Unter anderem könne sie Leerverkäufe verbieten, um zu verhindern, dass sich heftige Kursschwankungen zu einem Flächenbrand entwickelten, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Auch die Aufsichtsbehörden in Italien und den Niederlanden erwogen bei Bedarf ein solches Verbot.

Bei Leerverkäufen veräußern Investoren Aktien, die sich gar nicht besitzen. Sie leihen sich die Papiere gegen eine Gebühr und setzen auf fallende Kurse. Tritt dieser Fall ein, kaufen sie die Aktien am Markt zum dann günstigeren Preis und geben sie an den Verleiher zurück. Die Differenz streichen sie als Gewinn ein.

Neben den laufenden Brexit-Verhandlungen und den Entwicklungen im Handelsstreit zwischen den USA und China sind diverse Konjunkturdaten wichtig. Dazu gehören die Verbraucherpreise in der Euro-Zone.

Inflation verharrt auf niedrigem Niveau

Die Inflation in der Euro-Zone ist so niedrig wie seit drei Jahren nicht mehr. Trotz der jahrelang lockeren Geldpolitik zogen die Verbraucherpreise im September nur um 0,8 Prozent zum Vorjahresmonat an, wie die Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch mitteilte.

Damit entfernt sich die Teuerung im Euro-Raum weiter von der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB). Wenige Wochen vor dem Ende der Amtszeit von Notenbankchef Mario Draghi liegt sie auf dem niedrigsten Niveau seit November 2016.

Im August hatte die Teuerung bei 1,0 Prozent gelegen. Für September war einer früheren Schätzung zufolge noch 0,9 Prozent erwartet worden. Zudem werden an diesem Mittwoch auch die Verbraucherpreise für Großbritannien veröffentlicht sowie Konjunkturdaten aus den USA.

In den USA veröffentlichte die US-Notenbank Fed das Beige Book, also die gesammelten Marktkommentare zur konjunkturellen Entwicklung, Diese Berichte spielen rund um die Gremiensitzungen des Offenmarktausschusses, also der Instanz der Notenbank Fed, die über die Zinsbewegung entscheidet, eine wichtige Rolle.

Gerade Finanzinvestoren erhoffen sich Hinweise auf die Wirtschaftslage und den künftigen Kurs der Geldpolitik. Vor Berichtsveröffentlichung reagieren Anleger oft mit Zurückhaltung im Börsenhandel.

Blick auf die Einzelwerte

Wirecard: Am Dienstag hat die britische Wirtschaftszeitung Financial Times Papiere veröffentlicht, die Zweifel an der Bilanzierung des Konzerns belegen sollen. Am heutigen Mittwochmorgen veröffentlichte das Unternehmen ein Statement. Darin heißt es, der Artikel der FT sei „eine Zusammenstellung von falschen und irreführenden Behauptungen, die die Financial Times bereits früher in verleumderischen Artikeln aufgebracht hatte und die bereits vor einiger Zeit widerlegt wurden."

Bei dem Unternehmen kam es zu großen Kurssprüngen. Zunächst setzten die Titel ihre Talfahrt von Dienstag fort und fielen um bis zu 4,6 Prozent. Als Reaktion auf das Statement des Unternehmens drehten die Papiere zeitweise auf 2,4 Prozent Gewinn und schlossen mit einem Plus von 0,4 Prozent.

Roche: Der Schweizer Pharmakonzern hebt zum dritten Mal in diesem Jahr seine Prognose. Der Umsatz dürfte 2019 um einen hohen einstelligen Prozentbetrag steigen, teilte der weltgrößte Hersteller von Krebsmedikamenten am Mittwoch mit. Die Aktie des Konzerns startete gut in den Handel, sank danach aber kontinuierlich und schloss bei minus 1,6 Prozent.

Wacker Chemie: Das Unternehmen hat Anleger mit einer Prognosesenkung für 2019 verschreckt. Die von Marktexperten für das zweite Halbjahr 2019 erwartete Preiserholung bei Polysilicium sei ausgeblieben, hatte der Zulieferer für die Chipindustrie am Dienstag mitgeteilt. Die Titel verloren im Nachmittagshandel 1,9 Prozent - drehten dann aber auf ein Plus von 1,8 Prozent.

Ceconomy: Bei der kriselnden Elektronikhandelsholding Ceconomy steuert Vorstandschef Jörn Werner ein halbes Jahr nach seiner Berufung auf seinen Abgang zu. Werner sei nicht mehr zu halten, sagten mehrere Insider am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Hintergrund sei ein Machtkampf mit dem Chef der Elektronikhandelsketten Media Markt und Saturn Ferran Reverter. Die beiden Manager hätten in den vergangenen Monaten um eine neue Strategie und deren Umsetzung gerungen, sagten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen. Um Umfang und Tempo der neuen Strategie habe es aber Differenzen gegeben, sagten Insider. Die Papiere des Konzerns schlossen bei minus 2,7 Prozent.

Analystencheck: RBC belässt Rational auf „Underperform“

Das Analysehaus RBC hat die Einstufung für Rational angesichts des Abschieds von Finanzchef Axel Kaufmann auf „Underperform“ mit einem Kursziel von 475 Euro belassen. Die Entscheidung von Kaufmann stehe nicht mit Meinungsverschiedenheiten, sondern einer attraktiven Karrierechance bei einem anderen Unternehmen in Zusammenhang, schrieb Analyst Sebastian Kuenne in einer am Dienstag vorliegenden Studie zu den Aktien des Großküchenherstellers. Da sein Posten vorerst nicht mit einem neuen Kandidaten besetzt werde, dürfte der Störfaktor nicht allzu groß werden.

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