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Börse Frankfurt

Nach einem kurzen Ausflug ins Plus über den Feiertag notiert der Deutsche Leitindex am Freitag erneut im Minus.

(Foto: Reuters)

Dax aktuell Dax mit erstem Monatsverlust des Jahres – Wirecard stürzt ab

Der Dax schließt 1,5 Prozent im Minus und gibt zum ersten Mal in diesem Jahr auf Monatssicht nach. Ein Handelsblatt-Bericht schickt die Wirecard-Aktie auf Talfahrt.
Update: 31.05.2019 - 17:56 Uhr Kommentieren

Düsseldorf, Frankfurt Der Dax muss zum ersten Mal in diesem Jahr einen Monatsverlust hinnehmen. Am Freitag schloss der deutsche Leitindex 1,5 Prozent im Minus bei 11.727 Punkten – der tiefste Stand seit April. Auf Monatssicht büßte der Dax knapp fünf Prozent ein.

Am Vortag hatte sich das deutsche Börsenbarometer noch stabilisiert und 0,5 Prozent höher bei 11.902 Punkten geschlossen. Diese Entwicklung wurde am Freitag durch neue Nachrichten im Zollstreit aus den USA abgewürgt: Geplante US-Strafzölle auf sämtliche Importwaren aus Mexiko verstärkten die Furcht der Anleger vor einer Abkühlung der Weltkonjunktur.

Auch der Handelsstreit mit China geht in eine neue Runde. Als Vergeltung auf bereits verhängte Strafzölle Washingtons treten an diesem Freitag neue Abgaben der Chinesen auf US-Waren im Wert von 60 Milliarden Dollar in Kraft.

Daraufhin zogen sich weltweit Anleger aus den Aktienmärkten zurück und schichteten Geld in als sicher geltende Anlagen zurück. Das drückte die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen auf ein Rekordtief von minus 0,212 Prozent, die „Antikrisen-Währung“ Gold verteuerte sich um 1,1 Prozent auf 1303 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm).

Das ist allerdings kein neues Phänomen, wie eine am Freitag veröffentlichte Studie der Bank of America Merrill Lynch zeigt: Demnach haben allein in der vergangenen Woche Anleger weltweit 10,3 Milliarden Dollar aus Aktienfonds abgezogen. Anleihefonds hätten dagegen die 21. Woche in Folge Mittelzuflüsse verzeichnet – in den vergangenen Tagen allein 6,9 Milliarden Dollar.

Bei den Einzelwerten gerieten am Freitag vor allem Firmen mit einem großen Mexiko-Geschäft unter Druck – allen voran die Autobauer BMW, Daimler und Volkswagen, deren Titel sich um bis zu 2,6 Prozent verbilligten. Die Aktien von General Motors (GM) und Ford mussten an der Wall Street ebenfalls Verluste hinnehmen.

Größter Verlierer im Dax war allerdings der Zahlungsdienstleisters Wirecard. Nach einem Bericht des Handelsblatts ist das Unternehmen mit Sitz in Aschheim bei München im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen betrügerische Online-Börsenhändler Visier verschiedener Staatsanwaltschaften. Die Aktie ging zunächst auf Talfahrt und stürzte bis zu 14 Prozent ab, bis zum Börsenschluss konnte sie den Verlust auf 8,7 Prozent eindämmen.

Weitere Einzelwerte im Fokus

Telekom: Als erster in der Branche hat die Deutsche Telekom auf die Sanktionen der USA gegen den chinesischen Netzausrüster Huawei reagiert. Das Unternehmen fordert die Mitarbeiter auf, keine Geräte von Huawei mehr als Diensthandys zu bestellen. Es gebe zwar kein generelles Kaufverbot, die Geräte des Herstellers werden auch den Kunden der Telekom weiterhin angeboten – allerdings weniger präsent als zuvor. Die Aktie der Telekom schloss 0,6 Prozent im Minus.

Wirecard: Tausende Europäer sind Opfer von betrügerischen Trading-Seiten geworden. Dabei haben nicht nur die Kriminellen, sondern auch die Zahlungsabwickler mitverdient. Wie das Handelsblatt berichtet, prüft auch im Fall von Wirecard nun die Staatsanwaltschaft die Zahlungen. Die Aktie verlor 8,7 Prozent.

Bayer: Das Unternehmen muss sich erneut mit einer Klage gegen die zugekaufte Tochter Monsanto befassen. Diesmal geht es um verseuchtes Wasser. Der Landkreis Los Angeles reichte am Donnerstag beim zuständigen kalifornischen Bundesbezirksgericht ein. Bayer müsse sich an den Kosten für die Säuberung von Dutzenden mit PCB-Chemikalien verseuchten Gewässern beteiligen und Strafschadenersatz zahlen. Die Aktie Bayers gab um 2,7 Prozent nach.

Commerzbank: Das Institut hat die Märkte 2016 womöglich zu spät über seine neue Strategie informiert. Die Finanzaufsicht Bafin prüft eine Strafe. Wegen einer verspätetem Ad-hoc-Mitteilung drohen der Bank im Extremfall 195 Millionen Euro Strafe. Die Commerzbank-Aktie verlor 1,9 Prozent.

Analystencheck: Credit Suisse belässt Fedex auf „Outperform“

Die schweizerische Bank Credit Suisse hat die Einstufung für Fedex auf „Outperform“ mit einem Kursziel von 241 US-Dollar belassen. Der Logistikkonzern habe unter anderem angekündigt, ab 2020 für die meisten Bürger der USA an sieben Tagen je Woche Pakete ausliefern zu wollen, schrieb Analystin Allison Landry in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Bislang biete das Unternehmen dies nur in der Hochsaison an. Zudem habe Fedex in Aussicht gestellt, große Versandstücke effizienter bearbeiten zu wollen. Die vorgestellten Initiativen sollten Landry zufolge helfen, im schnell wachsenden E-Commerce-Geschäft besser Fuß zu fassen.

Mit Agenturmaterial
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