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Dax aktuell Dax rutscht auf das Kurs-Niveau von Februar 2017 ab

Trotz des Handelsstreits war der Leitindex mit Gewinnen in den Tag gestartet. Doch bis Börsenschluss rutschte er deutlich in die Verlustzone.
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Rückfall: Dax sackt auf Zwei-Jahres-Tief

Frankfurt Die Negativserie an den Aktienmärkten hält auch in der Karwoche an. Der Handel begann verheißungsvoll und endete ernüchternd: Der Dax verlor letztlich 0,8 Prozent auf 11.787 Punkte. Auf einem derart tiefen Niveau hatte der Dax zuletzt im Februar 2017 geschlossen. Der MDax der mittelgroßen Werte gab um 0,3 Prozent auf 25.134 Zähler nach, der TecDax verlor sogar 1,7 Prozent auf 2512 Punkte. Der Euro Stoxx 50 schloss 0,7 Prozent schwächer bei 3274 Punkten.

Dabei war der Dax freundlich in den Tag gestartet – durchaus überraschend nach den großen Verlusten in der Vorwoche. Dort hatte der Leitindex insgesamt vier Prozent eingebüßt. Im Handelsverlauf am Montag gab die Frankfurter Benchmark ihre Gewinne jedoch ab und rutschte dann in die Verlustzone.

Vor allem die sich abzeichnende Eskalation des Streits zwischen Russland und dem Westen im Sog eines Giftanschlags auf einen russischen Ex-Agenten in Großbritannien verdarb den Anlegern die anfängliche Kauflaune. Die USA und EU üben hier den Schulterschluss und weisen etliche russische Diplomaten aus.

Außerdem ausschlaggebend: der starke Euro. Am späten Nachmittag kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,2443 US-Dollar. In der Nacht hatte der Euro zeitweise über einen Cent niedriger notiert. Der Euro profitierte von einer Dollar-Schwäche. „Der zuletzt zugespitzte Konflikt über Importzölle mit China belastet den Dollar“, sagte Stephan Rieke, Devisenexperte bei der Bank Oddo BHF.

Auch das politische Durcheinander in den USA spreche gegen den Dollar. So hatte Präsident Donald Trump in der vergangenen Woche den als gemäßigt geltenden Sicherheitsberater H.R. McMaster gefeuert. Er soll durch John Bolton ersetzt werden, der als Hardliner gilt.

Auf den Verkaufszetteln in Frankfurt blieben die Aktien der Deutschen Bank, die ein Prozent an Wert einbüßten. Seit Finanzchef James von Moltke vor einem schwachen ersten Quartal bei Deutschlands größtem Kreditinstitut gewarnt hat, stehen sie unter Druck. Die Papiere der seit Freitag gelisteten Tochter DWS gaben über zwei Prozent auf 32,35 Euro nach, womit sie unter den Ausgabekurs von 32,50 Euro abtauchten.

In Washington kündigte die für die Datenaffäre zuständige Bundesbehörde FTC eine Untersuchung des Skandals um die britische Firma Cambridge Analytica an. Die Aktien des weltgrößten Internet-Netzwerks brachen daraufhin um 6,5 Prozent auf 149,02 Dollar ein. Das ist der niedrigste Stand seit Anfang Juli 2017. Die Marktkapitalisierung von Facebook ist damit in den vergangenen zehn Handelstagen um über 100 Milliarden Dollar geschrumpft.

Am Dienstag legt dann der schwedische Modehändler H&M Zahlen vor. Am Mittwoch öffnen die Online-Kleinanzeigenbörse Scout24, der Hafenbetreiber HHLA und der Finanzkonzern Wüstenrot und Württembergische ihre Bücher.

  • rtr
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