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Dax aktuell Dax rutscht unter die Marke von 11.600 Punkten

Nach einem Jahreshoch am Freitag musste der Dax den Anstieg erst verarbeiten. Die Anzeichen für eine konjunkturelle Stabilisierung der Euro-Zone mehren sich.
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Nach kräftigen Kursanstiegen zum Jahresbeginn werden Anleger wieder vorsichtiger. Quelle: dpa
Dax-Tafel an der Frankfurter Börse

Nach kräftigen Kursanstiegen zum Jahresbeginn werden Anleger wieder vorsichtiger.

(Foto: dpa)

FrankfurtFast den gesamten Handelstag lag der Dax im Plus, rutschte aber in den letzten Minuten noch ins Minus. Die Frankfurter Benchmark schloss 0,08 Prozent tiefer bei 11.593 Punkten.

Noch am vergangenen Freitag hatte das Börsenbarometer mit 11.677 Punkten ein neues Jahreshoch erreicht. Auf solch einem Niveau lag der Index zuletzt Mitte Oktober 2018.

Börsianer schätzen die Konjunktur in der Euro-Zone wieder optimistischer ein. Das entsprechende Barometer legte im März nach sechs Rückgängen in Folge erstmals wieder zu, und zwar um 1,5 auf minus 2,2 Punkte, wie die Investment-Beratungsfirma Sentix am Montag unter Berufung auf ihre Umfrage unter 1000 Anlegern mitteilte. Im Februar war es noch auf den tiefsten Stand seit November 2014 gefallen.

„Auch wenn sich die Zeichen für eine konjunkturelle Stabilisierung der Euro-Zone mehren, ist es zu früh, schon Entwarnung zu geben“, sagte Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner. Die Konjunkturerwartungen verbesserten sich auf vergleichsweise niedrigem Niveau, während die Lage so negativ bewertet wurde wie seit rund zweieinhalb Jahren nicht mehr.

Auch für die deutsche Konjunktur liefert das Barometer Signale der Stabilisierung. „Allerdings befindet sich auch hier die Wirtschaft noch immer in einer prekären Verfassung“, sagte Hübner. So wurde die Lage zum fünften Mal in Folge schlechter und zugleich so negativ bewertet wie seit November 2014 nicht mehr. Die Erwartungen stiegen zum zweiten Mal in Folge, sind aber immer noch negativ. „Die einstige Konjunkturlokomotive sticht also derzeit keineswegs mehr positiv hervor“, sagte Hübner.

Im Handelsstreit zwischen den USA und China gibt es neue Hoffnung auf eine baldige Lösung. Dem „Wall Street Journal“ zufolge könnten US-Präsident Donald Trump und sein chinesischer Kollege Xi Jinping bei einem Gipfel Ende März ein Abkommen schließen. In diesem Rahmen könnten die gegenseitigen Strafzölle gesenkt oder gar komplett aufgehoben werden, hieß es in dem Bericht.

Blick auf die Einzelwerte

Linde: Gegen alle Widerstände hat Linde-Aufsichtsratschef Wolfgang Reitzle die Fusion des Münchener Industriegasekonzerns mit seinem US-Konkurrenten Praxair durchgeboxt. Mit einem operativen Umsatz von 28 Milliarden Dollar wird die neue Linde plc den französischen Rivalen Air Liquide als weltweiten Marktführer ablösen. Am Freitag haben die US-Wettbewerbshüter final grünes Licht für den Zusammenschluss gegeben.

Mit einer Marktkapitalisierung von knapp 84 Milliarden Euro ist der neue Konzern zweitstärkster Wert im Dax – hinter SAP. Die Größe hätte bei dem Deal zwar nicht im Vordergrund gestanden, sagte Reitzle dem Handelsblatt. Eine hohe Bewertung schütze aber vor Hedgefonds-Attacken und ermögliche weitere Übernahmen. „In China zum Beispiel können wir uns jeden Milliardendeal leisten“, prophezeite er. Am Montag verlor die Aktie des Konzerns 1,9 Prozent.

Volkswagen: Die VW-Nutzfahrzeugtochter Traton wird noch vor Ostern an die Börse gehen, heißt es in Finanzkreisen. Nach einer Umfrage der Investmentbank Evercore bei mehr als 50 Investoren ist die überwältigende Mehrheit der Ansicht, VW sollte seine Lkw-Tochter möglichst schnell an die Börse bringen. Dies könnte auch anderen Kandidaten den Start erleichtern. Die Aktie des Mutterkonzerns VW ging praktisch unverändert aus dem Handel.

FMC: Die Aktien von Fresenius Medical Care (FMC) brachen um 2,2 Prozent ein. Die USA wollen die Behandlungskosten für Dialyse-Patienten reduzieren und daher künftig Behandlungen daheim statt in speziellen Kliniken finanzieren. Die Titel der FMC-Mutter Fresenius verloren 0,3 Prozent.

SAP: Anleger erwarten am Rosenmontag die Zahlen des SAP-Rivalen Salesforce. Der US-Softwareanbieter ist in den vergangenen Jahren kräftig gewachsen und investiert massiv in die Expansion. So wurde kürzlich der Zukauf des amerikanisch-israelischen Entwicklers Click Software für rund 1,5 Milliarden Dollar bekannt.

Derweil hat SAP-Mitgründer Hasso Plattner verkündet, dass er für mindestens drei weitere Jahre den SAP-Aufsichtsrat leiten will. Seine Nachfolge lässt er offen. Das stößt einigen Aktionären auf. Die SAP-Aktie notiert am Tag der Quartalszahlen der Konkurrenz 0,2 Prozent im Minus.


Was die Charttechnik sagt

Mit dem neuen Jahreshoch am Freitag ist die Konsolidierung abgeschlossen. Doch erst mit dem Sprung über die Marke von 11.800 Punkten wäre der Bärenmarkt beendet. „Spannend aus charttechnischer Sicht wird es am 5. März, da auf diesen Tag das Ende einer Preis- und Zeitzone entfällt“, haben die Charttechniker der Helaba berechnet.

Auf der Unterseite ist kurzfristig die Marke von 11.416 Zählern wichtig, weil dort der Tiefpunkt der zweitägigen Konsolidierung liegt. Alle Kurse über 11.347 Punkten sind eindeutig „bullish“ zu werten.

Analystencheck: Goldman Sachs belässt Inditex auf „Buy“

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Inditex vor Jahreszahlen von 29,00 auf 30,50 Euro angehoben und die Einstufung auf „Buy“ belassen. Analyst Richard Edwards erhöhte in einer am Freitag vorliegenden Studie seine Prognose für das operative Ergebnis des spanischen Textilkonzerns im kommenden Jahr moderat und berücksichtigte dabei die jüngsten Bewegungen am Devisenmarkt.

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