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Dax aktuell Dax scheitert an der Marke von 12.300 Punkten – Bayer-Aktie legt mehr als neun Prozent zu

Berichte über den Stand der Gespräche im Handelsstreit haben den deutschen Leitindex bewegt. Nachdem der Dax leicht abgesackt ist, schließt er leicht im Plus.
Update: 27.06.2019 - 17:34 Uhr Kommentieren
Dax aktuell: Mögliche Einigung im Handelsstreit stützt den Dax Quelle: dpa
Dax-Kurve

An den Märkten herrscht wieder Optimismus.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der Zollstreit zwischen den USA und China hat an diesem Donnerstag die Aktienmärkte bewegt: Bei Handelsschluss notierte der Dax rund 0,3 Prozent im Plus bei 12.278 Punkten, nachdem er vormittags zunächst bis auf 12.335 Zähler gestiegen und anschließend auf 12.209 Punkte gefallen war. Am Vortag hatte der deutsche Leitindex leicht im Plus geschlossen.

Auf Wochensicht liegt der Dax damit rund 0,5 Prozent im Minus. Die leichten Kursverluste sind aber wahrscheinlich eher auf Gewinnmitnahmen als auf eine pessimistische Grundstimmung zurückzuführen. Das Jahreshoch von 12.438 Punkten liegt noch in Reichweite.

So schreibt der Verhaltensökonom Joachim Goldberg in seinem Dax-Sentiment für die Frankfurter Börse: „Dabei spricht vieles dafür, dass die frischgebackenen Pessimisten [...] nicht wirklich negativ zum Aktienmarkt eingestellt sind, sondern letztlich versuchen werden, auf niedrigerem Niveau – möglicherweise zwischen 11.900 und 11.950 – wieder einzusteigen und von einem erneuten Aufwärtsimpuls zu profitieren.“

Für positive Kursreaktionen sorgte am Donnerstag zunächst ein Bericht der „South China Morning Post“, nach dem die USA und China in ihrem Zollstreit kurz vor einer Einigung stünden. Die Vereinbarung sehe vor, dass die USA vorerst nicht wie angedroht Zölle auf zusätzliche chinesische Waren im Volumen von 300 Milliarden Dollar verhängen.

In die entgegengesetzte Richtung bewegten sich die Kurse nach einem Bericht des „Wall Street Journals“, dass Chinas Staatschef Xi Jinping seinem US-Kollegen Donald Trump neue Bedingungen für einen Deal im Handelsstreit vorlegen wolle.

Beide wollen sich am Samstag im Rahmen des G20-Gipfels treffen. China fordert demnach von den USA, das Verkaufsverbot von US-Technologie an Huawei aufzuheben. Zudem sollen die USA alle Zölle auf chinesische Einfuhren streichen und von Peking nicht länger fordern, mehr US-Exporte zu kaufen.

Diese Maximalforderungen kamen an den Märkten offensichtlich nicht gut an und nährten Zweifel an einer nahenden Einigung. Am Nachmittag bewegte sich der Dax aber wieder aufwärts.

„Es besteht die Hoffnung, dass US-Präsident Donald Trump den Handelskonflikt mit China endlich hinter sich bringen will“, sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus Axitrader. „Schließlich muss er an die Präsidentschaftswahl 2020 denken und will bis dahin eine weiter brummende US-Wirtschaft vorweisen.“

Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners gab allerdings zu bedenken, dass ein Handelsdeal zu langsamer sinkenden Leitzinsen führen könnte. „Dies dürfte eine positive Börsenreaktion dämpfen“, sagte Altmann.

Von einer Einigung im Handelsstreit würden vor allem Unternehmen mit einem hohen Exportanteil und einem starken Chinageschäft profitieren. Am Donnerstag standen zudem Finanzwerte im Fokus: Am Abend veröffentlicht die US-Notenbank Fed die Ergebnisse des zweiten Teils ihres diesjährigen Stresstests der in den USA aktiven Großbanken.

Vor einer Woche hat die Deutsche Bank den ersten Teil der Prüfung bestanden. Die Fed will das Resultat nach Handelsschluss an der Wall Street, also um etwa 22.30 Uhr deutscher Zeit, bekanntgeben.

Kasse machten am Donnerstag die Bitcoin-Anleger. Nachdem der Kurs der Kryptowährung am Mittwochabend bis auf 13.880 US-Dollar gestiegen war, gab er mehr als 2000 Dollar nach. Am Donnerstagabend kostete ein Bitcoin auf der Handelsplattform Bitstamp rund 11.600 Dollar.

Einzelwerte im Fokus

Bayer: Die Aktien von Bayer setzten sich mit einem Plus von mehr als neun Prozent an die Dax-Spitze. Das Unternehmen hatte Schritte angekündigt, um seine Rechtsstrategie in Milliarden-Dollar-Verfahren im Zusammenhang mit Glyphosat zu verbessern.

Deutsche Bank: Für die Deutsche Bank ging es nach dem Kursplus von mehr als drei Prozent vom Vortag auch am Donnerstag nach oben: Die Aktie gewann 1,34 Prozent. Das Handelsblatt hatte berichtet, dass sich bei der Deutschen Bank eine Einigung über den Stellenabbau im Zuge der Postbank-Integration anbahnt.

TLG Immobilien: Die Titel von TLG Immobilien rutschten dagegen um bis zu 8,5 Prozent ab auf ein Vier-Monats-Tief von 15,15 Euro. Das ist der größte Kursrutsch seit mehr als vier Jahren. Bei Handelsschluss notierte die Aktie noch 6,9 Prozent im Minus. Die Immobilienfirma sammelte 222 Millionen Euro frisches Kapital bei Investoren ein.

H&M: Dank der Aussicht auf ein gutes Sommergeschäft stiegen die Aktien bei Hennes & Mauritz (H&M) um 14 Prozent. Die Papiere der „Zara“-Mutter Inditex gewannen mehr als drei Prozent.

Analystencheck: Independent Research senkt Kursziel für BMW

Die Experten von Independent Research haben ihr Anlageurteil „halten“ für die BMW-Stammaktie bekräftigt, das Kursziel wurde aber um acht auf 70 Euro reduziert. Zur Begründung wird auf die „Gemengelage“ verwiesen. Einer starken finanziellen Basis stünden Konjunkturunsicherheiten, der Strukturwandel hin zur E-Mobilität und regulatorische Herausforderungen gegenüber.

Mit Agenturmaterial.

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