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Dax aktuell Dax schließt 1,9 Prozent höher

Zum Wochenschluss ist es für den Dax kräftig bergaufgegangen. Dafür haben auch Pläne der EZB zu erneuten Geldspritzen für Geschäftsbanken gesorgt.
Update: 15.02.2019 - 17:52 Uhr 2 Kommentare
Seit Mitte Oktober bewegt sich der deutsche Leitindex in der Spanne zwischen 11.800 Punkte auf der Ober- und 10.380 Zähler auf der Unterseite. Quelle: obs
Frankfurter Börse

Seit Mitte Oktober bewegt sich der deutsche Leitindex in der Spanne zwischen 11.800 Punkte auf der Ober- und 10.380 Zähler auf der Unterseite.

(Foto: obs)

DüsseldorfDer deutsche Leitindex hat am Freitag nach einem schwachen Start kräftig zugelegt. Er schloss 1,91 Prozent im Plus bei 11.301 Punkten. Insbesondere für den Bankensektor gab es Grund zur Freude: Die Europäische Zentralbank denkt wegen der eingetrübten Konjunkturaussichten über erneute Langfristkredite für Geschäftsbanken nach, wie EZB-Direktor Benoît Cœuré am Freitag auf einer Veranstaltung in New York sagte.

Die Aktie der Deutschen Bank notierte zum Handelsschluss am Freitag mehr als fünf Prozent im Plus bei 7,75 Euro. Die Commerzbank-Aktie notierte sogar 5,5 Prozent höher bei 6,66 Euro.

Noch am Vormittag hatten enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA und China den Anlegern in Europa Kopfschmerzen bereitet. Es gibt jedoch auch Hoffnung auf eine Lösung im Zollstreit der beiden größten Volkswirtschaften. Nach einer zweitägigen Verhandlungsrunde in Peking war am Freitag von Fortschritten die Rede. Außerdem soll in der kommenden Woche eine chinesische Delegation in die US-Hauptstadt reisen.

Zudem freuen sich Anleger, dass der Kongress in den USA am Donnerstagabend ein Haushaltsgesetz beschlossen hat, um einen erneut drohenden „Shutdown“, also Stillstand, von Teilen der US-Regierung abzuwenden.

In Deutschland stand an diesem Freitag neben den Banken Europas größter Versicherer Allianz im Fokus, der am Morgen seine Geschäftszahlen für das vergangene Jahr bekanntgegeben hat. Ein Händler sagte, die 2018er-Zahlen hätten die Erwartungen übertroffen, der Ausblick auf 2019 liege aber darunter. Die Aktie notierte bei Handelsschluss 3,22 Prozent im Plus bei 190,14 Euro.

Einzelwerte im Überblick

Allianz: Der Versicherer hat am Freitagmorgen seine Geschäftszahlen für das vergangene Jahr bekanntgegeben. Das operative Ergebnis stieg 2018 vor allem dank der Sachversicherungs-Sparte um vier Prozent auf 11,5 Milliarden Euro und lag damit am oberen Ende der eigenen Erwartungen. Die Dividende für das abgelaufene Jahr soll um 12,5 Prozent auf neun Euro je Aktie steigen (hier die Blitzanalyse). Die Aktie von Europas größtem Versicherer notierte am Freitagabend 3,22 Prozent im Plus bei 190,14 Euro.

Scout24: Den Werbekonzern Scout24 wollen die Finanzinvestoren Hellman & Friedman und Blackstone übernehmen und bieten dafür 46 Euro je Aktie. Der Scout24-Kurs schnellte zum Handelsstart am Freitag um 12 Prozent nach oben. Die Investoren wagen damit einen zweiten Anlauf: Scout24 hatte Mitte Januar den damals vorgeschlagenen Preis von 43,50 Euro als unangemessen zurückgewiesen. Nun trifft das neue Angebot auf die Unterstützung des Vorstands. Zu Handelsschluss notierte die Aktie 10,9 Prozent im Plus.

Daimler: Der Auto- und Lastwagenhersteller hat am Freitagmorgen gegen 10 Uhr seinen mehr als 300 Seiten starken Geschäftsbericht für das Jahr 2018 veröffentlicht. Eine vorläufige Bilanz mit Kernergebnissen wie Absatz, Umsatz und Gewinn hat der Stuttgarter Dax-Konzern zwar schon Anfang des Monats publiziert.

Dennoch dürfte die detaillierte Auflistung des Zahlenwerks samt Erläuterung für viele Beobachter und Mitarbeiter von höchstem Interesse gewesen sein – insbesondere den Risiko- und den Vergütungsbericht werden Investoren und Anleger intensiv lesen. Bei Handelsschluss notierte die Daimler-Aktie 2,66 Prozent im Plus.

Deutsche Bank: Finanzstaatssekretär Jörg Kukies macht sich Sorgen um den niedrigen Börsenwert großer deutscher Banken. „Deutsche Finanzinstitute sind gegenwärtig an der Börse ziemlich niedrig bewertet. Es gibt aber auch nach Börsenwert richtig große Banken aus China, den USA oder Frankreich“, sagte Kukies der Süddeutschen Zeitung.

Auf die Frage, ob die Deutsche Bank oder die Commerzbank wegen ihres niedrigen Börsenwerts von größeren Konkurrenten geschluckt werden könnten, sagte er: „In der Natur ist es so, dass die großen Tiere die kleinen fressen. In der Finanzwelt werden solche Entscheidungen von den Aktionären und Vorständen der Unternehmen getroffen, der Staat setzt den Rahmen.“ Er bestätigte, dass er im Jahr 2018 23 Mal mit Vertretern der Deutschen Bank gesprochen hat. Zu Handelsschluss notierte die Deutsche Bank-Aktie bei einem Plus von 4,63 Prozent.

Das sagt die Charttechnik

Seit Mitte Oktober bewegt sich der deutsche Leitindex in der Spanne zwischen 11.800 Punkte auf der Ober- und 10.380 Zähler auf der Unterseite, lediglich Ende Dezember unterbrochen durch einen kurzzeitigen Rutsch auf 10.279 Punkte. Das ist das neue Zweijahrestief.

Sollte der Dax über die Marke von 11.800 Punkte steigen, wäre der Bärenmarkt beendet. Ein Rutsch unter 10.380 Zählern und unter 10.279 würde den Abwärtstrend verschärfen und vermutlich für vierstellige Notierungen sorgen.

„Der Dax wird noch einige Wochen in dieser Spanne bleiben“, prophezeit Börsenexperte Stephan Heibel nach Auswertung der Handelsblattumfrage Dax-Sentiment.

Analystencheck: Baader Bank belässt die Einstufung für Nestle auf „Buy“

Die Baader Bank hat das Kursziel für Nestle nach Zahlen von 92 auf 94 Franken angehoben und die Einstufung auf „Buy“ belassen. Das vierte Quartal des Schweizer Lebensmittelkonzerns sei solide ausgefallen, schrieb Analyst Andreas von Arx in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Alles in allem hält er Nestle für fähig, die konzerneigenen, seines Erachtens konservativen Ziele für 2020 zu erreichen.

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2 Kommentare zu "Dax aktuell: Dax schließt 1,9 Prozent höher"

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  • @ Steffen Meyer

    Nee - Pawlow´scher Reflex.
    Nach Wahrnehmen des Wortes "Geldspritze" wird sofort der "Buy-Button" gedrückt.
    (Kredit-)"Geld" kann man beliebig nachdrucken respektive "verwässern" - Aktien kann man zwar auch "verwässern", aber eine Aktienverwässerung hat in den letzten Jahren kaum stattgefunden.
    Und nachdem Trump den FED-Chef Jerome Powell öffentlich abgewatscht hat, ist auch dieser schnell von seinem Deflations-Kurs abgerückt.
    Der darauf folgende Pawlow´sche Reflex hat im Amerikanischen auch einen wunderschönen Namen: "BTFD!" = "Buy the fucking dip!"

  • Irrationaler Überschwang