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Dax aktuell Dax schließt im Minus – Banken und Leoni beschäftigen die Anleger

Die mögliche Fusion zwischen den zwei größten deutschen Banken sowie eine Gewinnwarnung von Leoni treiben am Montag die Händler in Frankfurt um.
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Dax verteidigt Gewinne – „Experten haben große Zweifel an der Bankenfusion“

DüsseldorfDass die Deutsche Bank und die Commerzbank offiziell Fusionsgespräche aufgenommen haben, sorgt bei Politikern für unterschiedliche Reaktionen. An den Märkten kommen die Gespräche dagegen ausgesprochen gut an: Die beiden Geldhäuser gehörten am Montag zu den großen Gewinnern. Für die Deutsche Bank ging es um 4,2 Prozent nach oben, für die Commerzbank um 7,2 Prozent.

Der Dax konnte davon aber nicht nachhaltig profitieren. Nachdem der deutsche Leitindex zum Handelsstart noch ein halbes Prozent im Plus gelegen hatte, ging es im Laufe des Tages Stück für Stück abwärts. Letztendlich schloss der Dax 0,3 Prozent leichter.

Neben dem Hauptgesprächsthema Bankenfusion sorgte der angeschlagene Autozulieferer und Kabelspezialist Leoni abermals für negative Schlagzeilen. In den ersten zwei Monaten habe sich die anhaltend schwierige Situation in unerwartetem Umfang fortgesetzt, hieß es in einer am Sonntagabend verbreiteten Mitteilung des Unternehmens. Die Leoni-Titel brachen zeitweise um mehr als 20 Prozent ein auf den tiefsten Stand seit 2010.

Auch der Brexit beschäftigte die Anleger. Schließlich könnte am Dienstag die britische Premierministern Theresa May ihre bereits zwei Mal gescheiterte Scheidungsvereinbarung mit der EU erneut zur Abstimmung stellen. Laut dem Unterhaus-Vorsitzenden John Bercow lassen es die Parlamentsregeln aber nicht zu, dass ein Antrag während einer Legislaturperiode wiederholt zur Abstimmung gestellt wird.

Thomas Meißner, Chef-Anlagestratege der LBBW, glaubt aber ohnehin nicht an einen Erfolg Mays: „Alles andere als eine weitere Niederlage wäre eine faustdicke Überraschung. Wenn der ausgehandelte Brexit-Vertrag im Unterhaus erneut durchfiele, müsste der anstehende EU-Gipfel eigentlich einen Brexit-Aufschub beschließen, um einen harten Brexit zu vermeiden.“ Es sei aber unklar, ob die notwendige Einstimmigkeit herrsche.

Gute Nachrichten gab es dagegen aus Italien: Die Anleger reagierten erleichtert auf die Entscheidung der Ratingagentur Moody's, die Bonitätsnote Italiens nicht zu senken. Bei einer Herabstufung hätten die Staatsanleihen das Gütesiegel „Investment Grade“ verloren, wodurch Pensionsfonds und Lebensversicherer zum Verkauf gezwungen wären. Stattdessen deckten sich Investoren wieder mit italienischen Bonds ein und drückten die Rendite der zehnjährigen Titel auf ein Zehn-Monats-Tief. Gleichzeitig legten die italienischen Banken deutlich zu.

An diesem Montag traten zudem die jüngsten Änderungen in der Zusammensetzung der Indizes der Deutschen Börse in Kraft. So rückten Knorr-Bremse und Dialog Semiconductor in den MDax auf. Der Bremsen-Hersteller und der Chip-Designer ersetzen Salzgitter und Schaeffler, die in den SDax abstiegen. Dort gab es weitere Wechsel. Die Zusammensetzung des Dax hingegen änderte sich nicht.

Die weiteren Indizes

Der breiter gefasste MDax legte gegenüber dem vergangenen Freitag um 0,3 Prozent zu, für den Tex-Dax ging es dagegen um 0,2 Prozent abwärts. Der Euro-Stoxx 50 bewegte sich kaum vom Fleck.

Blick auf die Einzelwerte

Deutsche Bank: Am Wochenende ist bekannt geworden, dass der Chef der Deutschen Bank Christian Sewing mit dem Commerzbank-Vorstand Martin Zielke einen Zusammenschluss prüft. Einige Analysten sehen einen solchen Zusammenschluss ziemlich kritisch. Bei Anlegern kamen die Nachrichten aber weitgehend gut an. Schlussendlich gewann die Aktie der Deutschen Bank 4,1 Prozent und führte damit den Dax an.

Commerzbank: Anleger der Commerzbank freuten diese Nachrichten sogar noch stärker. Die Papiere schlossen satte 7,2 Prozent im Plus. Mit über 7,60 Euro erreichten sie ihren höchsten Wert seit Anfang Dezember.

DWS: Die Papiere der DWS verbuchten zeitweise sogar einen Rekord-Kurssprung von 15 Prozent und schloss 9,1 Prozent im Plus. Marktspekulationen zufolge könnte die Vermögensverwaltung der Deutschen Bank im Rahmen eines Zusammenschlusses mit der Commerzbank zum Verkauf gestellt werden.

„Weder Deutsche Bank noch Commerzbank haben ein nachhaltig erfolgreiches Geschäftsmodell“

ThyssenKrupp: Der Essener Großkonzern hat den Zuschlag für den Bau einer Düngemittelfabrik erhalten. In drei Jahren soll die neue Anlage in Betrieb gehen. Das freute die Anleger: Die Aktie war mit 2,8 Prozent der zweitgrößte Gewinner im Dax.

Talanx: Der Versicherungskonzern Talanx kommt beim Umbau seines stark belasteten Industriegeschäfts voran, teilte das Unternehmen am Montag in Hannover mit. Die Aktie schloss daraufhin 2,7 Prozent im Plus.

Leoni: Der angeschlagene Autozulieferer und Kabelspezialist Leoni sorgte abermals für negative Schlagzeilen. In den ersten zwei Monaten habe sich die anhaltend schwierige Situation in unerwartetem Umfang fortgesetzt, hieß es in einer am Sonntagabend verbreiteten Mitteilung des Unternehmens. Die Leoni-Titel brachen um mehr als 20 Prozent ein auf den tiefsten Stand seit 2010 und schlossen 19,7 Prozent im Minus.

Analystencheck: DZ Bank senkt fairen Wert für Siemens

Die DZ Bank hat den fairen Wert für Siemens vor einem Kapitalmarkttag von 123 auf 122 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf „Kaufen“ belassen. Der Industriekonzern könnte neben einem bestätigten Jahresausblick Maßnahmen und Details zur mittelfristigen Zielerreichung bekanntgeben, schrieb Analyst Alexander Hauenstein. Bei seinen neuen fairen Wert berücksichtigte Hauenstein unter anderem einen höheren Risikoabschlag mit Blick auf den Brexit.

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