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Dax aktuell Dax schließt im Minus - Daimler-Gewinnwarnung und Konjunktursorgen belasten die Börse

Der Ifo-Index ist auf dem niedrigsten Wert seit 2014 – das sorgte für schlechte Stimmung an der Börse. Die Bitcoin-Rally geht derweil weiter.
Update: 24.06.2019 - 17:58 Uhr Kommentieren
Der schwachen Daten vom Ifo-Index beschäftigt die Händler an der Börse in Frankfurt. Quelle: dpa
Börse in Frankfurt

Der schwachen Daten vom Ifo-Index beschäftigt die Händler an der Börse in Frankfurt.

(Foto: dpa)

FrankfurtNach der starken Vorwoche ging es für den Dax zum Start in die neue Börsenwoche am Montag in die andere Richtung. Der Leitindex schloss 0,53 Prozent im Minus bei 12.275 Punkten. Die Gewinnwarnung des Autobauers Daimler sowie der eingetrübte Ifo-Index seien „keine guten Zutaten“ für den deutschen Leitindex, sagte Marktexperte Robert Halver von der Baader Bank.

In der vergangenen Woche hatte das deutsche Börsenbarometer noch insgesamt mehr als zwei Prozent zugelegt – vor allem, weil die Europäische Zentralbank und die US-Notenbank Fed Hoffnungen der Anleger auf neue Zinssenkungen untermauert hatten. Seit dem Zwischentief vor drei Wochen bei 11.620 Punkten legte der Dax sogar um bis zu sieben Prozent zu. Am vergangenen Donnerstag setzte er ein neues Jahreshoch bei 12.438 Zählern.

Am Montag konnte sich der Dax diesem Niveau aber nicht nähern. Zum einen zog Daimler die Aktien der Rivalen BMW und Volkswagen mit sich nach unten, nachdem der Autobauer am Sonntag seine Gewinnprognose gekappt hatte.

Zum anderen belastete der Ifo-Index die Kurse: Das Barometer für das Geschäftsklima fiel auf 97,4 Punkte von 97,9 Zählern, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag zu seiner monatlichen Umfrage unter rund 9000 Managern mitteilte. Das ist der niedrigste Wert seit November 2014. Ökonomen hatten mit einem Rückgang auf 97,2 Punkte gerechnet.

„Die Stimmung in den deutschen Chefetagen hat sich weiter abgekühlt“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Führungskräfte beurteilten ihre Geschäftslage besser, die Aussichten für die kommenden sechs Monate hingegen schlechter. Angesichts der Zollkonflikte, der Gefahr eines harten Brexit sowie wachsender Spannungen zwischen den USA und dem Iran rauschten die Konjunkturerwartungen der Anleger zuletzt in den Keller.

Am Ende der Woche werden deshalb die Blicke auf den G20-Gipfel in Japan gerichtet sein, von dem sich Investoren Fortschritte im Handelskonflikt zwischen den USA und China erhoffen. Schließlich ist ein Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping geplant.

Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus Axi-Trader warnte allerdings: „Aufgrund zahlreicher scheinbar unüberwindbarer Hürden wird es kaum zu einem Deal kommen. Die Hoffnung ist ein Waffenstillstand und eine Annäherung, die dann irgendwann zu einem Abkommen führen kann.“

Zusätzliche Sorgen bereitet aktuell der Schlagabtausch zwischen den USA und Iran, bei dem ein militärischer Zusammenstoß drastische Folgen hätte. Vor diesem Hintergrund blieb die „Antikrisen-Währung“ Gold mit einem Preis von 1405,11 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) auf Tuchfühlung mit ihrem Sechs-Jahres-Hoch vom Freitag.

Währenddessen ging die Bitcoin-Rally weiter. Die älteste und wichtigste Cyber-Devise eroberte am Wochenende die 10.000er Marke zurück und kletterte am Montag um bis zu 14,4 Prozent auf ein Eineinhalb-Jahres-Hoch bei 11.367 Dollar. Damit hat sich der Kurs seit Anfang Mai mehr als verdoppelt.

Einzelwerte im Fokus

Daimler: Der Autobauer hatte am Sonntagabend wegen steigender Kosten zur Bewältigung der Dieselkrise seine Gewinnprognose gesenkt. Daimler-Aktien fielen daraufhin zweitweise um mehr als vier Prozent, in ihrem Sog verloren die Rivalen BMW und Volkswagen jeweils bis zu ein Prozent. Die Gewinnwarnung an sich komme nicht überraschend, ihr Umfang dagegen schon, schrieb Analyst Philippe Houchois von der Investmentbank Jefferies.

Metro: Im Nebenwerte-Index MDax stiegen die Papiere von Metro dagegen um bis zu 4,5 Prozent auf ein Eineinhalb-Jahres-Hoch von 16,25 Euro. Großaktionär Daniel Kretinsky will den Handelskonzern für 16 Euro je Aktie übernehmen. Das Management der Firma kritisierte die Offerte des tschechischen Milliardärs als zu gering. Analyst Volker Bosse von der Baader Helvea Bank riet den übrigen Metro-Aktionären dagegen, das Angebot anzunehmen. Das Unternehmen leide unter massivem Konkurrenzdruck. Zum Handelsschluss lagen die Metro-Aktien bei plus 2,57 Prozent.

Morphosys: Positive Studienergebnisse beflügelten die Aktien des Biotechunternehmens. Die Papiere von Morphosys legten am Montag um bis zu rund acht Prozent auf 93,45 Euro zu und notierten damit so hoch wie noch nie in diesem Jahr. Das Unternehmen hatte am Wochenende mitgeteilt, dass in einer klinischen Studie der Phase II mit dem Antikörper MOR208 das Studienziel erreicht worden sei. In der Untersuchung wurde das Mittel in Kombination mit einem anderen Krebsmedikament bei Patienten mit diffusen großzelligen B-Zell-Lymphom - einer bösartigen Erkrankung des lymphatischen Systems - getestet.

RWE: Ein negativer Analystenkommentar machte dem Energiekonzern zu schaffen. Die Aktien verloren bis zum Handelsschluss mehr als drei Prozent. Die Experten der HSBC stuften die Titel auf „Reduce“ von „Hold“ herunter.

Lufthansa: Die Lufthansa-Aktie verlor weiter an Wert und fiel um rund ein Prozent. Dabei hatte das Unternehmen im Tagesverlauf auf seinem Investorentag angekündigt, sich bei der Dividendenausschüttung künftig am Nettogewinn statt am operativen Ergebnis zu orientieren. In Zukunft würden 20 bis 40 Prozent des um Sondereffekte bereinigten Konzerngewinns als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet, teilte die Fluggesellschaft am Montag per Adhoc mit. Die bisherige Dividendenpolitik sah die Ausschüttung von zehn bis 25 Prozent des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (Ebit) vor.

Analystencheck: Kepler Cheuvreux erhöht Kursziel für Alstom

Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat das Kursziel für Alstom von 42,50 auf 45,50 Euro angehoben und die Einstufung auf „buy“ belassen. Der Wettbewerb in der Eisenbahnindustrie nehme zu, daher müsse der französische Zughersteller, dessen Fusion mit dem deutschen Konkurrenten Siemens gescheitert war, den Fokus auf Kostenoptimierung legen, schrieb Analyst William Mackie in einer Studie.

Mit Agenturmaterial.

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