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Für Anleger sind neben den Jahreszahlen von Thyssen-Krupp weiterhin die Entwicklungen im Handelsstreit interessant.

(Foto: action press)

Dax aktuell Dax schließt im Minus – Schocknachrichten vom Fresenius-Konzern

Der deutsche Leitindex sackte am Mittwoch wieder ein Stückchen ab. Grund war vor allem ein Einbruch der Papiere von Fresenius Medical Care.
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FrankfurtKräftige Kursverluste der Aktien von Fresenius Medical Care (FMC) und der Mutter Fresenius haben einem Erholungsversuch im Dax am Mittwoch im Weg gestanden. Neuerliche Verluste an den US-Börsen trugen zur Marktschwäche bei.

Der deutsche Leitindex beendete den Handel 0,52 Prozent tiefer auf 11.715,03 Punkten. Für den MDax ging es um 0,12 Prozent auf 24.413,66 Punkte abwärts. Europaweit sah es ähnlich aus.

Der Medizinkonzern Fresenius hatte über unerwartet schlecht gelaufene Geschäfte bei der Dialyse-Tochter Fresenius Medical Care (FMC) und der Klinikkette Helios berichtet. Fresenius passte seine Jahresziele daher nach unten an, und FMC senkte sie.

Blick auf die Einzelwerte

Fresenius Medical Care: Der Dialyse-Spezialist hat nach einem dritten Quartal unter den eigenen Erwartungen die Umsatz- und Gewinn-Ziele für 2018 gesenkt. Das Ziel für das währungsbereinigte Umsatzwachstum auf vergleichbarer Basis werde „aufgrund des unerwartet schwachen Geschäfts mit Gesundheitsdienstleistungen in Nordamerika und den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in bestimmten Schwellenländern“ auf zwei bis drei Prozent (zuvor: fünf bis sieben Prozent) angepasst. Der Aktienkurs von Fresenius Medical Care (FMC) brach ein und notierte zum Handelsschluss 16,5 Prozent im Minus.

Fresenius: Der ebenfalls im Dax gelistete Mutterkonzern Fresenius bestätigte angesichts der FMC-Mitteilung seinen Ausblick für 2018 zwar, erklärte jedoch, Umsatz und Konzernergebnis würden am unteren Ende der bisherigen Bandbreiten liegen. Entsprechend fiel die Aktie bis Handelsschluss um 8,9 Prozent.

Akzo Nobel: Höhere Preise und Kosteneinsparungen haben im dritten Quartal für einen Anstieg des Kerngewinns des niederländischen Farbenherstellers von acht Prozent auf 243 Millionen Euro gesorgt. Der Umsatz ging um vier Prozent auf 2,33 Milliarden Euro zurück. Doch die Aktie legte 2,59 Prozent zu.

Zooplus: Der Internethändler für Tierbedarf bleibt zwar auf Wachstumskurs, allerdings ließ die Steigerungsrate im dritten Quartal abermals nach. Zuletzt siegen Zooplus-Papiere 1,6 Prozent. Die Anteile der Shop Apotheke lagen nach Veröffentlichung der Umsatzzahlen zunächst 3,1 Prozent im Plus, zum Handelsschluss noch 1,84 Prozent im Plus.

Evotec: Beim MDax lagen die Anteile von Evotec am Mittwoch zeitweise mit einem Plus von 3,1 Prozent vorne. Zum Handelsschluss notierte das Papier noch 2,24 Prozent im Plus. Der Wirkstoffforscher meldete eine Allianz mit dem Unternehmen Ferring bei Reproduktionsmedizin und Frauengesundheit.

Was die Charttechnik sagt

Im Fokus steht die Marke von rund 11.800 Punkten, genauer gesagt 11.865 Zählern, dem Tief des Vormonats September. Der Bereich um 11.800 Punkten hatte anderthalb Jahre lang dem deutschen Leitindex Unterstützung geboten. In dieser Zeit bewegte sich der Dax in einer Schiebezone zwischen 13.600 Punkten auf der Ober- und 11.800 Zählern auf der Unterseite. Nach dem Kursrutsch unter diese Marke in der vergangenen Woche ist aus der Unterstützung nun eine Widerstandslinie geworden. Abprall oder aber Durchbruch zur Wiedergenesung – um nicht weniger als das geht es dieser Tage. 

Sollte die Marke überwunden werden, ist bei rund 12.000 Punkten der nächste wichtige Widerstand ist Sicht. Das neue Jahrestief mit 11,.459 Punkten, das der Dax am Montag dieser Woche noch markierte, ist derzeit weit entfernt. Auch den „alten Tiefpunkt“ bei 11.726 Zählern aus dem März dieses Jahres hat der Dax aktuell deutlich hinter sich gelassen.

Sollte der Dax nicht die Wende nach oben schaffen, besteht nach Meinung der technischen Analysten der Düsseldorfer Bank HSBC Trinkaus bereits im 11.400er-Bereich die nächste gute Stabilisierungschance. Gelingt diese nicht, wartet der Härtetest um 11.150 Zähler.

Blick nach den USA und Asien

Die Anleger an der Wall Street haben am Mittwoch einen Gang zurückgeschaltet. Grund sei vor allem der enttäuschende Quartalsbericht von IBM, sagte ein Händler. Die im Dow gelisteten Aktien des weltgrößten IT-Dienstleisters brachen um 7,5 Prozent ein. Dies drückte auch den Dow Jones um 0,5 Prozent auf 25.670 Zähler. Am Dienstag hatte er über zwei Prozent gewonnen. Der S&P 500 und der Nasdaq-Composite verloren etwas weniger.

Der japanische Nikkei-Index stieg am Mittwoch um ein Prozent auf 22.783 Punkte, und die Börse Shanghai gewann 0,3 Prozent auf 2555 Zähler. Die vorangegangenen Verluste seien lediglich Gewinnmitnahmen gewesen, sagte Volkswirt Soichiro Monji vom Vermögensverwalter Daiwa SB. Daher stünden die Chancen für eine Wiederaufnahme der Kursrally gut.

Analystencheck: Bader Bank empfiehlt Sixt zum Kauf

Die Baader Bank hat Sixt nach den jüngsten Kursverlusten von „Hold“ auf „Buy“ hochgestuft und das Kursziel auf 112 Euro belassen. Auf dem vom Rekordhoch um rund ein Viertel niedrigeren Kursniveau seien die Papiere des Autovermieters wieder attraktiv, schrieb Analyst Christian Weiz in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Offenkundig hätten sich die Aktien der allgemeinen Marktschwäche nicht entziehen können.
Laut dem Handelsblatt-Analystencheck stehen bei der Sixt-Aktie acht Kauf-Empfehlungen neun Mal die Bewertung „Neutral“ gegenüber, keine Studie empfiehlt die Aktie zu verkaufen. Das gewichtete Kursziel, bei dem jüngere Studien höher gewichtet werden, liegt bei 117,51 Euro und damit deutlich über dem aktuellen Kurs von gut 93,50 Euro.

Weitere Analysen finden Sie im Handelsblatt-Analystencheck

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