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Dax aktuell Dax schließt im Plus – Commerzbank und Deutsche Bank legen kräftig zu

Die inoffiziellen Gespräche über einen Banken-Zusammenschluss werden an der Börse begrüßt, Boeing-Aktien fallen. Gewinner des Tages ist Wirecard.
Update: 11.03.2019 - 17:50 Uhr Kommentieren

Plus sieben Prozent – „Wirecard-Aktie macht Kurssprünge“

FrankfurtDer Dax startet freundlich in die Handelswoche. Am ersten Handelstag der Woche schließt der deutsche Leitindex mit einem Plus von 0,75 Prozent bei 11.543 Punkten. Am vergangenen Freitag ging der Index noch mit einem Minus von 0,5 Prozent und 11.458 Punkten aus dem Handel.

Das Thema am Markt: Die inoffiziellen Fusionsgespräche zwischen Commerzbank und Deutscher Bank. An der Börse wird diesem Thema nun erstmals eine größere Realisierungschance gegeben, wie ein Blick auf die Aktienkurse zeigt: Commerzbank plus 7,15 Prozent, Deutsche Bank plus 4,96 Prozent.

Auf außerbörslichen Plattformen hatte der Aktienkurs der Commerzbank am Sonntag bereits ein Plus von 7,8 Prozent erreicht, der Deutsche-Bank-Kurs hingegen „nur“ von 4,6 Prozent.

Die unterschiedliche Höhe der Pluszeichen zeigt an, dass die Commerzbank von solch einem Zusammengehen deutlich mehr profitiert. Finanzkreisen zufolge hat Commerzbank-Chef Martin Zielke bei internen Diskussionen mehrfach darauf hingewiesen, dass das Beteiligungsverhältnis für die eigenen Aktionäre bei einer Fusion aktuell so attraktiv wäre wie lange nicht.

Gemessen an den Marktwerten würden die Commerzbank-Aktionäre bei einem Zusammenschluss derzeit gut ein Drittel an dem fusionierten Institut halten. In den Jahren zuvor kamen die Anteilseigner der Commerzbank oft nur auf ein Viertel.

Trotz des Dax-Kursgewinns: Investoren dürften vorsichtig bleiben, schließlich gibt es weitere große Themen, die den Markt bewegen. So steht beim Brexit erneut eine spannende Woche an. Am Dienstag stimmt das britische Parlament ein zweites Mal über das EU-Austrittsabkommen von Premierministerin Theresa May ab.

Zwar wird eine Verschiebung des Austrittsdatums immer wahrscheinlicher. Aber solange auch dies nicht eindeutig feststeht, ist noch ein harter Brexit möglich. Zudem würde auch die Verlängerung der Frist für den Austritt nicht die Probleme lösen. Schließlich haben sich die Europäische Union und Großbritannien in den vergangenen etwa zweieinhalb Jahren nicht auf ein Vorgehen verständigen können.

Am Anleihemarkt setzt sich die Gegenbewegung vom vergangenen Freitagnachmittag fort. Nach dem Kursrutsch aufgrund der EZB-Entscheidung am Donnerstag fiel die Rendite von deutschen Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren am Freitagvormittag auf 0,05 Prozent, im heutigen Handel stieg dieser Wert wieder auf 0,072 Prozent.

Doch es sind vermutlich nur Gewinnmitnahmen. Für viele Experten ist der Rutsch unter die Null-Prozent-Linie nur noch eine Frage der Zeit, allerdings dürfte das noch etwas dauern.

Erstmals war die Rendite für die zehnjährigen deutschen Staatsanleihen im Juni 2016, kurz vor dem Brexit-Votum, unter die Nulllinie gefallen. Dies bedeutet, dass der Staat Geld von Investoren bekommt, wenn er Schulden macht.

Blick auf die Einzelwerte

Boeing: Nach dem Flugzeugabsturz in Äthiopien mit 157 Toten dürfen einem Medienbericht zufolge chinesische Fluggesellschaften vorerst keine Maschinen des Typs Boeing 737 Max mehr einsetzen. Das habe die chinesische Luftfahrtaufsicht CAAC angeordnet, berichtete das „Wall Street Journal“. Der Aktienkurs des US-Unternehmens fällt um mehr als sechs Prozent im amerikanischen Handel.

Wirecard: Nach dem Plus von 5,3 Prozent am vergangenen Freitag legt die Aktie des Zahlungsabwicklers weiter zu. Bis zum Dax-Schluss gewann sie 7,67 Prozent. Der Kurs am vergangenen Freitag wurde von der Hoffnung getrieben, dass der Vorwurf von angeblich kriminellen Machenschaften in der Niederlassung in Singapur bald aufgelöst werden könnte.

Deutsche Post: Das Kabinett will die Portoerhöhung am Mittwoch durchwinken, schreibt die „FAZ“. Standardbriefe könnten künftig bis zu 90 Cent kosten. Die Aktie profitiert von der Meldung und legt um 1,52 Prozent zu, nachdem sie bereits am vergangenen Freitag 0,7 Prozent an Wert gewonnen hatte.

Was die Charttechnik sagt

Die Aufwärtsbewegung seit Ende Dezember, als der Dax mit 10.279 Punkten ein neues Mehrjahrestief erreichte, zeigt ihre ersten größeren Schwächen. Anleger sollten also auf der Hut sein.

Der erste Widerstand, um diese Korrektur einzufangen, liegt bei 11.347 Zählern. Mit Kursen unterhalb von 11.142 Punkte würde die Rally komplett zu den Akten gelegt werden können. Bereits am Freitag hat der Dax mit 11.406 Punkten ein neues zweiwöchiges Tief markiert, was für technische Analysten als kleines Warnsignal gilt.

Für eine Rally-Fortsetzung muss das Börsenbarometer des bisherige Jahreshoch vom Freitag vor zehn Tagen überwinden, als der Index die Marke von 11.677 erreichte.

Analystencheck: Morgan Stanley erneuert Kaufempfehlung für Continental

Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat die Einstufung für Continental nach Jahreszahlen auf „Overweight“ mit einem Kursziel von 171 Euro belassen. Die Profitabilität der Automotive-Sparte sei höher als erwartet ausgefallen, schrieb Analystin Deeya D'Souza in einer am Freitag vorliegenden Studie. Der Preismix im Reifensegment sei trotz gesunkener Absatzvolumina solide geblieben.

Laut Handelsblatt-Analystencheck stehen bei der Continental-Aktie elf Kaufempfehlungen 20 Mal der Tat „Neutral“ gegenüber. Keine Studie empfiehlt den Verkauf des Automobilzulieferers. Das gewichtete Durchschnittskursziel, bei dem jüngere Studie höher gewichtet werden, liegt bei 156,90 Euro. Die Aktie notiert bei 139,13 Euro.

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