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Dax aktuell Dax schließt in Nähe von Rekordhoch – Die Handelswoche dürfte turbulent werden

Sitzung der US-Notenbank, Hexensabbat und viele Anleger, die auf einen Wiedereinstieg warten: Diese Mischung verspricht unruhige Börsentage.
15.06.2021 - 17:56 Uhr Kommentieren
Dax aktuell: Mögliche Einigung im Handelsstreit stützt den Dax Quelle: dpa
Dax-Kurve im Handelssaal in Frankfurt

Die Frankfurter Benchmark hat in diesem Jahr bereits mehrfach eine neue Bestmarke erreicht.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Am deutschen Aktienmarkt herrscht weiterhin freundliche Stimmung: Der Dax schloss am Dienstag 0,4 Prozent im Plus bei 15.730 Stellen. Mit dem Tageshoch von 15.792 Punkten war der deutsche Leitindex nur wenige Zähler von seiner neuen Bestmarkte entfernt, die am gestrigen Montag mit 15.803 Punkte erreicht wurde.

Besser macht es der Nebenwerte-Index MDax, der am heutigen Dienstag mit 34.346 Zählern ein neues Rekordhoch erreichte.

Die vier neuen Dax-Rekordhochs innerhalb von vier Wochen lassen ein Muster erkennen: Jedes Mal nach einer neuen Bestmarke treten Verkäufer in Aktion, der Dax gibt stets den Großteil seiner Gewinne wieder ab. Am gestrigen Montag war die Frankfurter Benchmark nach der neuen Bestmarke sogar wieder ins Minus gerutscht.

Das sieht nicht gerade nach Überzeugungskäufen aus. Allerdings muss man auch feststellen: Größere Rücksetzer gab es anschließend auch nicht. Lediglich nach dem 18. Mai, dem ersten Rekordhoch dieser vierwöchigen Serie, gab der Dax am Folgetag in der Spitze 500 Punkte nach. Doch dieser Rücksetzer wurde noch am gleichen Tag beendet.

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    Aus technischer Sicht ist der Rallymodus intakt, die Anlegerstimmung konstruktiv. Laut der Handelsblattumfrage Dax-Sentiment hat zumindest ein kleiner Teil von Anlegern seine zehnwöchige Zurückhaltung am Aktienmarkt aufgegeben und plant neue Investments. Auch die anderen Indikatoren signalisieren, dass die Rally noch weitergehen kann.

    Besonderer Hexensabbat im Monat Juni

    Am Freitag dieser Woche ist großer Verfallstag, Hexensabbat genannt. Die Laufzeit von Futures und Optionen auf Indizes sowie Optionen auf einzelne Aktien werden abgerechnet. An diesem Tag und bereits in der Woche davor ist es möglich, dass einzelne Aktienkurse stark schwanken, weil Investoren die Preise der Wertpapiere, auf die sie Derivate halten, in eine für sie günstige Richtung bewegen wollen.

    Der Verfallstag im Monat Juni fällt mit der Sitzung der US-Notenbank zusammen, die am Mittwoch nach Börsenschluss in Deutschland ihre geldpolitischen Beschlüsse erläutert. Entsprechend kann es durchaus heftigere Kursreaktion bereits am Donnerstag dieser Woche im Zusammenhang mit Verfallstag am folgenden Freitag kommen.

    Die Positionierung der Anlageprofis gibt eine solche Möglichkeit her, weil die Wünsche der Bullen und der Bären weit auseinander liegen. Die meisten Call-Optionen liegen im Bereich 16.000 Punkten, der Wunsch-Abrechnungskurs der Bullen. Die erste größere Put-Position der Bären liegt hingegen erst 14.500 Punkten.

    Sollte es Donnerstag oder Freitag dieser Woche zu größeren Kursschwankungen kommen, dürften die Positionierungen der Terminprofis diesen Trend verstärken. Dazu passt: Sowohl in den USA als auch hierzulande gibt es hohe Anzahl an neutral eingestellten Börsianern. Also Anleger, die weder pessimistisch oder optimistisch sind, sondern zurückhaltend am Markt agieren.

    Diese Gruppe wartet auf einen neuen Trend, bevor sie wieder investieret. In der Vergangenheit hat diese Ausgangslage oftmals sprunghafte Handelsverläufe begünstigt. Zumindest eine höhere Volatilität sollten Anleger also in den kommenden Handelstagen einkalkulieren.

    Blick auf die Einzelwerte

    Airbus: Mehr als 15 Jahre dauerte der Streit, jetzt gibt es eine Einigung: Die EU und die USA haben sich darauf verständigt, den Handelskonflikt um Subventionen für die Flugzeugbauer Airbus und Boeing auf längere Zeit einzufrieren. Diese Nachricht ließ die Aktie des deutsch-französischen Flugzeugbauers um 0,6 Prozent steigen. Mit 114,20 Euro erreichte das Papier zwischenzeitlich den höchsten Stand seit März des vergangenen Jahres.

    MTU: Rückenwind bekam die Luftfahrtbranche auch von einer Studie der Berenberg Bank. Nach drastischen Produktionskürzungen im Flugzeugbau in der Coronakrise nehme die Erholung nun wieder Fahrt auf, urteilte Analyst Andrew Gollan. Damit zogen die Anteilsscheine des Triebwerksbauers MTU um 1,8 Prozent an. Platz zwei im Dax hinter Siemens (plus 2,1 Prozent).

    Nordex: Anleger nahmen nach einem zwischenzeitlichen Plus von mehr als zwei Prozent Gewinne bei den Aktien des Windturbinenherstellers mit. Das Papier schloss 1,6 Prozent im Minus. Der Konzern hatte am Vortag mitgeteilt, kurz vor Abschluss eines Großauftrags in Australien zu stehen, die Aktien legten daraufhin mehr als sieben Prozent zu.

    Lufthansa: Die neuen Spar- und Gewinnziele der Lufthansa führen bei der Aktie zu Gewinnmitnahmen. Nach einem anfänglichen Plus von rund 1,5 Prozent verloren die Papiere 3,2 Prozent. Die bis 2024 angestrebte Rendite von mindestens acht Prozent des Umsatzes liege aber deutlich über den Erwartungen, sagte ein Händler.

    Stahl- und Rohstoffwerte: Fallende Metallpreise und der schwache europäische Rohstoffsektor wirkten negativ auf Stahl- und Kupferwerte. Aurubis verlor 1,8 Prozent, Salzgitter 1,9 Prozent, Klöckner & Co fünf Prozent und Thyssen-Krupp als klares Schlusslicht im MDax 7,4 Prozent.

    Commerzbank bestätigt Goldpreis-Prognose zum Jahresende

    Der Goldpreis schwankt derzeit heftig: Nach einem Kursrutsch von mehr als 30 Dollar am gestrigen Montag kann sich der Preis pro Feinunze am heutigen Dienstag wieder bei 1860 Dollar stabilisieren.

    „Wir führen die erratischen Preisschwankungen auf die Positionierung kurzfristig orientierter Anleger im Vorfeld der heute beginnenden Fed-Sitzung zurück“, meint Commerzbank-Rohstoffanalyst Carsten Fritsch. Seiner Ansicht nach erwartet eine Mehrheit, dass die US-Notenbank in dieser Woche erste Signale auf einen näher rückenden Ausstieg aus der ultra-expansiven Geldpolitik geben wird. Sollten diese ausbleiben beziehungsweise nicht so deutlich ausfallen wie erwartet, dürfte der Kurs wieder steigen.

    Die Commerzbank hat am gestrigen Montag ihre Preisprognose von 2000 Dollar für das Jahresende bestätigt. Begründung: Die Realzinsen sind deutlich negativ, die Inflation dürfte noch für einige Zeit hoch bleiben.

    Goldman will Handel mit Ether und Bitcoin ausweiten

    Die US-Bank Goldman Sachs will ihr Geschäft mit Kryptowährungen ausweiten und plant einen Handel mit Optionen und Future auch auf die zweitwichtigste Cyber-Devise Ethereum (Ether) anzubieten. Für Gordon Matthew , Leiter der Abteilung für digitale Vermögenswerte bei Goldman, wird „die institutionelle Akzeptanz anhalten“. Trotz der Preiskorrektur in den vergangenen Monaten sieht er „weiterhin ein großes Interesse an diesem Bereich“.

    Zudem will Goldman Sachs auch den Handel mit Exchange Traded Notes (ETNs) mit Bitcoin als Basiswert ermöglichen. ETNs sind Schuldverschreibungen, die die Wertentwicklung von Basiswerten, in dem Falle Bitcoin, möglichst exakt nachvollziehen.

    Am Markt kamen diese Nachrichten gut an. Der Bitcoinkurs blieb über 40.000 Dollar, der Etherpreis stieg sogar um mehr als vier Prozent auf 2590 Dollar.

    Was die Dax-Charttechnik sagt

    Seit dem Ausbruch aus der gut zweimonatigen Seitwärtsphase mit 14.800 Punkten auf der Unter- und 15.500 Zählern auf der Oberseite hat sich das charttechnische Bild gewandelt. Aus dem ehemaligen Widerstand bei 15.500 Zählern ist nun eine Unterstützungsmarke geworden. Dazu passt das Korrekturtief seit diesem Ausbruch, das bei 15.477 Zählern erreicht wurde. Dieser Bereich bietet sich für tradingorientierte Anleger als Stop-Loss-Marke an. Kurse unterhalb wären auch das Signal für den Startschuss der Sommerkorrektur.

    Solange der Dax oberhalb dieser Marke bleibt, ist der Rallymodus intakt und es gilt das Kursziel von 16.200 Punkten. Zur Berechnung wird die ehemalige Seitwärtsspanne von 700 Punkten zur Oberseite addiert.

    Hier geht es zur Seite mit dem Dax-Kurs, hier gibt es die aktuellen Tops & Flops im Dax.

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