Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Dax aktuell Dax schließt kaum verändert - Deutsche Bank gibt Großteil der Gewinne wieder ab

Der deutsche Aktienmarkt hat seine zwischenzeitlichen Gewinne wieder abgegeben. Die Nervosität nimmt angesichts des Handelskonflikts zwischen den USA und China zu.
2 Kommentare

Keine guten Vorzeichen: Trump lässt Handelssorgen wieder aufflammen

FrankfurtDer Handelsstreit zwischen den Regierungen in Washington und Peking hat auch zu Wochenbeginn die Anleger nicht losgelassen. Nach einer freundlichen Eröffnung lagen die Kurse zum Handelsschluss fast unverändert. Der Dax beendete mit einem Plus von 0,2 Prozent bei 12.262 Punkten den Handelstag. „Der Handelskonflikt zwischen den USA und China bleibt im Fokus“, sagte Fondsmanager Thomas Altmann vom Frankfurter Vermögensberater QC Partners.

Zunächst habe die Hoffnung auf eine Lösung auf diplomatischer Ebene überwogen. Doch bis konkrete Ergebnisse vorliegen, könne es noch dauern. Vor allem die Erleichterung über den Chefwechsel bei der Deutschen Bank hatte am Morgen für gute Stimmung gesorgt.

US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende getwittert, er rechne im Zollstreit mit Zugeständnissen Chinas. Auch Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow bemühte sich, die Furcht vor einem Handelskrieg zu dämpfen. Allerdings kam aus China Gegenfeuer. Ministerpräsident Li Keqiang warnte die US-Regierung vor Folgen über den wirtschaftlichen Bereich hinaus. Alleingänge von Staaten gefährdeten Frieden und Stabilität in der Welt, sagte Li bei einem Treffen mit UN-Generalsekretär Antonio Guterres in Peking.

Bei der Deutschen Bank setzen die Anleger ihre Hoffnungen in den neuen Chef Christian Sewing, der am Sonntag mit sofortiger Wirkung die Leitung des Geldhauses übernahm. Der Aktienkurs kletterte zunächst um 4,7 Prozent auf 11,88 Euro. Doch dann machte sich Ernüchterung breit. Zum Schluss lag das Papier nur noch ein Prozent im Plus. Auch die Commerzbank-Aktie gab ihre zwischenzeitlichen Gewinne fast komplett wieder ab.

Der mächtige Aktionärsberater Hermes, auf den zahlreiche große Pensionskassen und andere institutionelle Investoren hören, kritisierte Deutsche-Bank-Aufsichtsratschef Paul Achleitner. Es sei unklar, was der dritte Chefwechsel in Achleitners sechsjähriger Amtszeit für die Strategie der Bank bedeute.

Auch aus Sicht der Analysten von JP Morgan kommt es nun darauf an, welche Strategie die Deutsche Bank unter Sewing verfolgen wird. Eine klar definierte Ausrichtung fehle bereits seit Jahren.

Der 47-jährige Sewing verbrachte sein Berufsleben fast ausschließlich bei der Deutschen Bank. Sein Weg führte ihn von einer Banklehre bis in den Vorstand des Instituts, dem er seit 2015 angehört. Er leitete dort zusammen mit dem langjährigen Postbank-Chef Frank Strauß das Privat- und Firmenkundengeschäft. Dieses wird Strauß künftig alleine lenken.

Auf der Verliererseite standen Covestro und Adidas mit Verlusten von 1,5 sowie 0,8 Prozent. Auch die Aktien von Thyssen-Krupp gaben ihre zwischenzeitlichen Gewinne wieder ab und lagen zum Handelsschluss unverändert. Einem Medienbericht zufolge könnte die zu den weltgrößten Stahlherstellern zählende indische Tata Steel nach der Gründung des Stahl-Gemeinschaftsunternehmens mit Thyssen-Krupp die Mehrheit am Joint-Venture übernehmen. Die Aufstockung auf dann mehr als 50 Prozent könnte nach einem Börsengang erfolgen, hieß es von mit der Angelegenheit vertrauten Personen.

Softwarepannen, Schreibfehler und ein Football – Die größten Börsenpannen
Tippfehler mit Folgen
1 von 15

Ein Aktienhändler der UBS gab im Januar 1999 zu viele Nullen in seinen Rechner ein und handelte damit innerhalb von nur zwei Minuten zehn Millionen Aktien des Pharmakonzerns Roche, obwohl nur sieben Millionen Stück existierten. Das Handelsvolumen überstieg die Marktkapitalisierung von Roche um knapp die Hälfte. Den Verkauf versuchte er durch eigene Kauforders rückgängig zu machen.

(Foto: Reuters)
Lehman-Banker verkauft zu viel
2 von 15

Ein Händler der Investmentbank Lehman Brothers verkaufte 2001 aus Versehen hundertmal mehr Aktien als er wollte. Darunter waren auch Schwergewichte wie Astra Zeneca und BP. Der Banker vernichtete damit zeitweise 30 Milliarden Pfund an Börsenwert.

(Foto: AFP)
100 Millionen für Verdreher
3 von 15

Im Dezember 2001 begleitete UBS Warburg den Verkauf neuer Aktien des japanischen Unternehmens Dentsu. Ein Händler vertippte sich und verkaufte statt 16 Dentsu-Aktien zu 600.000 Yen 610.000 Aktien zu je 6 Yen. Innerhalb kürzester Zeit verkaufte die USB dadurch 61.915 Aktien, was etwa der Hälfte des Emissionsvolumens entspricht. Die UBS verlor durch die Panne 100 Millionen Dollar, weil sie die Aktien zum Marktpreis zurückkaufen musste.

(Foto: Reuters)
Milliarden statt Millionen
4 von 15

Ein Händler von Bear Stearns verzählte sich im Oktober 2002 beim Verkauf von Aktien bei den Nullen und handelte sie für vier Milliarden Dollar anstelle von vier Millionen. Bevor der Vertipper auffiel, gingen bereits Wertpapiere im Wert von 600 Millionen Dollar an neue Besitzer. Dadurch sank der Leitindex Dow Jones um 2,3 Prozent.

(Foto: dpa)
Football vermasselt 50-Millionen-Dollar-Deal
5 von 15

Ein äußerst ungewöhnliches Missgeschick passierte einem Händler der Bank of America im September 2006. Er wartete auf die Anordnung seines Vorgesetzten, um einen fertig vorbereiteten Deal über 50 Millionen Dollar abzuschließen. Es fehlte nur noch der Druck auf die Enter-Taste. Während er wartete, warf ein Trainee einen Football durch den Raum und traf die Tastatur, inklusive der Enter-Taste.

(Foto: AP)
Strafe für Morgan Stanley
6 von 15

Morgan Stanley musste im Februar 2007 für den Fehler eines Händlers 300.000 Dollar Strafe an die Börse New York zahlen. Der Banker wollte einen Order über 100.000 Wertpapiere abgeben, übersah aber den automatischen Multiplikator von 1000. Dementsprechend hatte seine Order statt der gewünschten 10,8 Millionen Dollar einen Wert von 10,8 Milliarden Dollar. Erst nachdem Aktien im Wert von 875,3 Millionen Dollar den Besitzer gewechselt hatten, wurde der Fehler bemerkt. Die Bank hat die Handelsvorschriften am Desk seitdem deutlich verschärft.

(Foto: AP)
Flash Crash
7 von 15

Der „Flash Crash“ wurde im Mai 2010 durch den Hochfrequenzhandel ausgelöst: Durch einen blitzartigen Kurseinbruch lösten sich innerhalb weniger Minuten fast eine Billion Dollar Marktwert in Luft auf. Der Kurs des Dow Jones fiel um rund 1.000 Punkte. Einige Aktien verloren in der Zeit rund die Hälfte ihres Wertes. Der Spuk dauerte eine halbe Stunde lang an. Der sogenannte Hochfrequenzhandel, bei dem Tausende Transaktionen binnen Millisekunden durch Computer ausgelöst werden, stand schon vorher in der Kritik.

(Foto: AFP)

Dass Borussia Dortmund (BVB) nach der peinlichen Schlappe in München zurück in die Erfolgsspur gefunden hat, wurde an der Börse mit einem Kursaufschlag von 3,6 Prozent honoriert. Nach dem 0:6 eine Woche zuvor gegen den neuen deutschen Meister Bayern kann der BVB nun neuen Mut schöpfen und hofft auf Rang zwei in der Fußball-Bundesliga. Rechtzeitig zum Revierderby gegen den FC Schalke an diesem Sonntag siegte Borussia Dortmund mit 3:0 gegen den VfB Stuttgart.

An der Moskauer Börse zogen viele Anleger nach der Verhängung neuer US-Sanktionen die Reißleine: Im Schnitt fielen die Standardwerte um fast zwölf Prozent. Besonders stark erwischte es die Aktien von Unternehmen jener Oligarchen, deren Firmen von den Strafmaßnahmen betroffen sind.

So brachen die Aktien des Aluminium-Herstellers Rusal in der Spitze um knapp 47 Prozent auf ein Rekordtief von 15,04 Rubel ein. US-Geheimdienste gehen davon aus, dass Russland sich in den Präsidentschaftswahlkampf 2016 mit Hacker-Angriffen und Propaganda eingemischt hat. Auch der Rubel kam unter die Räder und wertete um rund drei Prozent ab. In Zürich fielen die Aktien des Industriekonzerns Sulzer, an dem der russische Oligarch Viktor Vekselberg namhaft beteiligt ist, um über 18 Prozent.

In Budapest zogen die Kurse nach dem Wahlsieg von Ministerpräsident Viktor Orban dagegen an. Der Leitindex stieg um fast zwei Prozent. Orban sei zwar sehr umstritten, aber für die Märkte dürfte die politische Kontinuität zunächst stärker zählen, sagten Börsianer. Der Rechtspopulist hatte bei der Parlamentswahl am Sonntag eine Zwei-Drittel-Mehrheit gewonnen.

Hier geht es zur Seite mit dem Dax-Kurs, hier gibt es die aktuellen Tops & Flops im Dax. Aktuelle Leerverkäufe von Investoren finden Sie in unserer Datenbank zu Leerverkäufen.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • feho
  • rtr
  • dpa
Startseite

Mehr zu: Dax aktuell - Dax schließt kaum verändert - Deutsche Bank gibt Großteil der Gewinne wieder ab

2 Kommentare zu "Dax aktuell: Dax schließt kaum verändert - Deutsche Bank gibt Großteil der Gewinne wieder ab"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • ....es knallt bald....im Karton....
    ...die Zeit ist reif....überreif.......oder sagen wir anders.....die Komponenten....diametral gegenüber stehen.....die Politik....mit USA...Rußland....China....den Anlaß geben....die Wirtschaft....mit Überschuldung...weiterer Verschuldung.....es nicht mehr zulassen....daß irgendwo...eine solide Grundlage....zu sehen und zu finden ist.....
    ....Lügen.....Blindflug......einfach auf den Sack hauen.....geht nicht mehr.....
    ....die Sonnen....der Politik + Wirtschaft....sind vernebelt.....gehen in die Verdüsterung.....und die Schatten der Dunkelheit....sind am Horizont schon sichtbar.....
    .....es fehlt nur eine Kleinigkeit......und die Suppe der Wirtschaft + Politik....ist versalzen....und nicht mehr genießbar....





  • DAX AKTUELL
    Dax steigt – Deutsche Bank startet nach Führungswechsel durch
    Der Führungswechsel bei der Deutschen Bank beflügelt den Aktienkurs. Die Titel legen deutlich zu – wovon auch die Commerzbank profitiert.

    .................
    Noch vor Tagen schrieb ich die Empfehlung DEUTSCHE BANK AKTIEN ZU HALTEN und nach möglichkeit dazu zu kaufen, es zwei Jahren ruhen zu lassen dann hätte man sein vermögen gesichert und ECHT Vermehrt !

    Die DEUTSCHE BANK MUSS SICH NUR UMSTRUKTURIEREN, NEUE ZIELE SETZEN UND ZUM ERFOLG MACHEN, dann sind die kassen auch wieder üppig voll.

    So voll daß eine Übernahme von der COMMERZBANK sogar voll möglich ist.
    DANN ABER GIBT ES DEN NAMEN COMMERZBANK NICHT MEHR sondern Deutsche Bank Kleinbank für Privat !
    Während die Deutsche Bank sich auf größeres Handeln konzentriert !

    Ansonsten muß die Deutsche Bank sich spalten in eine Sparte des Privat und geschäftlichen Teile !

    PRIVAT KUNDEN KOSTEN NUR GELD !



Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%