Dax aktuell Dax schließt knapp über 13.000 Punkten

Nach einem gelungen Handelsauftakt rutschte das deutsche Börsenbarometer plötzlich ab und ging mit einem Minus von mehr als 185 Punkten aus dem Handel. Der steigende Euro-Kurs belastete die exportstarken Dax-Werte.
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Dax, Kurse, Aktien, Börse, Frankfurt Quelle: dpa
Handelssaal an der Börse Frankfurt

Frankfurt ist der wichtigste deutsche Finanzplatz.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer weiter anziehende Euro hat der Dax-Erholung am Donnerstag den Garaus gemacht und ihn deutlich ins Minus gedrückt. Zum Handelsschluss büßte der deutsche Leitindex 1,4 Prozent auf 12.204 Punkte ein. Auch die anderen hiesigen Börsenindizes gaben ihre Gewinne ab. Eine Reihe deutscher Unternehmenszahlen waren dem Markt keine Hilfe, da sie überwiegend negativ aufgenommen wurden.

Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es am Donnerstag um 0,9 Prozent auf 26.583 Punkte bergab. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,4 Prozent auf 2639 Zähler. Beim Eurozonen-Leitindex Euro Stoxx 50 stand ein Kursrückgang von 0,9 Prozent auf 3577 Punkte zu Buche.

Mit diesen Aktien machten Anleger 2017 Kasse

PROSIEBENSAT.1 MEDIA SE NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000PSM7770
Börse
FSE

-0,04 -0,18%
+22,17€
Chart von PROSIEBENSAT.1 MEDIA SE NAMENS-AKTIEN O.N.
Pro Sieben Sat 1
1 von 30

Der Fernsehmarkt verändert sich radikal, und der Medienkonzern Pro Sieben Sat 1 bekommt das deutlich zu spüren. Unterhaltung lieferte der Konzern aus Unterföhring mit der Posse um Vorstandschef Thomas Ebeling selbst. Dieser muss nach unbedachten, teils diskriminierenden Äußerungen über die eigenen Kunden gehen. 23,7 Prozent beträgt das Minus des Aktienkurses in diesem Jahr. Ein Papier ist inzwischen weniger als 29 Euro wert. Experten glauben, dass der Konzern gar aus der ersten Börsenliga absteigen könnte, sollte sich dieser Trend im neuen Jahr fortsetzen.

Quelle: Bloomberg

FRESENIUS SE & CO. KGAA INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005785604
Börse
FSE

-0,52 -0,75%
+68,72€
Chart von FRESENIUS SE & CO. KGAA INHABER-AKTIEN O.N.
Fresenius
2 von 30

Erst hui, dann eher pfui: Fresenius fiel in der zweiten Jahreshälfte an der Börse deutlich ab. Grund für den Kursverlust dürfte insbesondere der Preisdruck in der US-Medikamentenbranche sein. Auch Verzögerungen bei der Übernahme des US-Konzerns Akorn drückten die Stimmung der Anleger. 13 Prozent beträgt das Minus auf Jahressicht.

MERCK KGAA INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0006599905
Börse
FSE

-1,88 -2,17%
+84,84€
Chart von MERCK KGAA INHABER-AKTIEN O.N.
Merck
3 von 30

Der Pharma- und Chemiekonzern Merck muss an der Börse auf ein eher schwaches zweites Halbjahr zurückblicken – auch die Umsätze waren im dritten Quartal rückläufig. In nächster Zeit soll entschieden werden, ob die Sparte mit rezeptfreien Medikamenten verkauft werden soll. Die Aktie sank von 101,25 Euro auf 89,75 Euro (minus 11,4 Prozent).

DEUTSCHE TELEKOM AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005557508
Börse
FSE

-0,09 -0,69%
+13,65€
Chart von DEUTSCHE TELEKOM AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Deutsche Telekom
4 von 30

Die Deutsche Telekom hat kürzlich angekündigt, den österreichischen Kabelnetzbetreiber UPC zu übernehmen. Experten erwarten dadurch neue Impulse für den Aktienkurs. Die Telekom könnte ein solches Signal gut gebrauchen. Durch den hohen Preisdruck und eine weitgehende Sättigungen der Kernmärkte war die Performance auf dem Parkett 2017 eher schwach – minus zehn Prozent.

HENKEL AG & CO. KGAA INHABER-VORZUGSAKTIEN O.ST.O.N

WKN
ISIN
DE0006048432
Börse
FSE

-0,95 -0,87%
+108,30€
Chart von HENKEL AG & CO. KGAA INHABER-VORZUGSAKTIEN O.ST.O.N
Henkel
5 von 30

Zuletzt hatte Henkel mit weiteren Investitionen in den US-Markt geliebäugelt. Ob das dem Aktienkurs stärken würde? Anleger müssen für 2017 ein Minus von vier Prozent hinnehmen.

BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN EO 1

WKN
ISIN
DE0005190003
Börse
FSE

+1,02 +1,29%
+79,86€
Chart von BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN EO 1
BMW
6 von 30

Zum Jahresende konnte sich der Autobauer über das Milliardengeschenk von US-Präsident Trump in Form der Steuerreform freuen. Zuvor gab es bei BMW, zumindest hinsichtlich des Aktienkurses, wenig zu feiern. Die Aktie, die zu Jahresbeginn noch mit über 90 Euro gehandelt wurde, fiel Ende Juli auf ein 52-Wochen-Tief von 77 Euro. Minus 3,5 Prozent unterm Strich insgesamt.

SIEMENS AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007236101
Börse
FSE

-0,08 -0,07%
+116,90€
Chart von SIEMENS AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Siemens
7 von 30

Die Nachricht eines Stellenabbaus bei Siemens sorgte im November für sehr starke Aufmerksamkeit. SPD-Parteichef Schulz schaltete sich ein und attackierte das Management des Konzerns scharf, das die Vorwürfe wiederum in einem Brief entscheidend zurückwies. Wie dem auch sei: Der Siemens-Aktienkurs büßte nach einem starken ersten Halbjahr seine Gewinne ein – minus 1,5 Prozent auf Jahressicht.

Der Autobauer Daimler konnte die Anleger mit seinen Jahreszahlen und dem Ausblick nicht begeistern. Auch der überraschend hohe Dividendenvorschlag der Stuttgarter stimmte die Investoren nicht milde: Die Aktien knüpften an ihre jüngste Talfahrt an und büßte als einer der größten Verlierer im Dax mehr als zwei Prozent ein.

Die Anteilsscheine von Dax-Schlusslicht Siemens waren indes vor allem optisch schwach: Bereinigt um die auf der Hauptversammlung ausgeschüttete Dividende von 3,70 Euro je Aktie fiel das Kursminus beim Technologiekonzern deutlich weniger dramatisch aus. Größter Verlierer war die Aktie des Gesundheitskonzerns Fresenius mit einem Minus von 4,7 Prozent, gefolgt vom Tochterunternehmen Fresenius Medical Care, dessen Papiere knapp drei Prozent nachtgaben.

Am MDax-Ende sackten die Aktien des Automobil- und Industriezulieferers Schaeffler um 11,7 Prozent ab. Ein Händler monierte vor allem die „überraschend schlechte Marge“ für den operativen Gewinn, denn trotz im Jahresvergleich höherer Umsätze hatte Schaeffler weniger verdient.

Daimler stimmt Aktionäre auf trübere Aussichten ein – Aktie gibt nach

Daimler stimmt Aktionäre auf trübere Aussichten ein – Aktie gibt nach

Der Euro zog im Tagesverlauf an und kostete zuletzt 1,2450 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,2457 (Dienstag: 1,2421) US-Dollar festgesetzt. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,46 Prozent am Vortag auf 0,50 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,22 Prozent auf 138,89 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,09 Prozent auf 158,54 Punkte.

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12 Kommentare zu "Dax aktuell: Dax schließt knapp über 13.000 Punkten"

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  • @Hr Metz. Von Ihnen gut beobachtet. interessant und possible. Mal schauen.

  • Wie gut daß es Leute gibt, die die Weisheiten der Börsengurus glauben. Natürlich schauen die Weisen niemals nach welche Mengen, wo wann und welchen Kurs ein Kauf oder Verkauf auslöst. Machen sie das mal und dann vergessen ihre Wahrheiten.

  • (Fortsetzung)

    Was wir seit den letzten Wochen auf nahezu allen Märkten sehen, ist nichts anderes als EIGENTLICHE Deflation. Und eigentliche Deflation bedeutet nicht fallende Preise (die sind nur die Folge, und zuerst werden die Asset-Preise sinken), sondern Geldmengenkontraktion. Liquidität fehlt immer mehr.
    Verstärkt sehen wir es bis jetzt nur bei den Kryptowährungen, die liquidiert werden.
    Wir sehen es aber auch bei den Bonds (Anleihen) und hier beim DAX.
    Die "schwerste" Asset-Klasse (im wahrsten Sinne des Wortes) sind jedoch die Immobilien. Kommen die Immobilien ins Rutschen, dann reißen sie alles mit.
    Die schlechte Nachricht, die ich leider habe: die Immobilien sind - wie oben gesehen - bereits ins Rutschen gekommen.
    Was bedeutet das? Auch wenn die Zukunft ungewiss ist, ist die Wahrscheinlichkeit nun sehr hoch, dass es bald richtig rumsen wird. Sorry, dass ich nichts Erfreulicheres schreiben kann...

  • Antwort auf Frage 1 (s.u.):
    Ende 2004 und dann verstärkt 2005 bis 2006 erhöhte der "Herr der Blasen" Alan Grreenspan sukzessive wieder die Leitzinsen, die er nach dem Platzen der (von ihm selber aufgepumpten) Dotcom-Bubble bis auf 1% gesenkt hatte:
    http://www.leitzinsen.info/usa.htm
    Mit den Zinssenkungen nach 2000 hatte Greenspan jedoch gleichzeitig die Immobilien-Blase aufgepumpt. Ca. Mitte 2005 war dann jedoch der Punkt erreicht, als die Leitzinsen wieder so stark gestiegen waren, dass nun weniger Häuser gebaut wurden - und D.R. Hortons Aktienkurs erstmals deutlich südwärts ging. Wie es dann weiter ging mit den US-Immos, ist ja hinlänglich bekannt.


    Antwort auf Frage 2:
    Nur der Hebel. Der ist nämlich noch deutlich höher als damals.
    Ende 2015 begann nun Yellen damit, die Leitzinsen wieder zu erhöhen, die von "Heli-Ben" nach Lehman noch weiter runter geknüppelt worden waren als damals von Greenspan.
    Waren 2005 / 2006 Leitinsen von ca. 5% "zu viel", so sind es heute jedoch schon ca. 1,5%.
    Seit Anfang dieses Jahres kommt der Kurs von D.R. Horton nun ins Rollen.

  • .....was für eine fadenscheinige Ausrede.....der teure Euro?.....
    ...versucht man jetzt....weil es Zeit wurde....von den eigentlichen Fakten abzulenken....
    ....der Überschuldung Drüben ...den USA....und hier....(Italien...Griechenland....Spanien...auch Frankreich).....und noch ein paar andere Kandidaten..... abzulenken....
    ....und dann natürlich von den ganz Großen....China....der total verschuldete Immobilien-Sektor.....
    .....und hier das billige Geld..... Verursacher der EZB-Chef Dragi....
    ...wie soll....wie kann....das auf Dauer gut gehen?...stehen wir jetzt wahrscheinlich vor dem Zeitpunkt X........dem Zeitpunkt....der seit Jahren von den...."sogenannten Experten"....herbeigeredet wurde.....und jetzt von ganz alleine kommt.....
    ....die Tür geht auf....und es fließt alles nach unten....im Zweifelsfalle stürzt es auch...ist doch die Zeit gekommen....nicht wahr?
    ....und so werden wir bald....mehr wissen...wie sagte gerade.....Claudia Werle...vom Parkett in Frankfurt....heute ist alles zusammen gekommen.....um das Minus von über 200 Punkte..beim Dax.....zu verdeutlichen.....
















  • Merkel müßte sich mal mit massiven Steuersenkungen beschäftigen, aber davon hören wir , wie immer NICHTS.
    Im Steuerwettbewerb ist sie voll ins Hintertreffen geraten. Aber nicht nur da :-(

  • Trump fängt an zu drücken. Merkel hat nur Sprechblasen und "Werte" für die man beim Bäcker nichts kaufen kann. Außerdem noch Beliebigkeit im Angebot. Sind bisher in der Globalisierung USA und Europa weitestgehend parallel gelaufen, setzt jetzt Divergenz ein. USA driften nach oben ab, Merkels Europa nach unten.
    Entweder Draghi drückt massiv auf die Inflation, die Bürger leiden, oder der Euro wertet massiv auf, die Wirtschaft und die Bürger leiden.

  • Ich möchte Ihnen einen - sehr exklusiven - Chart zeigen. Es ist kein DAX-Chart, aber er hat (indirekt) sehr wohl auch etwas damit zu tun, dass der DAX unter 13.000 Punkte gefallen ist - und auch damit, dass Bitcoin - wie alle Kryptowährungen - den "schlimmsten Monat seit 2013" (siehe HBO-Artikel von gestern) erlebt hat:

    https://www.tradingview.com/x/Ip1dhDsE

    Erläuterung: D.R. Horton ist Amerikas größter Häuslebauer.
    Zwei Fragen zunächst:
    1. Was geschah 2005 / 2006 (NICHT 2007, denn das dürfte allgemein bekannt sein)?
    2. Was ist heute anders als ca. Mitte 2005?

  • Ob wirklich der Eurokurs am leicht gefallenen Dax Schuld ist, wage ich zu bezweifeln. 2006/7 gab es Kurse um die 1,60 $ für einen Euro und jener kurs hat die deutsche Industrie überhaupt nicht geschwächt. Es geht sicher wieder einmal um die Schulden der Südstaaten.

  • Upps der Leerverkäufer ist bei Kemet, das wird ein Schnäppchen.

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