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Dax aktuell Dax schließt knapp unter 12.400 Punkten – Deutsche Bank gewinnt mehr als drei Prozent

Optimistische Anleger hätten den Dax am Freitag beinahe über die Marke von 12.400 Punkten geschoben. Der Börsengang der VW-Tochter Traton verlief verhalten.
Update: 28.06.2019 - 17:47 Uhr Kommentieren
Dax aktuell: Mögliche Einigung im Handelsstreit stützt den Dax Quelle: dpa
Dax-Kurve

Anleger hoffen auf ein Signal der US-Notenbank.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der Dax beendet die Handelswoche mit deutlichem Zuwachs. Er schloss mehr als ein Prozent höher bei 12.398 Punkten und somit nur knapp unter der Marke von 12.400 Zählern.

Der Börsenmonat Juni gilt eigentlich traditionell als schwierig, seit 2012 gab es auf Monatssicht stets Verluste. Doch aktuell hat sich der Dax aus charttechnischer Sicht stabilisiert und scheint bei 12.200 Punkten einen Boden gefunden zu haben. Von hier aus könnte er die Marke von 12.400 Punkten längerfristig überwinden. Geht es in die andere Richtung, müssten sich Anleger erst bei deutlich unter 12.000 Zählern Sorgen machen, zuvor stehen noch genügend Anleger an der Seitenlinie, die auf eine günstige Einstiegschance warten.

Ihr Hauptaugenmerk richteten Anleger am Freitag auf das für Samstag geplante Treffen der Präsidenten der USA und China, Donald Trump und Xi Jinping. Dort wollen beide über eine Lösung für den Zollstreit beraten. Ein Durchbruch sei aber nicht zu erwarten, prognostizierte Anlagestratege Greg McKenna vom Research-Haus McKenna Macro. „Ich bin nicht sicher, ob die Amerikaner liefern können, was die Chinesen wollen. Und die Chinesen wollen nicht liefern, was die Amerikaner wollen.“

Aber selbst eine Einigung hätte eine Kehrseite, warnte Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen. „Sobald die US-Regierung ein zufriedenstellendes Abkommen mit Peking erzielen kann, wird sie sich als nächstes die EU vorknöpfen. Stichwort: Autozölle.“

Während unter Dax-Anlegern gute Stimmung herrschte, überwog am Rohstoff-Markt die Skepsis. Die Ölsorte Brent aus der Nordsee legte minimal zu auf 66,61 Dollar je Barrel (159 Liter). Der Preis für die „Antikrisen-Währung“ Gold notierte ebenfalls fast unverändert bei 1411,57 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm).

Kaum Auswirkungen hatten die aktuellen Inflationszahlen der Euro-Zone. Die Inflationsrate verharrte bei 1,2 Prozent – deutlich entfernt vom Ziel der Europäischen Zentralbank von knapp zwei Prozent. Ein so schwacher Wert liefert zusätzliche Argumente für eine weitere Lockerung der Geldpolitik.

Das Ratsmitglied Francois Villeroy de Galhau sagte am Freitag in Berlin, die Inflation von 1,2 Prozent sei zu niedrig. „Für die Zukunft bleibt zu viel ungewiss. Deshalb halten wir an einer aktiven Geldpolitik fest, mit sehr günstigen Finanzierungsbedingungen für die Unternehmen des Euroraums.“

Einzelwerte im Fokus

Traton: Das Börsendebüt der Volkswagen-Tochter Traton verlief verhalten. Der erste Preis wurde bei 27 Euro festgestellt und gab anschließend leicht nach. Der Ausgabepreis hatte ebenfalls bei 27 Euro gelegen – am unteren Ende der Preisspanne, die bis 33 Euro reichte.

Ein Grund für die Zurückhaltung sei die Tatsache, dass die VW-Nutzfahrzeugtochter einen zweiten Anlauf gebraucht hatte, um auf das Parkett zu kommen. „Im Kurs spiegeln sich auch Ängste wider, die Weltkonjunktur könnte 2020 schlecht laufen, für einen zyklischen Wert wie Traton ist das nachteilig“, sagte ein Bankmanager, der beim Börsengang beratend tätig war. VW spült der Börsengang der Tochter jetzt nur 1,55 Milliarden Euro in die Konzernkasse.

Deutsche Bank: Deutschlands größte Bank hat auch den zweiten Teil des US-Stresstests bestanden. Für das Geldhaus ist das ein Achtungserfolg, die Aktie legte mehr als drei Prozent zu. Alle 18 von der US-Notenbank-Fed geprüften Institute kamen durch, bei der Credit Suisse sahen die Aufseher allerdings „begrenzte Schwächen“. Am Nachmittag schrieb das „Wall Street Journal“, dass die Deutsche Bank den Abbau von weltweit 20.000 Stellen erwäge.

BMW: Beim Autobauer muss Harald Krüger im Zuge eines Machtkampfes um seinen Chefposten zittern. Die Aktie war mit einem Minus von rund 0,1 Prozent unter den Dax-Verlierern.

Henkel: Eine Kaufempfehlung der britischen Investment-Bank HSBC hievte die Henkel-Aktien ins Plus: Sie gewannen mehr als zwei Prozent.

Merlin: Eine umgerechnet 6,7 Milliarden Euro schwere Übernahmeofferte beschert Merlin den größten Kurssprung der Firmengeschichte. Die Aktien des Betreibers der Wachsfiguren-Kabinette von „Madame Tussaud“ und der „Legoland“-Freizeitparks stiegen am Freitag in London um bis zu 14,3 Prozent auf ein Eineinhalb-Jahres-Hoch von 451,5 Pence.

Analystencheck: JP Morgan rechnet mit weiteren Rückstellungen bei Daimler

Die US-Bank JP Morgan hat nach dem Kursverfall ihre Einstufung für Daimler auf „übergewichten“ (overweight) belassen und als Kursziel für die Aktie 69 Euro ausgegeben. Angesichts erhöhter Aufwendungen für behördliche Verfahren nach dem Dieselskandal habe er seine Schätzungen für das operative Ergebnis reduziert, schrieb Jose Asumendi. Er schloss nicht aus, dass der Autobauer weitere Rückstellungen vornehmen muss.

Mit Agenturmaterial.

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