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Dax aktuell Dax schließt knapp unter 13.400 Punkten – Auf und Ab beim Bitcoin

Der Dax setzt seinen Aufwärtstrend aus dem Vormonat fort und nähert sich einer wichtigen Marke an. Auch bei Gold greifen die Anleger wieder zu.
01.12.2020 - 17:52 Uhr Kommentieren
Dax aktuell: Mögliche Einigung im Handelsstreit stützt den Dax Quelle: dpa
Dax-Kurve im Handelssaal in Frankfurt

Die Frankfurter Benchmark hat in diesem Jahr bereits mehrfach eine neue Bestmarke erreicht.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der Dax ist an diesem Dienstag auf dem höchsten Schlusskurs seit fast zehn Monaten aus dem Handel gegangen. Der deutsche Leitindex schloss 0,7 Prozent im Plus bei 13.382 Zählern. Damit näherte er sich dem Corona-Hoch von 13.460 Punkten weiter an.

Das Corona-Hoch bezeichnet den höchsten Dax-Stand seit dem Crash Mitte März. Notierungen über dieser Marke wären ein starkes technisches Kaufsignal in Richtung Allzeithoch mit 13.795 Zählern.

Unterstützung boten am Dienstag unter anderem Konjunkturdaten aus China: Der Caixin-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im November erreichte mit 54,9 Punkten den höchsten Stand seit zehn Jahren.

Mit dem Tagesgewinn setzt der Dax seinen Aufwärtsmonat aus dem November fort – ein weltweit bemerkenswerter Börsenmonat. Deutschlands Leitindex Dax gewann 15 Prozent, bei den US-Indizes Dow-Jones und S&P 500 sind es knapp zwölf Prozent beziehungsweise rund elf Prozent plus. An den Weltbörsen ist das der beste November seit mindestens 30 Jahren.

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    Und es war der Monat der zyklischen Aktien – der Werte, deren Kurse während der Corona-Pandemie besonders viel verloren haben. So legte die Aktie von MTU im November mehr als 35 Prozent zu, gefolgt von der Allianz (plus 30,8 Prozent), BASF (plus 30,33 Prozent) und den Automobilwerten Daimler, Continental und BMW, die zwischen 24 und 27 Prozent zulegen konnten. Es gab nur einen Wert mit einem Monats-Minus: Das Papier von Deutscher Wohnen gab rund drei Prozent nach.

    Für Michael Bissinger, Aktienstratege bei der DZ Bank, ist die Entwicklung der vergangenen Wochen „nur ein Vorgeschmack auf die Sektor-Rotation – raus aus konjunkturunabhängigeren, rein in zyklische Unternehmen“. Auch die Strategen der Bank of America gehen davon aus, dass 2021 „ein Jahr der Rotation“ wird. Die Strategen der britischen Bank Barclays erwarten dabei gerade bei europäischen Aktien einen „starken zyklischen Aufschwung“.

    Der interessante Punkt bei dieser Sektor-Rotation: Investoren nehmen sich dafür Zeit, und gleichzeitig steigt das deutsche Börsenbarometer immer weiter. Bereits Ende August hatte Sentimentexperte Stephan Heibel, der die Handelsblattumfrage Dax-Sentiment auswertet, dieses Szenario für wahrscheinlich gehalten.

    Zykliker profitieren von den Fortschritten bei der Impfstoff-Zulassung. Doch der Gesamtmarkt bleibt inzwischen von den Entwicklungen in diesem Segment weitgehend unberührt. Die Nachricht, dass die Konzerne Biontech und Pfizer auch in Europa einen Zulassungsantrag stellen, verändert die Kurse nicht. Anleger haben diese Schritte bereits in ihrem Handeln berücksichtigt. Das hat auch die Entwicklung in den vergangenen Wochen bestätigt.

    Blick auf Einzelwerte

    Bayer: Es gab zwei wichtige Nachrichten für den Konzern. Zum einen hat ein US-Bundesrichter den von Bayer vorgeschlagenen Vergleich im Rechtsstreit um Belastungen durch die Chemikalie PCB der Konzerntochter Monsanto abgelehnt. Die geplante Abmachung mit mehreren US-Städten und anderen Klägern sei in ihrer Schutzwirkung für Bayer „zu weitreichend“ und mit Zahlungen von 648 Millionen US-Dollar „sehr bescheiden“, so Bezirksrichter Fernando Olguin.

    Außerdem hat sich der Leverkusener Konzern von einem Teil seiner Aktien des US-Tiergesundheitsunternehmens Elanco Animal Health getrennt mit einem Bruttoerlös von rund 1,6 Milliarden Dollar. Die Bayer-Aktie stieg um 0,8 Prozent.

    Munich Re: Der Rückversicherer hat das Gewinnziel für das Jahr 2021 beschlossen. Demnach knüpft Munich Re trotz weiterer erwarteter Covid-19-Schäden nahtlos an die vor der Pandemie anvisierte Gewinnhöhe von 2,8 Milliarden Euro an. Der Konzern erwartet auch im kommenden Jahr Belastungen durch die Pandemie, jedoch in deutlich geringerem Umfang als 2020. Die Aktie gewann 3,8 Prozent.

    Zoom: Der Videodienst Zoom hat nach US-Börsenschluss Zahlen vorgelegt. Das Unternehmen wächst dank des anhaltenden Trends zum Homeoffice weiter rasant. Die vorgelegten Zahlen waren besser als von Analysten erwartet. Trotzdem ging es für die Zoom-Aktie am Dienstag in den USA um mehr als 13 Prozent nach unten. Am deutschen Aktienmarkt verlor das Papier 13,5 Prozent.

    VW: Die Volkswagen-Aktien legten 4,3 Prozent zu. Der innere Machtzirkel des VW-Aufsichtsrats befasst sich Insidern zufolge noch am Dienstag mit der Zukunft von Herbert Diess als Konzernchef. Der Ausgang sei „komplett offen“, sagte eine mit den Beratungen vertraute Person.

    Biontech: Der Antrag auf Zulassung in Europa beflügelt die in Deutschland gehandelten Aktien. Sie stiegen um 2,7 Prozent.

    Blick auf den Bitcoin

    Die Berg- und Talfahrt beim Bitcoin geht weiter. Am heutigen Dienstag hatte der Kurs der Digitalwährung laut Refinitiv-Daten mit 19.929 Dollar ein neues Rekordhoch erreicht, danach ging es aber wieder abwärts bis auf 18.230 Dollar. Zuletzt notierte die Digitalwährung bei 19.100 Dollar. Bereits am gestrigen Montag gab es mit 19.878 Dollar ein Rekordhoch.

    Schafft die Kryptowährung den Sprung über die Marke von 20.000 Dollar? „Wir sollten diese Woche 20.000 Dollar überschreiten, wobei die Ziele bei etwa 20.000 bis 25.000 Dollar liegen“, sagte Vijay Ayyar von der Krypto-Börse Luno in Singapur. Danach jedoch erwartet er einen Rückgang um 30 Prozent.

    Die laufende Rally bestätigt die Meinung von Skeptikern und Anhängern von Digitalwährungen. Die Befürworter von Bitcoin argumentieren, eine sich verbreiternde Investorenbasis zeige, dass die größte Kryptowährung erwachsen wird. Kritiker sagen, dass die diesjährige Rally von 170 Prozent eine Spekulationsblase sei.

    Blick auf Gold

    Die Frage bleibt: Werden digitale Vermögenswerte anstelle von Gold zunehmend zur Diversifizierung von Portfolios verwendet? Nach dem Ausverkauf beim Gold greifen Anleger wieder zu dem als sicher geltenden Edelmetall.

    Eine Feinunze (31 Gramm) legte 1,9 Prozent auf 1811 Dollar zu. Zum Wochenanfang war der Goldpreis auf den niedrigsten Stand seit fünf Monaten gefallen. Mit einem Minus von 5,4 Prozent verzeichnete Gold die schlechteste Preisentwicklung seit November 2016. Dies ging einher mit einer regelrechten Verkaufswelle bei den Gold-ETFs.

    Einen Hoffnungsschimmer liefern dagegen Nachrichten aus Indien. Dort soll die Goldnachfrage in der letzten Woche begünstigt durch die niedrigeren Preise spürbar angezogen haben. Händler berichten von Preisaufschlägen von fünf Dollar je Feinunze auf die offiziellen lokalen Preise, was es zuvor schon lange nicht mehr gegeben hat. „Eine anziehende physische Nachfrage in Asien würde einen wichtigen Beitrag dazu leisten, den Goldpreis zu stabilisieren“, meint Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch.

    Für die St. Gallener Kantonalbank bietet der aktuelle Goldpreis für Anleger mit passendem Risiko-Rendite-Profil gute Einstiegs- beziehungsweise Nachkaufgelegenheiten. Denn der mittelfristige Aufwärtstrend bei Gold ist nach wie vor intakt, meinen die Schweizer Analysten.

    US-Börsenexperte Koch: „November ist bester Börsenmonat seit 1987“

    Blick auf den Ölmarkt

    Nach der Verschiebung der Gespräche der Opec-plus-Runde gaben die Ölpreise leicht nach. Die Nordseesorte Brent verlor 0,7 Prozent, die US-Sorte WTI 1,3 Prozent.

    Die Vertreter des Ölkartells Opec sowie Russlands und anderer Förderländer sind sich Insidern zufolge immer noch nicht einig, wie viel Öl sie ab Januar fördern wollen. Die Gespräche sollen nun am Donnerstag fortgesetzt werden, sagen drei mit dem Vorgang vertraute Personen. Bislang war der Dienstag für die nächste Gesprächsrunde angesetzt.

    Blick auf die Lira

    Die türkische Wirtschaft ist im dritten Quartal überraschend gewachsen. Wie die nationale Statistikbehörde Tüik bekanntgab, stieg das Bruttoinlandsprodukt um 6,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt 14 von Bloomberg befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Wachstum von 4,8 Prozent gerechnet.

    „Können wir diesen Zahlen vertrauen?“, fragt Commerzbank-Devisenanalyst Tatha Ghose rhetorisch. Seine Antwort: „Sie (die Wachstumszahlen) sind jedenfalls nur schwer vermittelbar.“ Ihn hat vor allem überrascht, dass die Erholung der türkischen Wirtschaft durch Komponenten der Kernnachfrage vorangetrieben wurde – den Konsum der Privathaushalte und private Anlageinvestitionen.

    Letztere stiegen um 21 Prozent zum Vorquartal, nachdem sie im zweiten Quartal um lediglich vier Prozent nachgegeben hatten. Ghose stellt die Glaubwürdigkeit eines derartigen Booms der Anlageinvestitionen infrage. Der Euro steigt am heutigen Dienstag um 1,1 Prozent auf 9,44 Lira.

    Was die Charttechnik sagt

    Auf der Oberseite ist immer noch das bisherige Corona-Hoch mit 13.460 Punkten aus dem Monat September relevant. Das ist die höchste Notierung seit dem Corona-Crash Mitte März, als der Dax auf 8255 Punkte abrutschte.

    Für strategische Investoren bietet sich eine Aufwärtskurslücke vom Anfang des Monats November als Stop-Loss-Marke an. Solche Lücken entstehen, wenn der höchste Stand eines Handelstags unter der tiefsten Notierung des Folgetags liegt.

    Konkret: 12.596 Punkte war der höchste Stand am Freitag (6. November), 12.671 Zähler der tiefste Kurs am Montag (9. November). Solange der Dax oberhalb von 12.671 Zählern bleibt, gibt es aus technischer Sicht keine Zweifel an der aktuellen Aufwärtsbewegung seit Ende Oktober, als der Dax bei 11.450 Punkte stand.

    Hier geht es zur Seite mit dem Dax-Kurs, hier gibt es die aktuellen Tops & Flops im Dax.

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