Dax aktuell Dax schließt leicht erhöht – Zalando-Papiere verlieren deutlich

Gute Vorgaben aus den USA und Asien beflügelten am Dienstag den deutschen Leitindex. Die Börsianer mussten viele Quartalsbilanzen verarbeiten.
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„Deutsche Banken hinken internationalen Großbanken längst hinterher“

  • Deutsche Post legte trotz Gewinnrückgang zu
  • JP Morgan reduziert Kursziel für Thyssen-Krupp

Kursgewinne an den Börsen in den USA und Asien ermuntern Anleger zum Einstieg in den deutschen Aktienmarkt. Am Nachmittag legte der deutsche Leitindex Dax um 0,4 Prozent auf 12.648 Punkte zu. Am Montag hatte er kaum verändert bei 12.598 Punkten geschlossen.

Ihr Augenmerk richten Anleger unter anderem auf die anstehenden Zahlen zur Handelsbilanz. Die Nachfrage vor allem aus Europa hat die Geschäfte der deutschen Exportwirtschaft angekurbelt. Im ersten Halbjahr gingen Waren „Made in Germany“ im Wert von 662,8 Milliarden Euro in alle Welt. Das waren 3,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Besonders deutlich stiegen die Ausfuhren in die Länder der Europäischen Union. Allerdings stagnierten die Exporte im Monat Juni.

Darüber hinaus rollt wieder eine Flut von Quartalsbilanzen auf die Börsianer zu.

Für den MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen ging es am Dienstag bislang um 0,4 Prozent auf 26.789 Punkte herab. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor ebenfalls 0,4 Prozent auf 2927 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte um 0,7 Prozent auf 3507 Punkte zu.

Diese Einzelwerte stehen im Fokus

Commerzbank: Die teilverstaatlichte Commerzbank profitiert zunehmend von ihrem Sparkurs und dem Ausbau des Privatkundengeschäfts. Im zweiten Quartal zog das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr um 117 Prozent auf 389 Millionen Euro an. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 272 Millionen Euro. Die Titel verloren 1,35 Prozent.

Deutsche Post: Sinkende Erträge im Paketgeschäft lassen den Gewinn der Deutschen Post schrumpfen. Der operative Ertrag (Ebit) sei im zweiten Quartal bei einem Umsatz von 15 (VJ: 14,8) Milliarden Euro um 11,2 Prozent auf 747 Millionen Euro gesunken. In der Brief- und Paketsparte brach der operative Ertrag auf 108 (260) Millionen Euro ein. Ungeachtet eines Gewinnrückgangs legten die Papiere der Deutschen Post am Dienstag um 4,13 Prozent zu. Das überraschend schwache operative Ergebnis werde durch die geringere Steuerquote aufgewogen, urteilte Analyst David Kerstens von der Investmentbank Jefferies.

Uniper: Der Energiekonzern hat im ersten Halbjahr einen Verlust von mehr als einer halbe Milliarden Euro eingefahren. Ursache für den Nettoverlust von 546 Millionen seien im wesentlichen nicht zahlungswirksame Bewertungen von Derivaten gewesen, teilte die frühere Eon-Kraftwerkstochter mit. Operativ lief es besser als von Analysten erwartet. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) schrumpfte auf 601 Millionen Euro nach 930 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die Aktie steig insgesamt um 0,15 Prozent.

Zalando: Die Aktien von des Online-Modehändlers fielen bis zum Ende des Tages um 4,98 Prozent – so stark wie seit einem Jahr nicht mehr. Gegen Mittag konnten die Titel die Verlust auf 4,1 Prozent eingrenzen. Europas größter Online-Modehändler rechnet bei Umsatz und Gewinn nur noch mit einem Gesamtjahresergebnis um unteren Ende der bislang angepeilten Spanne. Auf dieser Basis kürzten die Analysten der Investmentbank Liberum ihre Prognosen für den Betriebsgewinn.

Analystencheck: JP Morgan senkt Kursziel für Thyssen-Krupp

Die US-Bank JP Morgan hat das Kursziel für Thyssen-Krupp von 25,50 auf 23,50 Euro gesenkt und die Einstufung auf „Neutral“ belassen. Er habe sein Bewertungsmodell vor Bekanntgabe der Quartalszahlen überarbeitet und dabei die jüngste Prognosesenkung des Industriekonzerns berücksichtigt, schreibt Analyst Luke Nelson in einer am Montag veröffentlichten Studie. Er rechnet nun mit einem Liquiditätsabfluss im dritten Geschäftsquartal.

Weitere aktuelle Analysten-Urteile finden Sie im Handelsblatt-Analystencheck.

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  • HB
  • rtr
  • dpa
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