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Dax aktuell Dax schließt leicht im Minus – Aktien von Tui, Lufthansa und Fraport verlieren kräftig

Die Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus in Europa sorgt auch am deutschen Aktienmarkt für Skepsis. Charttechnisch bleiben die Aussichten aber weiterhin positiv.
28.06.2021 - 17:48 Uhr Kommentieren
Dax aktuell: Mögliche Einigung im Handelsstreit stützt den Dax Quelle: dpa
Dax-Kurve im Handelssaal in Frankfurt

Die Frankfurter Benchmark hat in diesem Jahr bereits mehrfach eine neue Bestmarke erreicht.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der deutsche Leitindex hat sich am Montag schwergetan. Zum Handelsende notiert der Dax bei 15.554 Punkten – ein Minus von 0,3 Prozent. Damit setzt sich der Kampf um die Marke von 15.600 Punkten fort. Das Frankfurter Börsenbarometer war am Freitag kurz vor Börsenschluss über dieses Niveau gestiegen, nachdem es zuvor mehrfach an der Marke gescheitert war.

Insgesamt hat sich seit Mitte vergangener Woche allerdings wenig getan: Der Dax bewegte sich seit drei Tagen in der Handelsspanne von vergangenem Mittwoch, als der Dax von 15.676 Stellen auf 15.456 Zähler gefallen war. Am Montag stoppte der Aufwärtstrend knapp unter dieser Marke bei 15.668 Punkten, auf der Unterseite war bei 15.542 Punkten Schluss.

Auch auf längere Frist ist diese Seitwärtsbewegung zu beobachten: Die Wochenschlusskurse seit Anfang Mai liegen alle im Bereich zwischen 15.400 und 15.693 Punkten. Und im Juni schwankten die Kurse bislang zwischen 15.803 Punkten auf der Oberseite und 15.309 Zählern auf der Unterseite. Das ist eine Handelsspanne von weniger als 500 Punkten.

„In der Vergangenheit dienten solche schwankungsarmen Perioden oftmals als idealer Nährboden für den nächsten Trendimpuls“, schreiben die Charttechniker von HSBC. Doch bislang fehlt ein solcher Impuls. Für mehr Bewegung könnten in dieser Woche noch wichtige Konjunkturdaten sorgen – darunter Inflationsdaten und die Einkaufsmanagerindizes für die Euro-Zone, der ISM-Index in den USA und vor allem der US-Arbeitsmarktbericht.

So lange sind Anleger hin- und hergerissen. Auf der einen Seite zeigen Konjunkturindikatoren eine Erholung der Wirtschaft an, auf der anderen Seite wächst die Unsicherheit angesichts der ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus.

Tourismuswerte verlieren kräftig

Abzulesen ist das am am Montag an den Werten aus der Tourismusbranche: Die Aktien von Tui sacken um 5,7 Prozent ab. Der Index für die europäischen Reise- und Tourismuswerte fällt um mehr als vier Prozent.

Zusätzlich belastete ein Pressebericht, wonach die Bundesregierung wegen der wieder steigenden Corona-Zahlen in Großbritannien britische Touristen aus der EU fernhalten wolle. Die Aktien des Flughafenbetreibers Fraport fallen um 4,7 Prozent, die der Lufthansa um 3,6 Prozent.

Diese Verunsicherung spiegelt sich auch in den Ergebnissen der aktuellen Handelsblattumfrage Dax-Sentiment unter knapp 6000 Privatanlegern wider. Die Investitionsbereitschaft zeigt mit einem Wert von 0,6 kaum Kaufinteresse an. Zum Vergleich: Im vergangenen November, als die Impfstoffrally startete, lag dieser Wert noch bei 4,5.

Analyst Thomas Altmann von GC Partner spricht von einem „simultanen Käufer- und Verkäuferstreik“. Ablesen lässt sich das auch im geringen Handelsvolumen des Dax, das im Juni bei durchschnittlich 56 Millionen Aktien pro Tag lag. Rechnet man den umsatzstarken Hexensabbat am 18. Juni heraus, waren es im Schnitt sogar nur 52 Millionen.

Das ist mit großem Abstand der niedrigste Wert seit dem Rallystart im November. Dort lag das durchschnittliche Handelsvolumen pro Tag noch bei 87 Millionen, im Mai waren es immer noch 72 Millionen.

Einzelwerte im Fokus

Teamviewer: Eine Herunterstufung durch Goldman Sachs löst Verkäufe bei Teamviewer aus. Die Aktien der Softwarefirma fallen um rund vier Prozent. Die Experten der US-Bank haben die Titel auf „neutral“ gesenkt und das Kursziel auf 37 von 38 Euro reduziert.

Daimler: Unter den weiter schwächelnden Autowerten fielen Daimler mit einem Abschlag von mehr als zwei Prozent besonders auf. Die Branchenexperten von Kepler Cheuvreux strichen für die Daimler-Aktien ihre Kaufempfehlung.

Deutsche Wohnen und Vonovia: Die Aktien der Immobilienkonzerne reagieren kaum auf die Nachricht, dass es in Berlin voraussichtlich zu einer Volksbefragung über die Enteignung großer Immobilienunternehmen kommen wird. Die Bürgerinitiative „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ sollte mit den bisher geprüften Unterschriften das notwendige Quorum erreicht haben, hatte Landeswahlleiterin Petra Michaelis mitgeteilt. Das endgültige Ergebnis werde Anfang Juli bekannt gegeben. Bis zu einer möglichen Enteignung sei es noch ein langer Weg, relativierte ein Händler am Morgen.

Suse: Ein positiver Analystenkommentar gibt der Aktie von Suse zunächst Auftrieb. Die Aktien des Linux-Spezialisten steigen erst um rund ein Prozent, rutschen dann aber in die Verlustzone und notieren am Abend 0,7 Prozent niedriger. Die Analysten der Deutschen Bank haben die Bewertung des Börsen-Neulings mit „buy“ und einem Kursziel von 40 Euro aufgenommen.

S Immo: Das endgültige Aus für die Übernahme durch Immofinanz setzt S Immo zu. Die in Deutschland notierten Aktien der österreichischen Immobilienfirma fallen zeitweise um fast drei Prozent. Die an der Börse Wien notierte Aktie von Immofinanz verliert 0,5 Prozent.

Bitcoin steigt in Richtung 35.000 Dollar

Der Bitcoin hat am Wochenende die Marke von 30.000 Dollar verteidigt und ist auf Erholungskurs. Am Montag steigt die wichtigste Kryptowährung laut Daten des Analysehauses Coinmarketcap um bis zu fünf Prozent und notiert am Abend bei rund 35.000 Dollar.

Damit konnte die älteste Cyberwährung zum dritten Mal innerhalb von wenigen Wochen die Marke von 30.000 Dollar halten, nachdem im Mai auf diesem Niveau der Ausverkauf stoppte und in der Vorwoche nach einem kurzzeitigen Fall unter diese Marke eine Gegenbewegung einsetzte.

Die Anlegerstimmung signalisiert aber noch keine Entspannung. „Nach einer Reihe von Rückschlägen ist nun auch die Zukunftserwartung angekratzt“, sagt Sentiment-Experte Stephan Heibel nach der Auswertung der Handelsblatt-Umfrage Dax-Sentiment, bei der seit einigen Wochen auch die Stimmung zum Bitcoin abgefragt wird. „Es fehlt noch immer Panik, um einen tragfähigen Boden zu bilden.“

Herrscht Panik, haben laut Sentiment-Theorie die meisten Anleger bereits verkauft, und die Kurse fallen nicht mehr weiter. Es reichen dann wenige Käufer, um die Kurse in die andere Richtung zu bewegen.

Was die Charttechnik sagt

„Chart- und markttechnisch bleiben die Aussichten für den Dax mittel- bis langfristig weiterhin positiv“, sagt Charttechniker Martin Utschneider von Donner und Reuschel. Nach den jüngsten Schwankungen steht für Utschneider aber weiterhin das Dax-Rekordhoch von 15.803 Punkten im Fokus.

„Summa summarum bleibt es weiterhin dabei: Auch das jüngste Allzeithoch (15.803 Punkte) stellt wohl nur eine Durchgangsstation dar.“ Sein Zwölf-Monatsziel liegt bei 16.200 Punkten.

Auf der Unterseite sind 15.511 Punkte die nächste wichtige charttechnische Unterstützung. Darunter folgen 15.344 und 15.338 Zähler.

Hier geht es zur Seite mit dem Dax-Kurs, hier gibt es die aktuellen Tops & Flops im Dax.

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