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Dax aktuell Dax schließt leicht im Plus – Lufthansa-Aktie verliert mehr als sechs Prozent

Nach einem Abschluss im Plus am Vortag hat der Dax auch am Donnerstag leicht zugelegt . Neben Lufthansa stachen im MDax Gea und K+S mit starken Kursgewinnen hervor.
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Am heutigen Donnerstag präsentieren Lufthansa, RWE und Audi ihre Geschäftszahlen. Quelle: dpa
Frankfurter Börsen-Parkett

Am heutigen Donnerstag präsentieren Lufthansa, RWE und Audi ihre Geschäftszahlen.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer Dax schwankte am Donnerstag um seinen Vortagskurs und beendete den Tag leicht im Plus bei 11.587 Punkten. Damit knüpft er an die Entwicklung von Mittwoch an. Da war der Dax mit einem leichten Plus von 0,4 Prozent aus dem Handel gegangen.

Im Laufe des Donnerstages legten mehrere Unternehmen ihre Zahlen vor. Die Ergebnisse von RWE, Lufthansa, Lanxess und K+S gibt es im Überblick in unserem News-Blog.

Nach einer chaotischen Abstimmung am Mittwoch, bei der das britische Parlament einen No-Deal-Brexit grundsätzlich und für immer ausgeschlossen hat, ging es außerdem um eine Fristverlängerung beim Austrittsdatum. Die Märkte interessierte: Was sagt die EU dazu? Wie lange wird vertagt? Welche Zugeständnisse müssen die Briten noch machen? Und bleibt die Regierung in London stabil?

In dieser Handelswoche steht zudem ein wichtiger Termin im Kalender von Anlegern. Am morgigen Freitag ist der erste „Hexensabbat“ des Jahres. An diesem Tag laufen Terminkontrakte auf Aktien und Indizes an den Terminbörsen aus. Der letzte Handelstag aller vier Derivate-Typen (Optionen und Futures auf Indizes und einzelne Aktien) fällt auf denselben Tag. Deswegen kommt es an diesen Tagen häufig besonders starken Schwankungen.

Stärkere Kursausschläge an solchen Tagen gibt es vor allem bei Aktien-Schwergewichten in den entsprechenden Indizes. Hinter den Schwankungen stehen Spekulanten. Große Marktteilnehmer wie Fonds- oder Vermögensverwalter versuchen vorher die aktuellen Kurse auf jene Preise zu treiben, zu denen sie an der Terminbörse engagiert sind – was für Kleinanleger eher uninteressant und vor allem risikoreich ist.

Ein Blick auf die aktuelle Positionierung der Profis an den Terminbörsen zeigt: Die größte Zahl an Dax-Call-Optionen, deren Laufzeit am Freitag endet, liegen bei 11.500 und 11.700 Punkte. Sollte der Index am Freitagmittag unterhalb dieser Marke stehen, würden diese Anleger nur mit Verlusten ihr Geschäft beenden. Ein Indiz, dass viele Anlageprofis versuchen werden, den Dax bis Freitagmittag noch Richtung 11.700 Punkte zu pushen.

Blick auf die Einzelwerte

Lufthansa: Die Lufthansa rechnet nach einem schwierigen Jahr 2018 mit einer leichten Erholung. Hohe Kosten für Treibstoff, die vielen Flugausfälle und den Ausbau der Billigtochter Eurowings belasteten das Ergebnis im vergangenen Jahr, wie die Lufthansa in Frankfurt erklärte. Allein der Kostenanstieg dadurch belief sich auf mehr als 1,5 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis schrumpfte zwar um acht Prozent auf 2,1 Milliarden Euro, dennoch soll die Dividende stabil bleiben bei 80 Cent je Aktie. Anleger beruhigte das nicht. Im Laufe des Donnerstags verloren die Papiere des Konzerns über sechs Prozent an Wert. Damit waren sie die größten Verlierer im Dax.

RWE: Hinter dem Essener Energiekonzern liegt ein turbulentes Jahr: Proteste im Hambacher Forst, die Pläne zum Kohleausstieg 2038 und steigende Konkurrenz durch erneuerbare Energien machten dem Kohlegiganten zu schaffen. Einen Grund zur Freude gibt es allerdings schon jetzt: Die im Rahmen des Energiedeals mit Eon geplante Übernahme der erneuerbaren Energien von Unternehmenstochter Innogy wurde unlängst schon vorab von der EU-Kommission gebilligt. Die Aktie des Unternehmens schloss 1,8 Prozent höher und zählte zu den Dax-Gewinnern.

K+S: Der Salz- und Düngemittelhersteller K+S hat seinen Umsatz 2018 um zehn Prozent auf 4,0 Milliarden Euro gesteigert. Höhere Absatzmengen sowie gestiegene Marktpreise brachten den Konzern voran, während ihm die anhaltende Trockenheit bei der Produktion zu schaffen machte. Die Dividende fällt mit 25 Cent je Aktie fast 30 Prozent niedriger aus als im Vorjahr. 2019 will K+S den operativen Gewinn auf 700 bis 850 Millionen Euro steigern. Das freute Anleger.

Gea: Im MDax kletterten die Titel von Gea Group um rund 11 Prozent. Der Anlagenbauer erzielte zwar trotz höherer Umsätze 2018 einen geringeren Gewinn. Analysten hoben aber die vom Unternehmen in Aussicht gestellten Prognosen als positiv hervor.

Was die Charttechnik sagt

Die Aufwärtsbewegung seit Ende Dezember, als der Dax mit 10.279 Punkten ein neues Mehrjahrestief erreichte, zeigt ihre ersten größeren Schwächen. Anleger sollten also auf der Hut sein.

Der erste Widerstand, um diese Korrektur einzufangen, liegt bei 11.347 Zählern. Mit Kursen unterhalb von 11.142 Punkte würde die Rally komplett zu den Akten gelegt werden können. Bereits am Freitag hat der Dax mit 11.406 Punkten ein neues zweiwöchiges Tief markiert, was für technische Analysten als kleines Warnsignal gilt.

Für eine Rally-Fortsetzung muss das Börsenbarometer des bisherige Jahreshoch vom vergangenen Freitag überwinden, als der Index die Marke von 11.677 erreichte. Doch die entscheidenden Hürden, die aus charttechnischer für einen Befreiungsschlag sorgen könnten, liegen höher: Bei rund 11.700 Zählern ist der erste große Widerstand und bei aktuell 11.812 Punkten liegt die liegt die 200-Tageslinie, die vor allem von langfristigen Investoren beachtet wird. Ein Sprung über diese Marken dürfte nicht einfach sein.

Analystencheck: Credit Suisse hält Symrise auf „Outperform“

Die Schweizer Bank Credit Suisse hat die Einstufung für Symrise nach der Präsentation von Quartalszahlen auf „Outperform“ mit einem Kursziel von 84 Euro belassen. Er habe seine Gewinnschätzungen für den Hersteller von Duftstoffen und Aromen nur geringfügig geändert, schrieb Analyst Mathew Hampshire-Waugh in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. Hampshire-Waugh hob das anhaltend robuste Wachstum aus eigener Kraft hervor, zudem erwirtschafte das Unternehmen nun mehr Barmittel als zuvor.

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