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Dax aktuell Dax schließt leicht im Plus – Wiederholt sich das Lockdown-Szenario?

Für Anleger könnte es sich lohnen, einen Blick auf den „ehrlichen Dax“ zu werfen, also ohne Anrechnung der Dividenden. Welche Marken in den kommenden Tagen wichtig sind.
18.01.2021 - 18:00 Uhr Kommentieren
Dax aktuell: Mögliche Einigung im Handelsstreit stützt den Dax Quelle: dpa
Dax-Kurve im Handelssaal in Frankfurt

Die Frankfurter Benchmark hat in diesem Jahr bereits mehrfach eine neue Bestmarke erreicht.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der deutsche Aktienmarkt hat sich zum Start in die neue Handelswoche etwas vom jüngsten Kursrutsch erholt. Der deutsche Leitindex Dax schloss am Montag 0,4 Prozent im Plus bei 13.848 Zählern und gewann zumindest einen Teil der Verluste aus der Vorwoche zurück.

Das Handelsvolumen war dabei mit rund 50 Millionen gehandelten Papieren niedrig – am vergangenen Freitag waren noch knapp 97 Millionen Papiere ge- und verkauft worden. Der Grund für den schwachen Handel: In den USA blieben die Börsen am Martin-Luther-King-Day geschlossen.

Positive Impulse kamen lediglich durch das überraschend robuste Wirtschaftswachstum in China, was in Zeiten der Krise etwas Hoffnung für deutsche Exporte macht. Trotz der Belastungen durch die Corona-Pandemie wuchs die zweitgrößte Volkswirtschaft im abgelaufenen Jahr um 2,3 Prozent, wie das Pekinger Statistikamt mitteilte.

Das Wachstum fiel größer aus, als viele Analysten erwartet hatten. China ist damit laut Prognosen die einzige große Volkswirtschaft, die 2020 nicht geschrumpft ist.

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    Seinen kurzfristigen Korrekturmodus hat der Dax durch sein Kursplus aber noch nicht verlassen. Das bisherige Tief dieser Korrektur liegt bei 13.673 Punkten, erreicht am vergangenen Freitag. Knapp darunter liegt mit 13.500 Zählern bereits eine wichtige charttechnische Marke.

    Unter den Einzelwerten waren angesichts der drohenden Verschärfungen der Lockdown-Maßnahmen die Aktien von Corona-Gewinnern gefragt: Im Dax lag der Lieferdienst Delivery Hero mit einem Plus von 2,8 Prozent deutlich vorn. Im Nebenwerteindex MDax notierten der Kochboxen-Versender Hello Fresh und die Online-Apotheke Shop Apotheke unter den Top-5-Papieren in Sachen Wertentwicklung.

    Bezogen auf den Gesamtmarkt dürften Anleger beobachten, ob er sich im Vorfeld von neuen oder schärferen Lockdown-Maßnahmen wie in der Vergangenheit verhält. Bislang ergab sich folgendes Bild: Die Kurse gaben nach oder stürzten sogar regelrecht ab. Doch nachdem ein Lockdown beschlossen oder verschärft wurde, stiegen die Notierungen wieder.

    Dreimal ist exakt dieses Szenario eingetreten: Mitte März und Anfang November des vergangenen und Anfang Januar des laufenden Jahres. Als die Maßnahmen am 5. Januar verschärft wurden, lag das deutsche Börsenbarometer zwischenzeitlich bei 13.566 Zählern, dem bisherigen Tief des noch jungen Börsenjahres 2021. Drei Handelstage später wurde das Rekordhoch bei 14.132 Punkten erreicht.

    Am morgigen Dienstag dürften Kanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs der Länder nach Medienberichten die bestehenden Maßnahmen erneut verschärfen. Möglicherweise zeigt sich am Aktienmarkt erneut das bekannte Verhaltensmuster. Eine wichtige Bedingung dafür: Die Produktion der börsennotierten Unternehmen darf unter den neuen Maßnahmen nicht leiden.

    Dax-Kursindex durchbricht Widerstand

    Es lohnt sich mal wieder, einen Blick auf den „ehrlichen Dax“ zu werfen. Heißt: auf den Kursindex, das Börsenbarometer ohne Anrechnung der Dividenden. Dieser hat im Gegensatz zum Performanceindex, bei dem Dividenden eingerechnet werden, noch keinen Höchststand erreicht. Mit aktuell 5957 Zählern liegt er noch deutlich unterhalb seiner Rekordmarke, die er mit 6444 Punkten Anfang 2018 erreicht hatte.

    Die positive Meldung: Aus technischer Sicht spricht vieles dafür, dass der Kursindex bald neue Rekordhöhen erklimmt. Der wichtige Widerstand bei 5600 Zählern wurde überwunden. Und solange diese Marke „hält“, dürfte er auch bald das Rekordhoch von 6444 Zählern überwinden. Ein Spurt über die höchste Marke aus dem vergangenen Jahr (6137 Punkte) würde diese Perspektive unterstützen.

    Euphorie bei Anlegern verflogen

    Gemischte Nachrichten kommen von der Anlegerstimmung. Unter den Privatanlegern herrscht laut der Handelsblatt-Umfrage Dax-Sentiment keine Euphorie mehr, was positiv ist. Denn Euphorie ist ein Kontraindikator und signalisiert fallende Kurse. Dafür hat bereits ein eher geringes Minus von 1,9 Prozent in der vergangenen Handelswoche gesorgt.

    Allerdings ist die Kaufbereitschaft der Investoren nicht sehr hoch. Beides zusammen spricht für eine Fortsetzung der laufenden Korrektur.

    Blick auf Einzelwerte

    Infineon: Die Aktie schließt 2,8 Prozent im Plus. Denn eine optimistischere Schätzung für das Weltwirtschaftswachstum 2021 sowie starke Digitalisierungs- und Elektromobilitätstrends stimmen die US-Bank Goldman Sachs zuversichtlich für Europas Chipbranche. Infineon dürfte laut Analyst Alexander Duval dabei besonders mit Blick auf die Automotive-Sparte profitieren. Er strich daher sein neutrales Anlageurteil und empfahl die Aktie des Münchener Chipherstellers nun zum Kauf. Das Kursziel hob er von 27,50 auf 42,70 Euro an, was auch nach dem Kursanstieg am Montag ein Potenzial von rund 22 Prozent impliziert.

    Symrise: Ein negativer Analystenkommentar drückte die Aktie des Aromen-Herstellers ins Minus. Sie fiel um 1,4 Prozent auf 99,70 Euro. Die Experten von Morgan Stanley hatten die Titel auf „Underweight“ von „Equal-Weight“ heruntergestuft und das Kursziel auf 90 von 92 Euro gesenkt.

    Lufthansa: Eine Kursziel-Senkung veranlasste einige Anleger zum Ausstieg bei der Lufthansa. Die Aktien der Fluggesellschaft fielen um 2,6 Prozent auf 10,25 Euro. Die Experten der HSBC hatten ihr Kursziel auf 3,50 von vier Euro reduziert.

    Fraport: Die Passagierzahlen am Frankfurter Flughafen sind 2020 wegen der Corona-Pandemie eingebrochen. Die Zahl der Fluggäste fiel um 73,4 Prozent auf 18,8 Millionen Passagiere. „Das Passagieraufkommen in Frankfurt lag auf einem Niveau wie zuletzt 1984“, sagte Fraport-Chef Stefan Schulte. Der Aktienkurs gab 1,2 Prozent nach und liegt mit 45,44 Euro etwa auf dem Niveau von 2016.

    Aareal Bank: Die Hoffnung auf eine Dividende drängte die Enttäuschung der Aareal-Anleger über den Gesamtjahresverlust der Bank in den Hintergrund. Die Aktien des Immobilienfinanzierers stiegen nach einem Eröffnungsverlust von knapp fünf Prozent um 7,7 Prozent auf 21,50 Euro. Aareal will 1,50 Euro je Aktie ausschütten, sofern die Aufsichtsbehörden zustimmen.

    Was die Dax-Charttechnik sagt

    Anleger sollten derzeit den Blick auf die Unterseite beim Dax richten. Im Fokus steht die Marke von 13.500 Punkten. Mittelfristig agierende Anleger können ihre Stop-Loss-Marke in diesem Bereich einziehen. Denn ein Rutsch unter die ehemalige „Ausbruchsmarke“ wäre ein negatives Signal.

    Die Berechnung dahinter: Knapp sechs Monate lang bewegte sich der deutsche Leitindex in einer Seitwärtsspanne zwischen rund 13.500 Punkten (exakt 13.460 Punkte) auf der Ober- und 12.300 Zählern auf der Unterseite. Nur Ende Oktober, kurz vor der US-Präsidentenwahl, wurde diese Phase einige Handelstage lang unterbrochen, als der Dax auf 11.450 Punkte abrutschte. Das war im Nachhinein betrachtet das Signal für die anschließende kräftige Fortsetzung der Rally.

    Anhand der Bandbreite der monatelangen Seitwärtsbewegung innerhalb von 1200 Punkten (13.500 minus 12.300) lässt sich laut technischer Analyse auch die kommende Handelsspanne abschätzen. Die dürfte eine ähnliche Breite haben, der Dax also – grob abgeschätzt – zwischen 13.500 Zählern auf der Unter- und 14.700 Punkten auf der Oberseite schwanken.

    Hier geht es zur Seite mit dem Dax-Kurs, hier gibt es die aktuellen Tops & Flops im Dax.

    Am vergangenen Freitag schloss der Leitindex 1,4 Prozent tiefer bei 13.787 Punkten.

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