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Dax aktuell Dax schließt mehr als 100 Punkte im Plus – Aktie der Shop Apotheke im Rekordrausch

Der deutsche Leitindex hat am heutigen Mittwoch sein übliches Lockdown-Szenario gezeigt. Die Kurse stiegen, nachdem die Maßnahmen verschärft worden sind.
20.01.2021 - 17:49 Uhr Kommentieren
Dax aktuell: Mögliche Einigung im Handelsstreit stützt den Dax Quelle: dpa
Dax-Kurve im Handelssaal in Frankfurt

Die Frankfurter Benchmark hat in diesem Jahr bereits mehrfach eine neue Bestmarke erreicht.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Mittwoch wieder nach oben bewegt. Der Dax schloss 0,8 Prozent fester bei 13.921 Punkten – ein Plus von 106 Zählern. Den gestrigen Handelstag hat der deutsche Leitindex noch mit einem Verlust von 0,2 Prozent bei 13.815 Punkten beendet.

MDax und SDax kletterten sogar auf Rekordhochs. Der Index der mittelgroßen Werte schloss mit plus 0,9 Prozent auf 31.578 Zählern. Der Nebenwerte-Index SDax rückte um 1,5 Prozent auf 15.579 Punkte vor. Auch europaweit und in den USA wurden Gewinne verbucht.

Am heutigen Handelstag spielte sich das übliche Lockdown-Szenario ab. Die Kurse stiegen, nachdem die endgültigen Beschlüsse der Bund-Länder-Runde verkündet wurden. Diese Lockdown-Entwicklung hatte bereits zuvor dreimal an den Börsen funktioniert: Mitte März und Anfang November des vergangenen Jahres sowie Anfang Januar 2021. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, dürfen Anleger sich bald über ein neues Dax-Rekordhoch freuen.

Die technische Lage am deutschen Aktienmarkt bleibt positiv. Kurse oberhalb von 14.030 Zählern wären der Startschuss für einen erneuten Angriff auf das Rekordhoch, das am 8. Januar mit 14.132 Punkten erreicht wurde.

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    Die Gier bei den Fondsmanagern ist dabei offenbar größer als die Angst. Das zeigt die aktuelle Umfrage der Bank of America unter 221 institutionellen Investoren, die weltweit 676 Milliarden Dollar verwalten.

    Denn die Profis sehen folgende extreme Risiken für die Märkte: zuerst eine zu geringe Impfquote, dann ein Zurückfahren der Anleihekäufe durch die US-Notenbank (Tapering) und an dritter Stelle die Gefahr einer Blasenbildung an den Aktienmärkten, allerdings ohne genaue Definition.

    Das Kuriose: Trotz der genannten Gefahr einer Blasenbildung werden die Fondsmanager risikofreudiger. In den Portfolios dieser Vermögensverwalter hat sich der Anteil von Aktien insgesamt erhöht. Netto 19 Prozent der Befragten gehen höhere Aktienengagements als normalerweise ein, das ist ein Rekordwert.

    Zudem rechnen 83 Prozent der Anlageprofis mit steigenden Renditen bei den US-Staatsanleihen, entsprechend sind sie in US-Bonds untergewichtet. Denn wenn die Rendite steigt, fallen die Kurse der Bonds.

    Charttechnik erwartet Dax-Anstieg auf mindestens 15.500 Punkte

    Behält die Charttechnik recht? Wenn ja, dann dürfte der Dax in der ersten Jahreshälfte mindestens die Marke von 15.500 Punkten erreichen. Das ist das Fazit des Handelsblatt-Gesprächs mit vier technischen Analysten. „Charttechnisch stehen alle Ampeln auf Grün“, sagte beispielsweise Frederik Altmann vom Brokerhaus Alpha.

    „Die neuen Rekordhochs geben klassische Kaufsignale. Der Dax dürfte sich im laufenden Jahr Richtung 16.500 Punkte bewegen.“ Ganz so optimistisch waren seine drei in der Videokonferenz zugeschalteten Kollegen zwar nicht – sie wollen sich „nur“ auf 15.500 Punkte festlegen –, aber den Grundoptimismus teilen sie.

    Die vier Experten halten zudem eine weitere Branchenrotation für wahrscheinlich: hin zu zyklischen Werten, die vom Aufschwung der Realwirtschaft profitieren, weg von der lange gut gelaufenen Technologie. Profiteur dieser Entwicklung könnten Europa und Deutschland mit ihren in den letzten Jahren weniger beachteten Aktien aus der „Old Economy“ sein. Damit bestätigen sie den Trend, den die Handelsblatt-Umfrage Dax-Sentiment bereits vor vier Monaten prognostizierte.

    Club Talk mit Jürgen Röder

    Gefragt waren in Europa vor allem Technologiewerte. Der Branchenindex zog 1,8 Prozent an und erreichte zwischenzeitlich den höchsten Stand seit rund zwei Jahrzehnten.

    Für Zuversicht sorgten die Umsatz- und Ergebniszahlen des Chipausrüsters ASML, die im Schlussquartal die Vorhersagen deutlich übertrafen. Die Aktien des niederländischen Konzerns kletterten um knapp drei Prozent. Die Zahlen sorgten auch für steigenden Kurse bei den deutschen Mittbewerbern. Beim Infineon-Papier stand ein Plus von 2,4 Prozent auf dem Kurszettel, beim Titel Dialog Semiconductor ein Plus von 2,9 Prozent.

    Beeindruckender Kursanstieg bei der Shop Apotheke

    Shop Apotheke: Der Kurs der Online-Apotheke erreichte bereits am Dienstag mit 172 Euro einen neuen Höchststand – und am heutigen Handelstag ging die Rekordjagd weiter. Die Aktie stieg auf bis zu 184 Euro und gibt mit einem Plus von 6,9 Prozent bei 183,80 Euro aus dem Handel. Die Performance des Titels ist beeindruckend: In den vergangenen zwölf Monaten stieg der Kurs um mehr als 282 Prozent.

    BASF: Der von der Coronakrise gebeutelte Chemiekonzern ist zum Jahresende auf Erholungskurs gegangen. Im vierten Quartal stieg das bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) um fast ein Drittel auf 1,11 Milliarden Euro. BASF hat damit besser als von Analysten erwartet abgeschnitten. Diese hatten laut Vara Research im Schnitt mit einem Ergebnis von 845 Millionen Euro gerechnet. Die Aktie profitiert davon und stieg um 1,2 Prozent. Bereits in den vergangenen drei Monaten gab es einen Wertzuwachs von 25 Prozent.

    Hugo Boss: Die Aktien legen nach der Aufstockung des Anteils durch Mike Ashleys Frasers Group in der Spitze 5,8 Prozent zu und schloss 4,4 Prozent fester. Der britische Sportmodehändler hat seinen Anteil an dem Luxusmodehaus über Aktien und Derivate auf über 15 Prozent erhöht.

    BVB: Die sportliche Misere bei Borussia Dortmund lässt auch die Anleger des Fußball-Bundesligisten nicht kalt. Die Papiere waren zu Wochenbeginn schon wegen eines enttäuschenden 1:1 gegen Mainz unter Druck geraten, nun folgte am Vorabend in der „Englischen Woche“ eine Niederlage gegen Bayer Leverkusen.

    In der Folge sackten die Aktien nun nochmals um zwei Prozent ab. Im Tagestief standen sie mit 5,22 Euro auf dem niedrigsten Niveau seit Mitte November. Damit notierte das Papier unter dem Wert vom 21. Dezember 2020, als Trainer Lucien Favre entlassen wurde.

    Steigender Goldpreis

    Der schwächere Dollar in den vergangenen Tagen zeigte Wirkung am Goldmarkt. Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) stieg auf bis zu 1870 Dollar.

    Gold hat in den ersten Wochen des Jahres 2021 deutlich nachgegeben und rutschte von 1959 auf zwischenzeitlich 1801 Dollar ab. Denn sowohl die Renditen für US-Staatsanleihen als auch der Dollar-Kurs und zusätzlich die Notierungen an den US-Aktienmärkten konnten in diesem Zeitraum zulegen. Allesamt Faktoren, die als Belastung für den Goldpreis gelten.

    Was die Dax-Charttechnik sagt

    Auf der Unterseite steht die Marke von 13.500 Punkten im Fokus. Mittelfristig agierende Anleger können je nach Strategie und Risikobereitschaft ihre Stop-Loss-Marke in diesem Bereich einziehen. Kurse unterhalb von 13.672 Punkten, das Korrekturtief seit dem Rekordhoch, wären das erste Indiz für ein Abrutschen in Richtung 13.500 Zähler.

    Was ist das nächste Ziel auf der Oberseite? Für die technischen Analysten der Bank HSBC dient die Marke von 14.228 Punkten als nächste Anlaufstelle, die nicht mehr weit entfernt ist vom aktuellen Rekordhoch mit 14.132 Zählern. Aus charttechnischer Sicht lässt sich in den kommenden Tagen und Wochen aber auch ein Kursziel von zunächst 14.700 Zählern ableiten. Sollte der Dax wieder die Marke von 14.030 Zählern überwinden, dürfte schnell das Rekordhoch wieder in den Fokus rücken.

    Hier geht es zur Seite mit dem Dax-Kurs, hier gibt es die aktuellen Tops & Flops im Dax.

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