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Dax aktuell Dax schließt nach Rekordhoch leicht im Minus – Anleger setzen auf Automobilwerte

Die Impfstoff-Rally seit November hat dem Dax ein Plus von über 70 Prozent beschert. Der Verlauf dieser Entwicklung dürfte historisch einmalig sein.
07.06.2021 - 17:42 Uhr 1 Kommentar
Dax aktuell: Mögliche Einigung im Handelsstreit stützt den Dax Quelle: dpa
Dax-Kurve im Handelssaal in Frankfurt

Die Frankfurter Benchmark hat in diesem Jahr bereits mehrfach eine neue Bestmarke erreicht.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der deutsche Aktienmarkt hat zum Wochenauftakt eine Rekordmarke aufgestellt, den Tag dann aber unter dem Niveau der vergangenen Woche beendet. Der Dax legte mittags auf bis zu 15.732 Punkte zu und stieg damit 26 Punkte über die bisherige Bestmarke von 15.706 Zählern, die am Freitag erreicht worden war. Zum Handelsschluss liegt der deutsche Dax allerdings nur noch bei 15.677 Punkten, 16 Zähler beziehungsweise 0,1 Prozent unter dem Schlusskurs der vergangenen Handelswoche.

Nach Ansicht von Martin Utschneider, technischer Analyst bei der Privatbank Donner & Reuschel, war die Rekordmarke vom Freitag ohnehin nur eine Durchgangsstation.

Das Rekordhoch ist für viele Anleger eine Überraschung. Das zeigen auch die ersten Daten der Handelsblatt-Umfrage Dax-Sentiment. Die Stimmung müsste angesichts einer neuen Bestmarke euphorisch sein, ist aber nur leicht gestiegen.

Die Selbstgefälligkeit bleibt sogar unverändert. Das erlaubt den Schluss: Die Rally hat sich in den Depots der Privatanleger nur wenig bemerkbar gemacht, weil sie offenbar auf die falschen Aktien gesetzt haben.

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    Denn die neuen Rekordhochs am deutschen Markt kamen durch die hohen Kursgewinne der Automobilaktien zustande. So kletterte das BMW-Papier in der vergangenen Handelswoche um mehr als acht Prozent, VW um mehr als sechs Prozent. Die Titel des Softwarekonzerns Teamviewer hingegen, eines der vielen Lieblingspapiere der Privatanleger, gaben 3,8 Prozent nach.

    Diese Stärke der Automobilaktien setzt sich auch am heutigen Handelstag fort: Das Papier des Zulieferers Continental steht mit einem Plus von knapp zwei Prozent als größter Gewinner im Dax da. Die Titel von BMW liegen mit einem Gewinn von 1,6 Prozent auf Platz zwei, der Daimler-Schein hat 0,8 Prozent gewonnen. Zu den größten Tagesgewinnern an der Börse zählt das Papier des Auto-Zulieferers Elring Klinger, das um knapp sieben Prozent nach oben klettert.

    Bei Daimler kommt hinzu: Die Pkw-Tochter Mercedes strafft ihr Vertriebsnetz und will mehr als 25 Showrooms und Werkstätten in Eigenbesitz abstoßen, um die Fixkosten zu senken. Einnahmen von bis zu einer Milliarde Euro sind dadurch möglich.

    Die relativ schlechte Stimmung der Anleger und die moderate Selbstgefälligkeit signalisieren, dass die Rally weitergeht. Zudem hat sich der Kursverlauf trotz der vielen Zweifel nach dem Ausbruch aus der zweitmonatigen Seitwärtsrange mustergültig entwickelt.

    Am vergangenen Donnerstag kam es zu einem klassischen „Pullback“: Die Oberkante dieser Seitwärtsphase, die bei 15.500 Punkten liegt, wurde erneut getestet und von den Börsianern für gut befunden. Nach dem Kursrutsch auf 15.477 Zähler herrschte wieder reges Kaufinteresse, das den Dax letztendlich wieder auf neue Rekordhochs trieb.

    Die neue Zielmarke liegt nun bei 16.200 Zählern, die sich aus mehreren technischen Berechnungen ableiten lässt. Doch die Frage bleibt: Wird diese Marke in den bevorstehenden Sommermonaten erreicht, in denen das Handelsvolumen eher gering sein dürfte? Noch wichtiger ist die Frage: Wann endlich kommt es zu einer nennenswerten Korrektur, die den Dax mindestens um zehn Prozent abrutschen lässt?

    Denn der Verlauf der Impfstoffrally seit Anfang November ist ungewöhnlich. Diese Rally kann man nur als historisch einmalig bezeichnen: Seitdem ist der Dax in der Spitze um mehr als 70 Prozent gestiegen. In dieser Zeit gab es kaum Rücksetzer, Konsolidierungen fanden stets auf hohem Niveau statt, und typische kurzfristige Ausverkäufe, wie sonst eigentlich während solch einer Rally üblich, gab es kaum.

    Den einzigen erwähnenswerten Rücksetzer gab es Ende Januar, als der deutsche Leitindex um lediglich rund sechs Prozent abrutschte und anschließend wie immer neue Rekordhochs produzierte.

    Blick auf die Einzelwerte

    Morphosys: Ermutigende Studienergebnisse zu einer Kombination zweier Krebsmedikamente halfen der Aktie zunächst nicht. Doch nach anfänglichen Verlusten von knapp zwei Prozent schließen die Morphosys-Papiere zwei Prozent im Plus. Den Angaben zufolge sprechen 57,5 Prozent der Patienten mit einem rezidiviertem oder refraktärem diffusem großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) auf die Behandlung mit Tafasitamab plus Lenalidomid an.

    Thyssen-Krupp: Auch ein positiver Analystenkommentar hilft der Aktie nicht. Die Papiere des Stahlkonzerns fallen um 0,7 Prozent auf etwa 9,59 Euro. Dabei hatten die Experten der Credit Suisse ihr Kursziel für die Titel auf 15,80 von 14,70 Euro angehoben.

    IWG: Ein pessimistischer Ausblick brockt IWG den größten Kurssturz seit einem Jahr ein. Die Aktien der Mutter des auch in Deutschland aktiven Bürovermieters „Regus“ fallen in London um bis zu 18 Prozent auf ein Viermonatstief von 301 Pence. Im weiteren Verlauf erholte sich das Papier von dem Absturz und liegt nur noch knapp zehn Prozent im Minus. Das Unternehmen warnt wegen der Corona-Beschränkungen für das laufende Jahr vor einem erneuten Gewinnrückgang.

    Hier geht es zur Seite mit dem Dax-Kurs, hier gibt es die aktuellen Tops & Flops im Dax.

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    1 Kommentar zu "Dax aktuell: Dax schließt nach Rekordhoch leicht im Minus – Anleger setzen auf Automobilwerte"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Nun ist aber bald wirklich eine größere Korrektur dringend erforderlich, denn der DAX ist neiner Meinung nach überkauft.
      Wer kauft eigentlich überhaupt noch Blue-Chips-Aktien aus einer abgewirtschafteten Volkswirtschaft?
      Okay, die sind immer noch wesentlich besser als Staatsanleihen aus Ländern der abgewirtschafteten Euro-Zone; die darf dann auch bitteschön die EZB ganz alleine aufkaufen!
      Aber selbst asset-inflatorisch aufgePEPPt durch das EZB-Gelddruckprogramm ist der derzeitige DAX-Stand nicht mehr gerechtfertigt.

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