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Dax aktuell Dax schließt nach schwachen Wirtschaftsdaten aus China im Minus

Nach seiner Rally in der vergangenen Woche hat sich der Dax am Montag eine Auszeit genommen. Die Aktie von Henkel verliert fast zehn Prozent.
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Händler beobachten den Kursverlauf im Frankfurter Handelssaal. Quelle: obs/Accor Hotellerie Deutschland GmbH
Frankfurter Börse

Händler beobachten den Kursverlauf im Frankfurter Handelssaal.

(Foto: obs/Accor Hotellerie Deutschland GmbH)

DüsseldorfDer Dax hat zum Wochenbeginn seinen jüngsten Aufschwung nicht fortsetzen können. Am Montag schloss der deutsche Leitindex 0,6 Prozent im Minus, blieb aber über der psychologisch wichtigen Marke von 11.000 Punkten, die er am vergangenen Freitag das erste Mal seit sechs Wochen zurückerobert hatte. Zum Handelsschluss am Montag notierte der Dax bei 11.136 Punkten.

Am Montag verstärkten die neuen Wirtschaftsdaten aus China die Sorgen um die Wirtschaft des Landes: Das Wirtschaftswachstum ist 2018 auf den niedrigsten Stand seit fast drei Jahrzehnten gefallen. In Davos präsentierte zudem IWF-Chefin Christine Lagarde vor dem Start des Weltwirtschaftsforums den Weltkonjunkturausblick des Internationalen Währungsfonds: Demnach soll sich das globale Wachstum in diesem Jahr weiter verringern und erst 2020 leicht stabilisieren.

Die Konjunkturdaten hätten den Börsen alles andere als Rückenwind verliehen, sagte Analyst James Hughes vom Broker Axitrader. Ähnliches galt für Aussagen der britischen Premierministerin Theresa May zur weiteren Brexit-Strategie vor dem Unterhaus in London. Zudem fehlten Impulse von der Wall Street, da dort wegen des „Martin Luther King Days“ nicht gehandelt wurde.

Besonders steil bergab ging es für die Aktien des Konsumgüterkonzerns Henkel. Letztendlich schloss die Aktie 9,75 Prozent im Minus bei 87,56 Punkten. Zuvor hatte der Hersteller von Pritt und Persil mitgeteilt, dass die Erlöse 2018 nach vorläufigen Zahlen auf 19,9 (Vorjahr: 20) Milliarden Euro gesunken seien.

Zudem senkte der Düsseldorfer Konzern seine Gewinnerwartung für 2019 deutlich. 2019 soll dem Konzern zufolge die operative Marge (Ebit) zwischen 16 und 17 Prozent liegen, also deutlich niedriger als 2018 mit 17,6 Prozent.

„Das schwächelnde Wirtschaftswachstum in China ist kein Grund, sich aufzuregen“

Die weiteren Indizes

Besser als der Dax schlug sich am Montag der MDax: Der Index, in dem sich die mittelgroßen deutschen Unternehmen versammeln, schaffte einen Kursanstieg von knapp 0,8 Prozent auf 23.352 Punkte. Der TecDax der Technologiewerte gewann 0,4 Prozent hinzu, der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor dagegen 0,3 Prozent.

Blick auf die Einzelwerte

Wirecard: Die Aktien des Zahlungsabwicklers gewannen am Montag knapp 2,8 Prozent hinzu. Vorstandschef Markus Braun hatte gesagt, dass Wirecard angesichts des jüngsten Geschäftsverlaufs auf Kurs zu seinen Wachstumszielen sei.

Scout24: Spekulationen auf einen Bieterwettkampf trieben die Aktien von Scout24 in die Höhe. Die im MDax notierten Titel stiegen um bis zu 6,9 Prozent auf ein Viereinhalb-Monats-Hoch von 42,90 Euro und schlossen letztendlich 2,2 Prozent im Plus. Der Anbieter von Kleinanzeigen im Internet lehnte eine 4,7 Milliarden Euro schwere Kaufofferte von zwei Finanzinvestoren ab und begründete dies damit, dass die gebotenen 43,50 Euro je Aktie zu niedrig seien.

Deutsche Telekom: Bei Europas größtem Kommmunikationsunternehmen mussten die Anleger einen Kursverlust von knapp 2,5 Prozent verkraften. Die Privatbank Berenberg hatte die T-Aktie neu zum Verkauf empfohlen.

Carl Zeiss Meditec: Im MDax erreichten die Aktien des Medizintechnikkonzerns ein Rekordhoch. Die Papiere legten mehr als 3,5 Prozent zu, nachdem Analyst Holger Fechner von der NordLB seine Verkaufsempfehlung in ein Kaufvotum umgewandelt hatte. Er zeigte sich überzeugt vom dynamischen Wachstum.

Fraport: Für die Anteilscheine an der Betreibergesellschaft des Frankfurter Flughafens ging es um fast drei Prozent hoch. Die Experten des Investmenthauses Redburn sowie der US-Investmentbank Goldman Sachs räumen dem Flughafenbetreiber in einem schwierigen Umfeld vergleichsweise gute Aussichten ein.

K+S: Die Aktien des Düngemittelherstellers verloren letztendlich mehr als 1,5 Prozent. Zuvor hatte K+S mitgeteilt, dass die Dürre im vergangenen Jahr das operative Ergebnis (Ebitda) mit rund 110 Millionen Euro belasten werde.

Die Börsen in Asien

An Asiens Börsen gaben zu Wochenbeginn die Optimisten den Ton an. Die Hoffnungen auf ein Ende des Zollstreits mit China haben den Börsen in Fernost Auftrieb gegeben. Am Wochenende sprach US-Präsident Donald Trump von guten Fortschritten in den Verhandlungen mit der Volksrepublik.

In Tokio tendierte der Leitindex Nikkei 0,5 Prozent höher mit 20.757 Punkten. Die Standardwerte in China gewannen 0,7 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg 0,9 Prozent. Die US-Märkte bleiben zum Wochenstart feiertagsbedingt geschlossen.

Was die Charttechnik sagt

Der Kurssprung der vergangenen Woche hat diejenigen auf dem falschen Fuß erwischt, die davon ausgingen, dass der Markt nun erst einmal Abschied von der 11.000er-Marke genommen hat. „Leerverkäufer, die erkennen mussten, zu früh in den Markt gegangen zu sein, wurden ausgestoppt“, sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst CMC Markets.

Normalerweise würden Kursgewinne aus solchen „Short Squeezes“, die rein technische Ereignisse sind, relativ schnell wieder in sich zusammenfallen. „Umso länger aber die Zuwächse aus dem Anstieg gehalten werden können, desto größer ist die Chance auf Folgeanstiege“, sagte er.

Am Freitagmittag stieg der Dax auf über 11.200 Punkte und durchstieß damit die wichtige 11.100-Punkte-Marke. Aus charttechnischer Sicht stellt das einen Ausbruch dar.

Analystencheck: UBS belässt Tesla auf „sell“

Die Schweizer Großbank UBS hat Tesla nach einem angekündigten Stellenabbau und Aussagen zu einem rückläufigen Gewinn auf „sell“ mit einem Kursziel von 230 US-Dollar belassen. Damit schienen sich die Konsenserwartungen zu bestätigen, schrieb Analyst Colin Langan in einer am Freitag vorliegenden ersten Reaktion.

Im Schnitt rechneten die Analysten mit einem Gewinnrückgang im Quartalsvergleich von 22 Prozent. Zugleich sei die Konsensschätzung für das erste Quartal 2019 von 1,33 US-Dollar zu hoch und unstimmig mit Blick auf die konzerneigenen Aussagen über einen „kleinen Gewinn“.

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