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Dax aktuell Dax schließt so hoch wie seit mehr als zwei Monaten nicht

Für den deutschen Leitindex ging es am Mittwoch bergauf. Bis zum Börsenschluss kletterte der Dax um 0,8 Prozent – und erreichte im Tagesverlauf sogar ein neues Jahreshoch. Gewinner des Tages waren Fresenius-Papiere.
Update: 20.02.2019 - 17:57 Uhr Kommentieren
Am Mittwoch ging der deutsche Leitindex bei 11.402 Punkten aus dem Handel. Quelle: dpa
Börsensaal in Frankfurt

Am Mittwoch ging der deutsche Leitindex bei 11.402 Punkten aus dem Handel.

(Foto: dpa)

DüsseldorfAm Mittwoch ist die Stimmung der Anleger am deutschen Aktienmarkt positiv: Der Dax schloss 0,8 Prozent im Plus auf 11.402 Punkten. Zuvor hatte er ein neues Jahreshoch von 11.405 Punkten erreicht. Am Dienstag hatte er 0,1 Prozent im Plus bei 11.309 Punkten geschlossen, nachdem er tagsüber um seinen Vortageskurs geschwankt war.

Besonders stark waren die Aktien der Dax-Unternehmen Fresenius und Fresenius Medical Care (FMC). Für Fresenius sei es das 15. Rekordjahr in Folge, auch wenn es kein einfaches Jahr gewesen sei, wie Konzernchef Stephan Sturm einräumte. Die Anleger sollen eine fünf Cent höhere Dividende von 0,80 Euro je Aktie erhalten. Beim Dialysespezialisten FMC lockte ein Aktienrückkaufprogramm.

Indes gibt es weitere Entwicklungen im drohenden Handelskonflikt zwischen der EU und den USA. Nun stellt sich auch die amerikanische Autoindustrie gegen Donald Trump. Die Verbände fürchten „erhebliche negative Folgen“ für die Branche, sollte sich der US-Präsident entschließen, Zölle von bis zu 25 Prozent auf Auto-Einfuhren zu verhängen. Am vergangenen Wochenende war bekannt geworden, dass die USA europäische Autos als nationales Sicherheitsrisiko betrachten.

Am Abend (MEZ) legt die US-Notenbank Fed ihr Sitzungsprotokoll vom Zinsentscheid im Januar vor. Investoren hoffen dabei auf Informationen darüber, wie die Fed bei der Reduzierung ihrer Bilanz weiter vorgehen will.

Interessiert dürften Anleger auch die Entwicklungen in Sachen Brexit beobachten. Die britische Premierministerin will an diesem Mittwoch erneut mit dem EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker verhandeln. Großbritannien will am 29. März aus der EU austreten.

In Asien sorgten die laufenden Gespräche zum Handelsstreit zwischen China und den USA wie schon am Dienstag für Optimismus. In Tokio legte der Nikkei-Index am Mittwoch 0,6 Prozent auf 21.431 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 0,4 Prozent.

Konjunkturabhängige Werte wie Autoaktien waren besonders gefragt. Toyota-Papiere kletterten um 1,4 Prozent, die Aktien von Mazda gewannen 0,9 Prozent hinzu. Auch in China war die Börsenstimmung freundlich. In Schanghai ging es um 0,3 Prozent nach oben.

Einzelwerte im Überblick

Fresenius/ FMC: Der Gesundheitskonzern Fresenius wird 2019 nach einem Rekordgeschäftsjahr keine großen Sprünge machen. Hohe Investitionen sollen die Basis für künftiges Wachstum legen, drücken aber auf das Ergebnis. Fresenius hat im vergangenen Jahr 33,5 Milliarden Euro umgesetzt, teilte der Konzern am Mittwochmorgen mit. Das bereinigte Konzernergebnis lag bei 1,87 Milliarden Euro, ein Plus von vier Prozent.

Für Fresenius sei es das 15. Rekordjahr in Folge, auch wenn es kein einfaches Jahr gewesen sei, wie Konzernchef Stephan Sturm einräumte. Die Anleger sollen eine fünf Cent höhere Dividende von 0,80 Euro je Aktie erhalten. Am Mittwochnachmittag zählten die Aktien von Fresenius und Fresenius Medical Care zu den größten Gewinnern im Dax. Sie legten zeitweise um 6,5 beziehungsweise 6,9 Prozent zu und schlossen fünf beziehungsweise 4,5 Prozent höher als am Dienstag.

Telefónica Deutschland: Telefónica Deutschland hat im vergangenen Jahr dank gesunkener Ausgaben und des Datenhungers seiner Kunden operativ mehr verdient. Das bereinigte Betriebsergebnis (Oibda) stieg von Januar bis Dezember um 5,3 Prozent auf 1,94 Milliarden Euro, wie der zum spanischen Telefónica-Konzern gehörende Mobilfunker am Mittwoch mitteilte. Das ist der höchste bisher erzielte Wert.

Der Umsatz legte 0,3 Prozent auf 7,32 Milliarden Euro zu. Dabei lief es vor allem im Weihnachtsquartal rund. In den drei Monaten erzielte Telefónica Deutschland die höchsten Erlöse seit Ende 2015. Unterm Strich verringerte sich der Fehlbetrag trotz hoher Abschreibungen auf 230 Millionen Euro nach einem Verlust von 381 Millionen Euro im Vorjahr. Die Aktie ging 1,5 Prozent tiefer aus dem Handel.

Wirecard: Die Wirecard-Aktie notierte am Mittwochvormittag nach kräftigen Zuwächsen an den vergangenen beiden Tagen wieder im Minus. Zum Börsenschluss notierte sie knapp fünf Prozent tiefer bei einem Kurs von 114 Euro.

Das sagt die Charttechnik

Seit Mitte Oktober bewegt sich der deutsche Leitindex in der Spanne zwischen 11.800 Punkten auf der Ober- und 10.380 Zählern auf der Unterseite, lediglich Ende Dezember unterbrochen durch einen kurzzeitigen Rutsch auf 10.279 Punkte. Das ist das neue Zweijahrestief.

Sollte der Dax über die Marke von 11.800 Punkten steigen, wäre der Bärenmarkt beendet. Ein Rutsch unter 10.380 und dann unter 10.279 Zähler würde den Abwärtstrend verschärfen und vermutlich für vierstellige Notierungen sorgen.

„Der Dax wird noch einige Wochen in der Spanne zwischen 11.800 Punkten und 10.380 Zählern bleiben“, prophezeite indes Börsenexperte Stephan Heibel nach Auswertung der Handelsblatt-Umfrage Dax-Sentiment.

Analystencheck: DZ Bank empfiehlt Heidelberg-Cement-Aktie weiter zum Kauf

Die DZ Bank hat den fairen Wert für Heidelberg Cement nach vorläufigen Zahlen für 2018 von 75 auf 79 Euro angehoben und die Einstufung auf „Kaufen“ belassen. Die Ergebnisse seien etwas besser gewesen als erwartet, schrieb Analyst Thorsten Reigber in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Der Zementhersteller sollte 2019 angesichts einer anhaltend robusten Entwicklung der beiden wichtigen Märkte Nordamerika und Europa auf den Wachstumspfad zurückkehren.

Mehr: Warum Anleger keine Angst vor einer schwächeren Konjunktur haben sollten und bei deutschen und europäischen Aktien zugreifen, erklärt US-Vermögensverwalter Ken Fisher in einer Kolumne für das Handelsblatt.

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