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Börsenparkett Frankfurt
(Foto: Bloomberg)

Dax aktuell Dax schließt unter wichtiger Marke von 12.200 Punkten – Thyssen-Krupp-Aktie deutlich im Plus

Am Dienstag kletterte der deutsche Leitindex immer wieder über 12.200 Punkte. Zum Handelsschluss konnte der Dax die Marke jedoch nicht halten.
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FrankfurtNach der starken Vorwoche hat der Dax auch am Dienstag seinen positiven Trend fortgesetzt, zum Nachmittag hin stieg der deutsche Leitindex auf bis zu 12.228 Punkte. Richtung Handelsschluss gab der Dax jedoch wieder einige seiner Tagesgewinne ab und schloss bei 12.156 Punkten etwa 0,9 Prozent höher. Schon in der vergangenen Woche hatte der Dax dank Spekulationen auf eine baldige Zinssenkung der US-Notenbank um 2,7 Prozent zugelegt.

Am Dienstag profitierte der deutsche Leitindex von den guten Vorgaben aus den USA und Asien. Die Erleichterung über den Aufschub der US-Strafzölle auf mexikanische Waren gebe dem Aktienmarkt Auftrieb, sagten Anleger.

An der Wall Street hatte der Dow Jones am Montag den sechsten Handelstag in Folge im Plus geschlossen, nachdem US-Präsident Donald Trump zunächst auf die angedrohten Strafzölle für Mexiko verzichtet hatte. David Kass, Professor für Finanzen an der Universität von Maryland, erklärte dazu am Montag, die Zölle hätten der Wirtschaft beider Länder geschadet. Investoren seien nun optimistisch, dass nun auch der Handelsstreit USA/China in naher Zukunft beigelegt werde.

Tatsächlich könnten die globalen Handelsstreitigkeiten aber weiter auf den Märkten lasten. Schließlich drohte US-Präsident Donald Trump jüngst China erneut mit Strafzöllen. Auswirkungen haben die Unsicherheiten vor allem auf Unternehmen mit einem starken Exportfokus. „Die Spannungen vermehren weltweit die Unsicherheit und belasten so die Konjunktur. Diese Belastung trifft auch Deutschland. Zölle und Handelshemmnisse zwischen China und den USA betreffen direkt deutsche Unternehmen, die in diesen Ländern produzieren, zum Beispiel deutsche Autobauer in den USA“, erklärte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

Skeptisch bezüglich der deutschen Konjunktur sind auch die Investoren. Das entsprechende Barometer fiel im Juni um 8,6 auf minus 0,7 Punkte, wie die Investment-Beratungsfirma Sentix am Dienstag zu ihrer monatlichen Umfrage unter mehr als 900 Anlegern mitteilte. Das ist der schlechteste Wert seit März 2010. „Eine Rezession steht damit unmittelbar vor der Tür“, sagte Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner.

„Die Aktienmärkte verlassen sich zu sehr darauf, dass die Fed alles richten wird“

Für die deutsche Wirtschaft komme es derzeit knüppeldick. „Einerseits belastet der USA-China-Handelsstreit die stark exportlastige Wirtschaft in hohem Maße“, sagte Hübner. „Andererseits wird nirgendwo in Europa mehr über den Klimawandel gesprochen und die eigene Industrie so sehr in Frage gestellt.“ Zudem befinde sich mit der Autoindustrie eine Schlüsselbranche noch immer in einer selbstverschuldeten Krise.

Ebenfalls für Kopfzerbrechen bei den Anlegern sorgt die Machtprobe zwischen Italien und der EU-Kommission. Wegen der hohen Staatsverschuldung droht die Brüsseler Behörde der Regierung in Rom offiziell mit einem Defizit-Verfahren, an dessen Ende milliardenschwere Strafzahlungen stehen könnten.

Einzelwerte im Fokus

Thyssen-Krupp: Größter Dax-Gewinner waren am Dienstag die Aktien von Thyssen-Krupp mit einem Plus von rund fünf Prozent. Bereits in der vergangenen Woche hatten Anleger die jüngsten Kursrückgänge zum Einstieg genutzt.

Commerzbank: Titel der Commerzbank schlossen rund gut ein Prozent im Plus. Das Handelsblatt hatte am Montag berichtet, dass die niederländische Großbank ING kein Interesse an einer Übernahme der Commerzbank hat. Die Holländer haben sich schon vor anderthalb Monaten gegen einen solchen Schritt entschieden.

Continental: Die Papiere des Reifenherstellers schlossen am Dienstag mehr als drei Prozent im Plus.

Evotec: Die Aktien der Biotech-Firma legten zeitweise mehr als drei Prozent zu und schlossen schließlich etwas schwächer bei 1,2 Prozent im Plus. Sie waren der größte Gewinner im MDax. Evotec erhält von der Bill & Melinda Gates Foundation knapp 24 Millionen Dollar für die Entwicklung neuer Behandlungen gegen Tuberkulose. Das entscheidende sei nicht die Zahlung der Stiftung, sondern der Zugewinn an Reputation für Evotec, sagte ein Aktienhändler.

Siltronic: Papiere des deutschen Wafer-Herstellers stiegen um bis zu sechs Prozent. Nach einem Bericht des Branchenportal „Digitimes“ könnte der Handelskrieg zwischen den USA und China einige Hersteller von Halbleiterwafern dazu zwingen, Pläne für Kapazitätserweiterungen zu überdenken. Für Siltronic sind das gute Nachrichten, weil neue Produktionskapazitäten der Konkurrenz den Preisdruck wohl verstärkt hätten.

Ted Baker: In London brockte eine pessimistische Geschäftsprognose dem britischen Modehändler den größten Kurseinbruch seit mehr als 15 Jahren ein. Die Aktien von Ted Baker fielen am Dienstag zeitweise um gut 30 Prozent auf ein Sechseinhalb-Jahres-Tief von 939,5 Pence. Angesichts eines „extrem schwierigen“ Jahresauftakts rechnet das Unternehmen mit einem Gesamtjahresgewinn von umgerechnet 56 bis 67 Millionen Euro. Analysten hatten bislang im Schnitt mit 81 Millionen Euro gerechnet.

Analystencheck: Morgan Stanley empfiehlt Airbus

Die US-Investmentbank Morgan Stanley empfiehlt die Aktie von Airbus zum Kauf mit einem Kursziel von 150 Euro. Mit 81 ausgelieferten Flugzeugen im Monat Mai setze sich die Stärke des Flugzeugbauers bei den Auslieferungen fort, meint Analyst Andrew Humphrey. Die Jahresziele erschienen zunehmend gut erreichbar. Zwar sei die Auftragslage nach wie vor schwach, aber die Luftfahrtmesse in Paris könne für einen Schub sorgen.

Mit Agenturmaterial.

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