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Dax aktuell Dax schließt unverändert – Wirecard-Aktie 13,7 Prozent im Plus

Der Dax kann die zwischenzeitlichen Verluste zum Handelsschluss noch wettmachen. Die Wirecard-Aktien legen nach ihrem jüngsten Absturz wieder kräftig zu.
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Dax dreht ins Minus – Gerüchte um Wirecard im Fokus der Anleger

DüsseldorfDer Dax notierte die meiste Handelszeit im Minus, konnte in den letzten Handelsminuten aber wieder zulegen. Zum Handelsende notierte er 0,04 Prozent im Minus bei 11.177 Punkten.

Besonders im Fokus stand an diesem Montag der Zahlungsabwickler und Dax-Neuling Wirecard, dessen Aktie zum Handelsende 13,7 Prozent im Plus bei einem Kurs von 123,40 Euro notierte. Nachdem die „Financial Times“ berichtet hatte, eine externe Anwaltskanzlei habe im Auftrag von Wirecard Beweise für eine angebliche Fälschung in der Niederlassung des Zahlungsabwicklers in Singapur gefunden, war der Kurs der Aktie am Freitag um 25 Prozent gefallen.

Wirecard dementierte die Vorwürfe mehrfach und sagte dem Handelsblatt, alles sei aufgearbeitet und es gebe keinerlei Risiko. An diesem Montag soll es eine Telefonkonferenz des Zahlungsdienstleisters mit dem Management geben.

Das Papier holte aber bei weitem nicht alle Verluste der vergangenen Woche wieder auf. Der Börse ist momentan noch nicht bereit, die Anschuldigungen einfach als „unbegründet“ abzuhaken.

Politisch interessant ist in dieser Woche eine zweitägige Reise der Bundeskanzlerin nach Japan. Angela Merkel besucht in Begleitung einer zwölfköpfigen Wirtschaftsdelegation den japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe. In einem gemeinsamen Gespräch soll es neben Wirtschaftsfragen und einer Ausweitung der Forschungskooperation auch darum gehen, wie sich das Atomabkommen mit Iran und das internationale Klimaschutzabkommen nach dem Ausstieg der USA verteidigen lassen.

Blick auf die Einzelwerte

Wirecard: Die Aktien des Zahlungsdienstleisters notieren zuletzt 13,7 Prozent im Plus. In der vergangenen Woche waren sie mit einem Minus von 25 Prozent klares Schlusslicht im Dax. In der Spitze hatte die Aktie mehr als 30 Prozent verloren und war zwischenzeitlich unter die Marke von 100 Euro gerutscht.

Deutsche Bank: Die Veröffentlichung der Geschäftszahlen hatte am vergangenen Freitag den Aktienkurs des größten deutschen Geldhauses ins Minus gezogen. Am Ende des Handels notierte die Aktie 0,6 Prozent im Minus.

VW: Schwache Absatzzahlen in den USA belasteten die Aktien des Autobauers mit 1,3 Prozent. Der eisige Winter und der teilweise Regierungsstillstand dort hatten für einen Fehlstart ins neue Jahr gesorgt. Die Zahl der abgesetzten Fahrzeuge sank im Januar um fast sieben Prozent.

Was die Charttechnik sagt

Der deutsche Leitindex ist in einer Korrekturphase. Auf der Oberseite dürften Kurse oberhalb des bisherigen Jahreshochs von 11.321 Punkten diese Phase beenden. Die Unterseite von 11.150 Punkten durchbrach der Dax am vergangenen Donnerstag zwischenzeitlich. Als weiterer Stopp-Loss für kurzfristige Anleger, die sich vor zu hohen Kursverlusten schützen wollen, ist die Marke von 10.900 Zählern prädestiniert.

Das nächste höhere Kursziel im Dax, das Anleger im Auge behalten sollten, ist das Hoch aus dem vergangenen Dezember (11.567 Punkte). Wird es überwunden, geht es um die entscheidende Marke von 11.800 Punkten. Denn aus Sicht der Charttechnik herrscht noch so lange der Bärenmarkt, wie der Dax unter 11.800 Punkten notiert. Erst ein Überspringen der Marke würde das Bild ändern.

Analystencheck: Jefferies belässt Airbus auf „Buy“

Das Analysehaus Jefferies hat die Einstufung von Airbus nach einer Kreise-Meldung über das womöglich wieder wackelnde A380-Programm auf „Buy“ mit einem Kursziel von 110 Euro belassen. Die Meldung, Emirates wolle jüngste Bestellungen auf den kleineren A350 umschreiben, sage zwar wenig aus, könne aber verhängnisvoll werden, schrieb Analyst Sandy Morris in einer Studie. Eine potenzielle Einstellung der A380-Produktion wäre wohl nach wie vor keine Überraschung.

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